Bürgerschaftliches Engagement

Herzlich willkommen auf der Seite der Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement!

Sprach man früher vom Ehrenamt, fasst man heute jeden Einsatz von Einwohner*innen auf freiwilliger und unentgeltlicher Ebene unter dem Begriff „Bürgerschaftliches Engagement“ zusammen. Damit ist dann nicht nur der Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein gemeint, sondern auch Initiativen und Projekte, die sich für ein bestimmtes Anliegen des Gemeinwohls gründen wie beispielsweise die Nachbarschaftshilfe für von Corona Betroffene.

Sie möchten sich freiwillig in Flensburg engagieren und suchen eine Tätigkeit, bei der Sie Ihre Fähigkeiten und Talente einbringen können?

Eine Tätigkeit, die Ihnen Spaß macht und mit der Sie anderen Menschen helfen oder einer guten Sache dienen?

Dann sind Sie hier richtig! Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen für engagierte Menschen in Flensburg.

Die Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement bietet Ihnen außerdem an, für Beratungen und Anliegen persönlich vorbei zu kommen. Termine sollten möglichst vorher per E-Mail oder Telefon abgesprochen werden.

Zur online-Freiwilligenbörse geht es hierlang: www.engagiert-in-flensburg.de/freiwilligenboerse 

Auf dem Weg zu einer Engagementstrategie

Bürgerschaftliches Engagement braucht viele Ressourcen und gute Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel: Informationen, Beratung, Förderung und Anerkennung. Um diese Grundlagen für alle Flensburger Engagierten und ehrenamtlich Interessierten weiter zu verbessern, sollen in einer lokalen Engagementstrategie Handlungsziele und Maßnahmen zur Verbesserung von Koordination und Kooperation der Akteur*innen vor Ort entwickelt und umgesetzt werden.

Was bisher geschah, wer mitarbeitet und wie es weiter geht, können Sie hier lesen.

Aktuell II. Quartal 2021

Das übergeordnete Ziel der Strategie ist und bleibt, verbindliche und nachhaltige Strukturen zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement zu schaffen. Da neue Ideen und Bausteine jederzeit willkommen sind, möchten wir am 17. Mai 2021 über die Ergebnisse der Beteiligungskampagne informieren und mit allen Interessierten den Entwurf der Strategie diskutieren, um diese dann in die politische Beratung zu bringen.

Die Einladung und die Agenda zur digitalen Veranstaltung finden Sie rechts unter Engagement und Strategie, in der Presse, auf unserer Homepage: engagiert-in-flensburg.de, auf unserer facebookseite oder kontaktieren Sie uns auch gern per Telefon.

Einwohner*innenbeteiligung

Im Dezember 2020 startete die Beteiligungskampagne "Engagierte Stadt - Engagiert in Flensburg", bestehend aus einer Umfrage und 18 Interviews mit Schlüsselakteur*innen des Flensburger Ehrenamtes.

Ziel der Einwohner*innenbefragung war die Überprüfung der bisher behandelten inhaltlichen Schwerpunkte der Ehrenamtsarbeit sowie die Identifizierung weiterer inhaltlicher Aspekte und konkreter Maßnahmen zur Einbindung in den Strategieprozess. Insgesamt wurden 350 Fragebögen analysiert.

Als Themen mit besonderer Bedeutung für die zukünftige ehrenamtliche Arbeit kristallisieren sich die Aspekte „Anerkennung“, „Digitalisierung“, Öffentlichkeitsarbeit“ und „Nachwuchsgewinnung“ heraus. Auch einer mehr „projektbezogenen Arbeit“ sollte zukünftig mehr Bedeutung beigemessen werden.

Damit decken sich die Erkenntnisse aus der Umfrage und den Interviews mit den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung 2018. Es zeigt, dass die richtigen Handlungsfelder und Maßnahmen in den Strategieentwurf aufgenommen wurden.

Die Ergebnisse der Umfrage und Interviews und auch einen Strategieentwurf finden Sie rechts unter Engagement Strategie.


Öffentlichkeitsbeteiligung

Im Jahr 2018 fanden mit dem Ziel eine lokale Engagementstrategie für Flensburg zu entwickeln, sechs Beteiligungsveranstaltungen mit verschiedenen Akteursgruppen statt. Es haben sich ca. 140 Flensburger*innen aus freien Initiativen, dem „klassischen Ehrenamt“, „potentielle Ehrenamtliche“, der Verwaltung, der Politik und der Steuerungsgruppe aktiv beteiligt. Jede Veranstaltung verfolgte eine unterschiedliche Fragestellung. Es wurden Fragen gestellt, was das Engagement in Flensburg braucht, welche Strukturen auf welche Weise geschaffen werden und wie sich das Ganze nachhaltig gestalten lassen könnte.

Zunächst wurde in den Beteiligungsveranstaltungen deutlich, dass viele Herausforderungen und Erkenntnisse bereits bekannt sind: Ohne Engagement würde in Flensburg vieles zusammenbrechen. Hindernisse, um ehrenamtlich tätig zu werden, sind mangelnde Zeit und Informationen und auch fehlende Anerkennung. Probleme wurden in starren Strukturen und fehlender Hauptamtkoordination gesehen. Es wurden Wünsche geäußert, beispielsweise nach einem Büro zur Koordinierung verrückter Ideen und Räume für Kinder und soziale Innovationen.

Aus den Ergebnissen wurden Handlungsfelder und letztendlich Maßnahmen abgeleitet, die in einen ersten Strategieentwurf mündeten. Die Lösungsansätze finden sich in folgenden Handlungsfeldern wieder: Netzwerk und Kooperation, Aktivierung und Matching, Anerkennung, Aus- und Fortbildung von Engagierten, Öffentlichkeitsarbeit, Bereitstellung von Ressourcen, Perspektivische „Maßnahmen“ und Ideenspeicher.


Anerkennungskonzept

Bereits 2016 wurde der Strategiebaustein „Anerkennung“ im Flensburger Hauptausschuss verabschiedet und wird in 2021 aktualisiert.

Das Anerkennungskonzept beinhaltet altbewährte Wertschätzungsformen sowie neue Ideen, wie etwa bestimmte Ehrungen oder eine generelle Verbesserung der Rahmenbedingungen für ehrenamtlich Tätige. Zu diesen Unterstützungsideen zählen etwa neben dem kostenlosen Parken während der ehrenamtlichen Tätigkeit auch die preiswertere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ÖPNV oder die Aktualisierung der in Schleswig-Holstein vorhandenen Ehrenamtskarte, welche von Engagierten beantragt werden kann und verschiedene Vergünstigungen mit sich bringt (ähnlich wie die Jugendleitercard). Des Weiteren sollen die Qualifikations- und Zertifikatskurse für Ehrenämtler erweitert und genügend preiswerte oder sogar kostenlose Räume für Treffen ins Leben gerufen werden.


"Engagierte Stadt"

Im Herbst 2015 startete das Programm Engagierte Stadt. Die „Engagierte Stadt“ ist ein Stiftungsprogramm auf Bundesebene, das bürgerschaftliches Engagement stärken und festigen will. Es stellt eine Plattform zur Unterstützung von lokalen Netzwerken engagierter Einwohner*innen dar, die auf dem Weg zu einer Verantwortungsgemeinschaft sind.

Durch die Kooperationsgemeinschaft der Stadt Flensburg und der SBV-Stiftung Helmut Schumann (beide Institutionen wurden Träger*innen des Programms) konnte "Engagiert in Flensburg" als Marke für bürgerschaftliches Engagement in Flensburg etabliert werden. Mittlerweile befindet sich das Programm in der 3. Phase, bei der die Stadt Flensburg in Kooperation mit der Schutzengel GmbH weiterhin Teil des bundesweiten Netzwerkes ist und vor Ort von einer Steuerungsgruppe unterstützt wird. Die Steuerungsgruppe bietet auch bei der Entwicklung einer Engagementstrategie wertvolle Unterstützung.


Flensburg - Strategie: "Flensburg will dein Engagement - Und macht es möglich!"

Schon 2013 beschloss der Rat, Leitlinien für die gesamte Stadtentwicklung als ein Instrument zur langfristigen Orientierung für Politik und Einwohnerschaft zu entwickeln. Das nennt sich Flensburg-Strategie. Es entstanden acht Globalziele, unter anderem:

Flensburg will dein Engagement und macht es möglich!

Engagementförderung soll langfristig abgesichert werden. Ein Prozess, der in eine Strategie und auch zu einem politischen Beschluss führt, kann dieses Globalziel auf Dauer tragen.

Kostenfreies Parken für Ehrenamtliche

Lesen Sie hier unsere FAQ zum Thema, die Richtlinien und finden Sie den Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung

FAQ

Bekommen alle Ehrenamtlichen eine Ausnahmegenehmigung?

Nein. Antragsberechtigt sind diejenigen Ehrenamtlichen, die

  • volljährig sind,
  • eine Tätigkeit innerhalb Flensburgs ausführen,
  • regelmäßig (mindestens über einen Zeitraum von 3 Monaten mind. 1 x wöchentlich),
  • unentgeltlich (also kein Geld oder geldwerte Vorteile erhalten) und
  • in einer Organisation (Verein, Initiative, Institution) tätig sind,
  • die einen sozialen oder karitativen Zweck verfolgt.

 

Wie bekomme ich die Ausnahmegenehmigung?

Um die Ausnahmegenehmigung zu erhalten, müssen Sie folgende Unterlagen bei der Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement vorlegen:

  • den Nachweis der Regelmäßigkeit, des Umfangs, des Einsatzortes und –zeit der ehrenamtlichen Tätigkeit durch den Träger
  • Kopie vom Fahrzeugschein
  • Kopie vom Personalausweis
  • Falls das Fahrzeug auf eine andere Person zugelassen ist, brauchen Sie eine Bestätigung des Fahrzeughalters, aus der hervorgeht, dass Ihnen das Fahrzeug zur dauerhaften Nutzung überlassen wird
  • Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung (TBZ)

 

Kostet die Ausnahmegenehmigung etwas?

Nein, die Kosten übernimmt die Stadt Flensburg.

 

Wo gebe ich die Unterlagen ab?

Bei der Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement. Sie finden die Anlaufstelle im Rathaus, Zimmer 1309. Tel. 0461-852825.


Termine nach Vereinbarung, Fragen und Terminwünsche können Sie auch gerne per Mail senden an: engagiert@flensburg.de.

Ziele des Bürgerschaftlichen Engagements

Bürgerschaftliches Engagement bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist es, jeder und jedem Zeit und Möglichkeiten zu geben, sich zu engagieren und damit Teil einer Verantwortungsgemeinschaft zu werden. Eine starke Bürgergesellschaft wird sich dort entwickeln, wo Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen.

Ein wichtiges Ziel ist es, allen Menschen in Flensburg ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und die Entwicklung gesundheitsförderlicher Lebensbedingungen zu unterstützen.

Gleichzeitig sollen die Möglichkeiten gleichberechtigter Teilhabe verbessert sowie das Gefühl der Zugehörigkeit und des sozialen Zusammenhalts in der Stadt weiter gestärkt werden.

Dies gelingt nur, wenn sich Menschen für Menschen engagieren, beispielsweise bei…

  • der Aktivierung von bestehenden sowie die Initiierung von neuen Netzwerkstrukturen im Stadtteil (z.B. Stadtteilforen, Themenstammtische, Expertenrunden o. ä.).
  • der Entwicklung von Projekten der Nachbarschaftshilfe, die Kontakte untereinander ermöglichen bzw. wieder aktivieren, Menschen im Stadtteil zueinander führen und dadurch wieder Teilhabe am Geschehen im Stadtteil ermöglichen, Einsamkeit vermeiden.
  • der Belebung des Bürgerschaftlichen Engagements im Stadtteil mit einer gezielten Ansprache, Gewinnung und Vermittlung von ehrenamtlich Interessierten.
  • der Stärkung von Eigeninitiativen der Bürger/innen im Stadtteil (z.B. Stadtteilfeste, Kulturveranstaltungen.

Wer? Wie? Wo?

Wer kann sich bürgerschaftlich engagieren?

Gefragt ist jedes bürgerschaftliche Engagement – nicht nur die zeitaufwändigere und auf Jahre angelegte Funktion im Verein. Angesprochen sind alle Flensburgerinnen und Flensburger, die sich in der Stadt engagieren möchten. Also: Wie sieht es mit Ihnen aus? Haben Sie Zeit und Lust?

Wie viel Zeit brauche ich, um mich bürgerschaftlich engagieren zu können?

Die Zeit, die Sie für das Bürgerschaftliche Engagement nutzen möchten, bestimmen Sie selbst. Es gibt die Möglichkeit, sich projektbezogen nur für einen bestimmten Zeitraum, z.B. eine Veranstaltung, ein Fest o.ä. zu engagieren. Des Weiteren ist es aber auch möglich, für einen längeren Zeitraum regelmäßig wöchentlich oder monatlich bürgerschaftlich tätig zu werden.

Wo kann ich mich engagieren?

Engagieren können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger in einem Stadtteil oder aber stadtweit. So gibt es u.a. die Möglichkeit sich zu engagieren:

  • in der Flüchtlingshilfe, z.B. als Patinnen oder Paten, Sprachmittler/innen oder Dolmetscher/innen.
  • in Sportvereinen als Übungsleiter/innen oder ehrenamtlicher Vorstand.
  • bei den Freiwilligen Feuerwehren.
  • in der Redaktionsgruppe "Mittendrin - Generation 50 Plus". Die Sonderseiten erscheinen vierteljährlich im Flensburg Journal. Die Redaktionsgruppe besteht aus freiwillig engagierten Seniorinnen und Senioren. Die Redaktionsführung liegt bei der Fachstelle für Senioren.
  • im Rahmen der jährlichen Veranstaltungswoche im Herbst "Flensburg aktiv - Begegnung der Generationen". Dort sind hunderte bürgerschaftlich Engagierte monatelang mit der Vorbereitung und Umsetzung einer Vielzahl von Veranstaltungen beschäftigt.
  • bei ehrenamtlichen Besuchsdiensten: Diese haben es sich zur Aufgabe gesetzt, Menschen zu unterstützen, die in ihrer eigenen Häuslichkeit eine zeitweilige Begleitung im Alltag, z.B. durch Vorlesen, Begleitung bei Spaziergängen und dergleichen wünschen.
  • in Nachbarschaftszentren, Stadtteiltreffs, Stadtteilprojekten, Stadtteilfesten, Stadtteilforen, Ausschüssen, Arbeitskreisen, (kirchlichen) Kinder- und Jugendzentren, Schulen, Kindertagesstätten, Bibliotheken, Krankenhäusern, Hospizen, Pflegeeinrichtungen, Handwerk- oder Gartenprojekten etc.

Diese Aufzählung ist beispielhaft zu verstehen. Gemeinsam können wir mit Ihnen den genau für Sie passenden Einsatzbereich finden. Nehmen Sie dazu gern Kontakt mit uns auf oder nutzen Sie die online-Freiwilligenbörse unter www.engagiert-in-flensburg.de/freiwilligenboerse.

Aufgaben der Koordinierungsstelle

Die Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in der Stadt Flensburg versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um dieses Thema. Zu den Aufgaben gehören u.a.:

  • die Beratung von Menschen, die sich in Flensburg engagieren möchten oder dies bereits tun
  • Vermittlung von Menschen, die sich gern bürgerschaftlich engagieren möchten
  • die Beratung von Einrichtungen/Trägern/Institutionen zu allen Themen rund um Bürgerschaftliches Engagement (Öffentlichkeitsarbeit, Versicherungen, Projektbeantragung, Projektfinanzierung, Netzwerkarbeit etc.)
  • die Beratung und Unterstützung von Einrichtungen/Trägern/Institutionen bei der Suche nach Menschen, die sich bürgerschaftlich engagieren möchten
  • die enge Zusammenarbeit mit den Koordinierungsstellen vor Ort
  • die Vernetzung von Akteuren im Rahmen Bürgerschaftlichen Engagements
  • die Gewinnung von bürgerschaftlich Engagierten (zur Zeit vornehmlich ältere Bürgerinnen und Bürger) in allen Lebensbereichen
  • die professionelle Öffentlichkeitsarbeit
  • die Organisation und ggf. Durchführung von Fortbildungen, Vorträgen und Schulungen für engagierte Bürgerinnen und Bürger 

Stiftungen in Flensburg

Stiftungen gehören zu den ältesten Formen bürgerschaftlichen Engagements und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft, z. B. als Impulsgeber, Projektträger oder finanzielle Säule. Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig in und mit Flensburger Stiftungen engagieren, leisten somit einen wertvollen Beitrag für unsere Stadt.

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