Smarte Grenzregion zwischen den Meeren

Smart“ heißt im Norden „plietsch“ und verbindet digitale Technik und analoges Leben.

Die kreisfreie Stadt Flensburg und die Landkreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland bilden gemeinsam das Projekt Smarte Grenzregion zwischen den Meeren mit dem Ziel, die Zukunft der nördlichsten ländlichen Region durch die intelligente Nutzung von Technologie zu gestalten und die Grenzregion in unterschiedlichen Bereichen noch enger und letztlich smarter zusammenwachsen zu lassen.

Aktive Mitgestaltung ist willkommen und wird durch den ko-kreativen – also gemeinschaftlichen – Prozess mit den Menschen vor Ort durch spannende Beteiligungsformate unterstützt.

Mitgestalten: Ihre Meinungen & Ideen für eine "smarte" Zukunft

Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Ideen und Meinungen einbringen und die smarte Entwicklung unserer Region mitgestalten. 

Hierfür haben wir unterschiedlichste öffentliche Veranstaltungen wie Ideen- und Konzeptworkshops, so genannte Protoytenphasen* und Zukunftswerkstätten** und eine mehrtägige Veranstaltungsreihe geplant. Sie alle sollen Ihre vollumfängliche Beteiligung sichern und gleichzeitig die Gebietskörperschaften unserer Smarten Grenzregion enger zusammenwachsen lassen.


*Entwickeln & Testen von Prototypen für smartes Einkaufen und Entwicklung von Stadtvierteln

In den Prototypen-Phasen können sich alle Interessierten einbringen, eigene Anwendungen gemeinsam in einem Projektteam für die Smarte Grenzregion zu entwickeln und zu testen.

Hier steht vor allem die Entwicklung von Stadtvierteln (Quartieren) sowie die Einkaufsmöglichkeiten in der Region (Nahversorgung) im Fokus.

**Zukunftswerkstätten für Fachthemen

Spezifische Fachthemen wie

  • Mobilität  (Wie komme ich von A nach B),
  • Gesundheit,
  • Kritische Infrastruktur und
  • Digitale Daten und Services im Allgemeinen, die die gesamte Region miteinander vernetzen sollen,

werden in spezifischen Zukunftswerkstätten adressiert.

Veranstaltungsreihe zum Abschluss der Beteiligungsphase

Die Beteiligungsphase schließt mit einer mehrtägigen Veranstaltungsreihe im September auf dem Gelände des Nørden Festivals ab. Hier sollen die Ergebnisse des Strategieprozesses sowie erste konkrete Projekte vorgestellt und getestet werden.

Sie können hier die Technik hinter einer Smarten Region kennenlernen und künftige Anwendungen mitgestalten.

Wie geht es weiter?

Nach Abschluss der Beteiligungsphase wird das Strategiedokument in einer dreimonatigen Klausur erstellt und abgestimmt.


Leben.Wohnen.Arbeiten in der Smarten Grenzregion - mit folgenden Themen wollen wir Zukunftsräume schaffen:

  • Kritische Infrastruktur (Grundversorgung sichern)
  • Mobilität (Wie komme ich von A nach B?, die letzte Meile)
  • Gesundheitsversorgung
  • Kultur & Tourismus (Innovation vorantreiben)
  • Digitale Standards (Digitale Service- und Dateninfrastrukturen)
  • Open Data und vieles mehr


Nächster Termin

05.-07.09. Summer of Co-Creation (Beteiligung)

Neugierig wie der Norden noch smarter werden kann?

Bei dem dreitägigen Summer of Co-Creation vom 05.-07. September auf dem Gelände de NORDEN-Festivals Schleswig stellen wir Ideen aus den öffentlichen Veranstaltungen, Prototypen sowie die Ergebnisse des Strategieprozesses vor und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen und unseren Partnerakteuren​.

Hier können Sie erste Projekte entdecken und ausprobieren, Smart City/Digitalisierungsprojekte aus dem Norden kennenlernen und sich mit Ihren Vertreter*innen von Interessensgruppen​ austauschen.

Wir laden Sie ein, Ideen Wirklichkeit werden zu lassen und Smart City zu erleben.

​Es wird Themeninseln zum Anfassen und Mitmachen geben, Anwendungen bauen, Jugend und Regionalkonferenzen sowie offene Nachmittage, (​digitale) Rundgänge und Workshops für Familien​.

Nähere Informationen zum Ablauf der Veranstaltung und eine Anmeldemöglichkeit ist auf smarte-grenzregion.de gegeben. Schreiben Sie uns gerne an: info@smarte-grenzregion.de.


Was bisher geschah?

20.06.2022 Co Creation Pitch (Beteiligung)

Mit dieser Veranstaltung im UCI Kino wurde insbesondere Akteur*innen eine Plattform geboten werden, die konkrete Projektideen mit smarten Lösungen umsetzen möchten und ihre Projekte einer breiten Öffentlichkeit vorstellen konnten.

Beim CoCreation-Pitch bekamen Sie die Möglichkeit, sich aktuelle Projekte anzusehen, und mit Ihrem Feedback Einfluss zu nehmen, Ideen auszutauschen und sich aktiv einzubringen. Ob als Expert*in in bestimmten Themenbereichen oder als Bürger*in und potentielle Nutzer*in der vielen neuen Umsetzungsprojekte, Ihre Meinung bleibt gefragt!

Im Anschluss an den CoCreation-Pitch, starten die Teams in eine Prototypenphase, um ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen! Diese Prototypen und die dazugehörigen Konzepte werden dann beim Summer of CoCreation vom 05.-07. September auf dem Gelände des NORDEN-Festivals in Schleswig präsentiert. Seien Sie also dabei und begleiten uns auf dem Weg, den Norden zu einer smarteren und plietsch vernetzten Region zu machen!

30.05.-07.06.: Zukunftswerkstätten (Beteiligung)

Das Modellprojekt Smarte Grenzregion zwischen den Meeren der Stadt Flensburg zusammen mit dem Kreis Nordfriesland und Kreis Schleswig-Flensburg hat im Rahmen seiner Strategiephase vier Zukunftswerkstätten in den Räumlichkeiten der neu gegründeten Digitalagentur GmbH in Flensburg zu folgenden Themen durchgeführt:


Montag, 30.05., 09-15 Uhr: Zukunftswerkstatt Digitale Dienste

In dieser Veranstaltung standne u. a. Themen wie Open Data, Datenerhebung, Datenschnittstellen und Datennutzung für z.B. zentrale oder auch dezentrale Plattformen im Fokus.


Mittwoch, 01.06., 09-15 Uhr: Zukunftswerkstatt Gesundheit

In dieser Veranstaltung standen u. a. Themen wie medizinische Versorgungszentren, regionales Gesundheitsportal z.B. zur Lenkung durch das Gesundheitssystem, Telemedizin oder digital unterstützte NÄPAS (nicht ärztliche Praxisassistenzen), im Fokus.


Donnerstag, 02.06., 09-15 Uhr: Zukunftswerkstatt Tourismus und Kultur

In dieser Veranstaltung standen u. a. Themen wie digitales Besuchermanagement, Erlebbarkeit von Museen, Denkmälern oder Innenstädten durch z.B. virtuelle Angebote im Fokus.


Dienstag, 07.06., 09-15 Uhr: Zukunftswerkstatt Mobilität

In dieser Veranstaltung standen u. a. Themen wie Netzabdeckung, Echtzeitinformation, digital optimierte On-Demand-Verkehre, intermodale Verkehrsangebote, digitale Tickets im ÖPNV, aber auch der Einsatz von E-Bussen, autonom fahrende Bussen, intelligente Verkehrsleitsysteme und smart organisierte Sharing-Modelle im Fokus.


Die neue Digitalagentur Smarte Grenzregion GmbH dient als Anlaufstelle für Projektierung / Beratung / Vernetzung / Kommunikation / Co-Woking und öffnet demnächst für Sie Ihre Türen.

13.05.:  "Co-Creation-Tag" - Plattform für Entwickler:innen von smarten Ideen (Beteiligung)

Bereits in der Strategiephase können erste konkrete Maßnahmen initiiert und, soweit möglich, Prototypen entwickelt werden. Dafür werden an der Digitalisierung interessierte Menschen der Region um Unterstützung gebeten und eingeladen, an der Entwicklung, Konkretisierung und ggf. Umsetzung der Projekte über einen ersten Workshop mitzuwirken:

Mit dieser Veranstaltung im Nordseecongresscenterum in Husum und parallel online sollte insbesondere Akteur*innen eine Plattform geboten werden, die konkrete Projektideen mit smarten Lösungen umsetzen möchten.

Hier können Projektverantwortliche - ob engagierte Bürger*innen, Vereine, Institutionen oder Verwaltungen - Feedback und Anregungen zu Ihren Projektideen erhalten, einen Machbarkeitscheck durchlaufen und Mitstreiter*innen finden.

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Die Projektteams können dann in der darauf folgenden Prototypenphase ihr Projekt weiterentwickeln und werden dabei durch unser Arbeitsteam beraten und betreut. Ziel ist es, ein Feinkonzept und ggf. einen ersten Prototypen zu entwickeln. Dieser kann dann beim "Summer of Co-Creation" (5.-7. September in Schleswig) der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden, um auch Nutzerfeedbacks einzuholen.


28. März 2022: Smarte Grenzregion zwischen den Meeren startet in die Strategiephase


Im Juli 2021 erhielt die gemeinsame Bewerbung von der Stadt Flensburg, dem Kreis Nordfriesland und dem Kreis Schleswig-Flensburg den Zuschlag durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauenwesen (BMWSB). Für die Gesamtlaufzeit des Projektes bis 2027 wird der Strategieprozess und die Umsetzung der Maßnahmen mit insgesamt 17,1 Mio. Euro gefördert.


Das Projekt startet formell am 01.01.2022 in die einjährigen Strategiephase. Erster zentraler Schritt zur Umsetzung der Förderung ist die im Aufbau befindliche Digitalagentur. Sie wird im Auftrag der Beteiligten die Realisierung der vorgesehenen Vorhaben umsetzen und dabei vernetzend, beratend und initiierend innerhalb der Region tätig werden. Künftiger Sitz der Digitalagentur ist Flensburg.

Als Unterstützung in der Aufbauphase wurde ein Arbeitsteam eingerichtet, das mit externer Unterstützung der Unternehmen ZDE und plan[neo] den Strategieprozess im Jahr 2022 gestalten wird.

Keyfacts zum Prozess

  • Strategiephase 2022 mit Beteiligung der Öffentlichkeit und der Fachebene
  • Drei größere Beteiligungsrunden sind in Planung inklusive verbindender Prototypen-Phasen, um erste Sofortmaßnahmen umzusetzen
  • Abschlussveranstaltung bildet der „Summer of CoCreation“ in Kooperation mit dem Nørden Festifal im September 2022
  • Zukunftswerkstätten mit regionalen Akteuren finden parallel statt

Vorphase

15. Juli 2021: 28 Modellprojekte Smart Cities für die dritte Staffel ausgewählt

Aktuelle Neuigkeit! Flensburgs Antrag als Smart City ist als eine Bewerbung von 28 aus 94 Modellprojekten ausgewählt worden.

Das BMI fördert seit 2019 Modellprojekte unter dem Titel Smart City.

Neben Groß- und Mittelstädten waren explizit Verbundprojekte aus den ländlichen Räumen aufgerufen, sich als Smart Region zu bewerben. Ziel des Förderprogrammes des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat ist es, lebenswerte und handlungsfähige Modellkommunen zu unterstützen, die eine integrierte Entwicklung im Kontext von Gemeinwohl und Nachhaltigkeit anstreben und diese im Einklang mit den "Smart City Charta" Leitlinien umsetzen.

Die Stadt Flensburg hat einen Antrag für das Förderprogramm "Smart Cities made in Germany" eingereicht. Es ist ein gemeinsamer Verbundantrag mit dem Kreis Schleswig-Flensburg und dem Kreis Nordfriesland.

Ausgangspunkt für die Bewerbung ist der derzeit laufende Strategieprozess zur Erarbeitung einer digitalen Agenda für die Stadt Flensburg, den die Stadt aktuell durchführt (Digitale Modellkommune Flensburg). Dieser Prozess wird im Rahmen des Landesprogramms „Digitale Modellkommune SH“ mit 100.000 EUR von November 2020 bis zum Abschluss Mitte 2022 gefördert.

Die Beantragung von Smart City-Förderung beim BMI wird von der Stabsstelle eGovernment als konsequenter nächster Schritt als ein Ziel des vorgenannten Strategieprozesses angesehen. Das Programm Smart City ist hinsichtlich der zu generierenden Förderung zurzeit das attraktivste Bundesförderprogramm für Digitalisierungsprozesse in Kommunen. Durch einen erfolgreichen Smart City-Antrag könnten die im aktuellen Strategieprozess entstehenden Ansätze zur (digital gestützten) Stärkung der Stadt in die Umsetzung gebracht werden. Die Stadt kann damit einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, sich für Gegenwart und Zukunft technologisch nachhaltig aufstellen.

Die künftige Smarte Grenzregion ist geprägt durch Randlage, Strukturschwäche, Lage zwischen den Meeren, Grenzregion mit Sprach-, Standards- u. Währungsbarrieren, Flensburg vs. ländliche Regionen, demographischer Wandel - mit Auswirkungen auf Stadt-/Regional-/Quartiersentwicklung, u.a. in den Themenfeldern Mobilität (ÖPNV vs. MIV, Pendelverkehre), Nah- und Gesundheitsversorgung (eingeschränkt) und Wohnen (mangelnde Attraktivität in ländl. Regionen). Für diese Themen erwarten wir (erstmals in einem Ost-West-Planungsraum statt Hamburg/Westküste) Lösungen durch die Smart City-/Region-Strategie.

Eine Smarte Grenzregion wird in diesem Programm als Raum verstanden, der sich – auch und gerade durch die intelligente Nutzung von Technologie – ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig entwickelt. Diese Region schließt die dänischen Partner nördlich der Grenze ausdrücklich mit ein.

Das verbindende thematische „Dach“ für den Förderantrag wird durch den gemeinsamen Kulturraum in der Grenzregion und das allumfassende Thema Daseinsvorsorge sowie das ergänzende Zusammenspiel von Stadt und Land in der Region aufgespannt. Unter diesem Dach wollen wir insbesondere folgende Themen in den Blick nehmen:

  • Grüne Energie und vernetzte Mobilität
  • Gesundheit in allen Lebenslagen
  • Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung der Zukunft

Das Programm wird ganz ausdrücklich kein Vorhaben „nur“ aus den drei öffentlichen Verwaltungen, sondern wird in seiner ambitionierten Form nur mit starken Partnern gelingen. Sowohl in der Strategiephase, wie auch in der sich anschließenden Umsetzungsphase werden deshalb Akteure aus allen Lebens- und Tätigkeitsbereichen der Stadt Flensburg mit einbezogen werden.


Prozess 2022