Stadtgrün

Die grünen Hänge lassen sich entlang der Flensburger Förde bis in die Innenstadt verfolgen. Sie bilden das grüne Rückgrat der Flensburger Innenstadt. Aus dem Umland verlaufen Landschaftsachsen in RIchtung des Stadtzentrums.

Geschützte Biotope im Bereich des Bebauungsplanes "Hauptpost" (Nr. 303)

Im Gebiet des Bebauungsplanes "Hauptpost" (Nr. 303) hat das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) eine Quelle sowie den westlich anschließenden Steilhang als geschützte Biotope neu festgestellt. Die Festlegung erfolgte am 25.08.2020 (Quelle) bzw. 17.07.2020 (Steilhang).

Die Unterlagen des LLUR sind in der nachfolgenden Liste zusammengestellt und abrufbar. Außerdem die am 12.09.2020 rechtskräftig gewordene Satzung des Bebauungsplanes. Die Dateien im pdf-Format können Sie mit einem üblichen kostenfreien pdf-Reader öffnen.

In der am Ende der Liste stehenden Zip-Datei sind die Zeichnungsdateien im shape-Format zusammengestellt, für die ein kostenpflichtiges Grafikprogramm benötigt wird.

Rundweg "Grünes Hufeisen"

Das Grüne Hufeisen als Rundweg von der Förde bis zur Förde verbindet die Landschaftsräume Lautrupsbachtal, Dorf Engelsby und Osbektal.

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Landschaftsachsen und Grünringe

Da Flensburg im Vergleich zu anderen Städten in besonders starkem Maße durch seine markanten naturräumlich-topographischen Gegebenheiten - ein Ergebnis der letzten Vereisung - geprägt ist, bilden Landschaftsachsen, die aus diesen landschaft­lichen Vorgaben entwickelt wurden, sozusagen das Rückgrat des Leitbilds.

Diese Landschaftsachsen haben die Funktionen:

  • Gliederung der Stadtlandschaft
  • Erhaltung und Entwicklung prägender naturräumlicher Strukturen
  • Freiraumverbindung Stadt - Landschaft
  • Klimatischer Ausgleich.

Als Landschaftsachsen sind im einzelnen dargestellt:

  • Das Zungenbecken der Flensburger Förde mit seinen weiten Wasserflächen und steilen, in vielen Bereichen bewaldeten Fördehängen
  • Die Täler und Niederungen der sternförmig auf die Förde gerichteten Fließ­gewässer
  • Im Osten der Jungmoränenhochflächenkomplex des östlichen Hügellandes mit welligem, zum Teil kuppigem Relief, der an der Stadtgrenze übergeht in einen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden relativ flachen Höhenzug mit zahlreichen klei­neren Waldstücken
  • Im Süden ragen die Ausläufer der Hornholzer Höhen, - eine Stauchendmoräne mit ebenfalls ausgeprägtem Relief -, an die Stadt heran
  • Die Sanderflächen im Süden und Westen markieren den Übergang in die Geest
  • Zwischen der Förde und den westlichen Sanderflächen wurden in der letzten Eiszeit die hügeligen Stadtbereiche der Westlichen Höhe und der Harrisleer Höhe aufgeschüttet.

Diese prägenden landschaftsräumlichen Gegebenheiten sind noch in großen Teilen im Stadtgebiet erlebbar und machen gerade im fördenahen Bereich den besonderen Reiz des Weichbildes der Stadt aus. Die im Leitbild dargestellten Landschaftsachsen veranschaulichen die grundsätzliche Bedeutung dieser prägenden naturräumlichen Strukturen für die Gliederung der Stadtlandschaft und als Freiraumverbindungen aus der Stadt in die offene Land­schaft.

Diese Landschaftsachsen werden durch innerstädtische Grünringe ergänzt. Die meisten verlaufen innerhalb der Landschaftsachsen bzw. weisen über diese hin­aus, wie z.B. im östlichen Bereich als Anbindung an das Weesrieser Gehölz.

Die Grünverbindungen im Westen zwischen Marienhölzung und Marienautal und im Verlauf der Grünanlagen der Westlichen Höhe verknüpfen größere Freiräume und ansonsten hochverdichtete Quartiere.

Den Plan der Landschaftsachsen und Grünringe können Sie über den Link in der rechten Spalte aufrufen.

Privatgärten: Naturnaher statt Schottergarten

Private Garten dienen nicht nur der eigenen Erholung und Betätigung sondern leisten einen wertvollen Beitrag für ein attraktives Stadtbild und den Erhalt natürlicher Ressourcen. Die Vielfalt an Pflanzen und ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Insekten sind für uns alle von überlebenswichtiger Bedeutung!

Naturnahe statt "Schottergärten"

Die so genannten "Schottergärten" finden immer mehr Verbreitung, da sie auch als wenig pflegeaufwändig gelten. Dies ist jedoch meist nur zeitlich begrenzt der Fall. Die dann doch anfallende Pflege wird häufig durch Einsatz chemischer Mittel vorgenommen, die teilweise im privaten Gebrauch nicht zulässig sind, in jedem Fall aber zu Belastungen der Natur führen. Wir alle sind Teil der Natur und sind von ihr abhängig. Die Stadt Flensburg setzt sich für eine naturnahe Gestaltung der Privatgärten ein. Auch ein dicht bepflanztes Beet von Stauden, die die gleichen Ansprüche an ihren Standort haben, ist nicht nur attraktiv, sondern kann durchaus pflegeleicht sein. Dies  ist aus ökologischer Sicht klar zu bevorzugen.

"Schottergärten" sind unzulässig

Für den privaten Bereich gibt es Regelungen, die teilweise nicht bekannt sind und auf die daher hingewiesen wird. Die sog. "Schottergärten" sind nach den Bestimmungen der Landesbauordnung nicht zulässig (§ 8 LBO). Das Land Schleswig-Holstein hat hierzu einen Erlass herausgegeben, der die Regelung konkretisiert:

"Die Freiflächen können mit Rasen oder Gras, Gehölz, anderen Zier- oder Nutzpflanzen bedeckt sein. Plattenbeläge, Pflasterungen und dergleichen sind allenfalls dann zu den Grünflächen zu zählen, wenn sie eine verhältnismäßig schmale Einfassung von Beeten usw. darstellen. Die Wahl der Art und Beschaffenheit der Grünflächen bleibt den Verpflichteten überlassen. Auf den Flächen muss jedoch die Vegetation überwiegen, sodass Steinflächen aus Gründen der Gestaltung oder der leichteren Pflege nur in geringem Maße zulässig sind. Es ist dabei unerheblich, ob Schotterflächen mit oder ohne Unterfolie ausgeführt sind. Sie sind keine Grünflächen im Sinne des Bauordnungsrechts, soweit auch hier die Vegetation nicht überwiegt.
Die Anlage sog. Schottergärten ist somit regelmäßig unzulässig."

Der BUND Schleswig-Holstein hat zum Beispiel hierzu ein Faltblatt herausgegeben (Stand November 2020), das die rechtliche Grundlage, aber auch die Folgen für die Umwelt sowie die vermeintlichen Vorteile von Schottergärten benennt.

Unsere Bitte: Machen Sie mit und bieten Sie unserer heimischen Flora und Fauna eine Heimstatt!