Einigung zur K8 in Sicht
Update - Stand 27.07.2026, 12:00 Uhr
Nachdem die Stadt Flensburg Ingo-Willi Knop eine Frist für seine Entscheidung gesetzt hatte, teilte der Rechtsanwalt am Montagvormittag mit, dass Knop eines der von der Stadt vorgelegten Angebote annehmen wird. Damit konnte nach langjährigen Verhandlungen eine Einigung in dem Verfahren erzielt werden. Die Stadtverwaltung wird nun die weiteren Schritte zur Umsetzung der Vereinbarung vorbereiten. Der seit vielen Jahren bestehende Konflikt um die Hochfelder Landstraße (K8) steht damit unmittelbar vor einer Einigung.
Die K8/Hochfelder Landstraße beschäftigt die Stadt Flensburg bereits seit langer Zeit. Insgesamt vier Oberbürgermeister haben sich mit den rechtlichen, planerischen und eigentumsrechtlichen Fragestellungen rund um die Hochfelder Landstraße (K8) befasst. Die Hochfelder Landstraße wurde seit 2010 als wichtige Verkehrsverbindung geplant und schrittweise umgesetzt, um den Flensburger Osten besser an die Innenstadt anzubinden und die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. Ziel der Stadtverwaltung ist es, eine tragfähige und gemeinsame Lösung für alle Beteiligten zu erreichen.
Im Mittelpunkt des langjährigen Verfahrens stehen Grundstücksflächen von Ingo-Willi Knop, über die ein Abschnitt der K8 verläuft. Bereits während der Planung und auch nach der Freigabe des Straßenabschnitts im Jahr 2019 kam es zu langjährigen Verhandlungen über die Nutzung der betroffenen Flächen. Bisher jedoch ohne Erfolg.
Entscheidung des OVG 2022
Für den Bau der Straße wurden die erforderlichen Grundstücksrechte deshalb im Rahmen eines Enteignungsverfahrens gesichert. Im Mai 2022 erklärte das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein jedoch den zugrunde liegenden Bebauungsplan für unwirksam. Damit entfiel auch die rechtliche Grundlage für die ursprüngliche Enteignung, sodass die Stadtverwaltung ein neues Bauleitplanverfahren durchführen und die Grundstücksrechte damit rechtlich sichern musste.
Parallel zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplans setzt die Stadtverwaltung weiterhin auf eine außergerichtliche Einigung. Seit Februar 2025 wurden die Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und dem Landwirt Knop erneut intensiv fortgeführt.
Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer hat Ingo-Willi Knop im Rahmen der Verhandlungen drei konkrete Lösungsoptionen unterbreitet. Diese umfassen verschiedene Möglichkeiten - vom Flächentausch bis zu Kaufangeboten beziehungsweise einer finanziellen Entschädigung. Je nach gewählter Option hätte Knop eine Entschädigung von bis zu 9 Millionen Euro erhalten können. Die Angebote resultierten aus den Forderungen Knops, der nach Vorlage der jeweiligen Angebote jedoch immer mehr Forderungen stellte. Für eine Entscheidung hat Oberbürgermeister Geyer nunmehr eine Frist bis Montag gesetzt, die letztendlich angenommen wurde.