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Auf dem Weg zur geschlechtergerechten Stadt

Auftaktveranstaltung deckt auf: Wie wird Gleichstellung in Flensburg gelebt, welche Visionen und Wünsche gibt es?

„Wie ist es um die Gleichstellung in Flensburg bestellt?“ Dieser und weiteren Fragen stellten sich beim Auftakt einer Reihe von Beteiligungsveranstaltungen am vergangenen Flensburger Institutionen, Verwaltung und Politik. Die Ergebnisse des Austausches zu eigenen Initiativen und Projekten, der Formulierung von Visionen und Wünschen in einzelnen Themenworkshops hält das Gleichstellungsbüro im Aktionsplan zur europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern* fest.

Die grundsätzliche Tendenz in Sachen Geschlechtergerechtigkeit deutete Oberbürgermeisterin Simone Lange in ihrer Eröffnungsrede bereits an, in der sie feststellte, dass Frauen in Führungspositionen und wichtigen kommunalen Gremien weiterhin unterpräsentiert seien: „Dass ich als Frau das Amt als Oberbürgermeisterin ausüben darf, ist auch auf Bundesebene eine Seltenheit.“

„Von allein passiert nichts! Daher sind klare gesetzliche Handlungsaufträge, Konzepte und Rahmenpläne erforderlich, “ ergänzte die Gleichstellungbeauftragte Verena Balve, die sich an vorderster Front dafür einsetzt, dass sich in Flensburg wirklich was tut. Mit der Unterzeichnung der europäischen Charta wurde der Grundstein gelegt. Der dazugehörige Aktionsplan* soll zukünftig Taten folgen lassen. Welche Maßnahmen das sein könnten, wird mit den Ergebnissen einer Reihe von Beteiligungsveranstaltungen, wie dem Workshop der Auftaktveranstaltung, festgehalten.

Workshop soll Geschlechtergerechtigkeit auf die Sprünge helfen

An Tischen zu sieben unterschiedlichen Themen wie Gesundheit, geschlechtsspezifische Gewalt oder Arbeitswelt wurden Fragen bewegt wie: „Wie gleichberechtigt leben wir in Flensburg?“, „Wie sieht es mit der Teilhabe an städtischen Ressourcen aus?“, „Wo gibt es strukturelle Diskriminierungen?“ oder „Was braucht es, um allen Geschlechtern die gleiche Chance auf Arbeits-, Familien- und Freizeit zu ermöglichen?“

Neben bereits bestehenden Maßnahmen wie dem Ausbau der Ferienbetreuung, den städtischen Beratungsstellen und der Verteilung öffentlicher Mittel an verschiedene Interessengruppen – wurde auch eine große Bandbreite an neuen Möglichkeiten zusammengetragen, mit der der Geschlechtergerechtigkeit in Flensburg auf die Sprünge geholfen werden könnte.

In den nächsten Wochen gilt es nur für das Gleichstellungsbüro, die Veranstaltung auszuwerten und in einzelnen Maßnahmen in den Aktionsplan geschlechtergerechte Stadt zu integrieren.

Wie geht es weiter?

Die Beteiligungsreihe wird Anfang nächsten Jahres fortgeführt. Es ist u.a. eine umfangreiche Einwohner*innenbefragung geplant, die die Visionen der Flensburger*innen für eine geschlechtergerechte Stadt erfassen möchte. Auch diese Bestandsaufnahme wird anhand von Handlungsempfehlungen in den Aktionsplan aufgenommen, der noch 2020 vom Rat verabschiedet und damit zur Umsetzung kommen soll.

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Im Februar 2019 ist die Stadt Flensburg zur Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern beigetreten. Die Charta hat das Ziel, die Geschlechtergerechtigkeit unter Einbeziehung geschlechtlicher Vielfalt zu fördern, und verpflichtet die Kommune Flensburg dazu, innerhalb von zwei Jahren einen Aktionsplan zu erstellen. Der Plan soll konkrete Ziele und Maßnahmen enthalten, um die gleiche Teilhabe aller Geschlechter in gesellschaftlichen und politischen Bereichen voranzubringen Der Aktionsplan der Europäischen Charta wiederum soll Bewusstseinsprozesse anregen und gleichzeitig die vielfältigen Aktivitäten und Initiativen in der Stadt zum Thema Geschlechtergerechtigkeit dokumentieren.

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