Zeit für neue Männlichkeiten 2026
Jedes Jahr im Herbst lädt das Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg zur Reihe „Boys will be Boys? Zeit für neue Männlichkeiten“ ein: Männlichkeit im Wandel, Räume für Austausch, Reflexion und neue Perspektiven.
Themenfokus 2026: FÜRSORGE
27.10.2026: Lesung "Von gewaltvollen zu fürsorglichen männlichen Praktiken - Caring Masculinities in der pädagogischen Praxis"
mit Dr. Daniel Holtermann.
17-19 Uhr, Duborg Skolen, Festsaal, Ritterstraße 27, 24939 Flensburg.
Kostenfrei, ohne Anmeldung.
7.11.2026: Fotoworkshop
mit Charlotte Schmitz.
10-15 Uhr, Heleneallee-Atelier, 24937 Flensburg.
Kostenfrei, mit Anmeldung unter pook.lea@flensburg.de.
28.11.2026: Workshop "Zuhören & gehört werden"
mit Birthe Brinkhus & Manon Matthes.
10-18 Uhr, blau:pause, Friesische Straße 9, 24937 Flensburg.
Kostenfrei, mit Anmeldung unter pook.lea@flensburg.de.
Beschreibung von Birthe & Manon:
Wie oft hören wir wirklich zu – und wie oft warten wir eigentlich nur darauf, selbst etwas sagen zu können? Was braucht es, damit ich mich gehört fühle? Und was braucht es, damit ich wirklich zuhören kann?
In diesem Workshop geht es um die Erfahrung, zu sprechen, zuzuhören und gehört zu werden. Wir laden euch zu einem gemeinsamen Experiment ein: Einen Tag lang erforschen wir, was passiert, wenn wir einander wirklich zuhören – und uns darauf einlassen, gehört zu werden.
Eher weiblich sozialisierte Personen erkunden, was sie brauchen, um sich gehört zu fühlen – und was es braucht, mutig etwas von sich zu teilen. Dabei kann die Erfahrung entstehen: Ich kann etwas sagen – und werde wirklich gehört.
Eher männlich sozialisierte Personen erkunden, was Zuhören für sie bedeutet, was dabei in ihnen passiert und wie es sich anfühlt, einem anderen Menschen Raum zu geben und sich ganz auf das Gesagte einzulassen.
Für einen Teil des Workshops arbeiten wir in zwei Gruppen. Dabei geht es nicht um starre Zuordnungen nach Geschlechtsidentität, sondern um unterschiedliche Erfahrungen mit geschlechtlicher Sozialisation, gesellschaftlichen Erwartungen und damit, wie viel Raum wir bekommen oder einnehmen. Menschen machen unterschiedliche, widersprüchliche und sich verändernde Erfahrungen mit Geschlecht und Sozialisation – deshalb laden wir euch ein, euch der Perspektive zuzuordnen, die für eure eigenen Erfahrungen stimmiger ist.
Es geht ums Präsentsein, Aufmerksamsein, Fühlen, Beobachten, Wahrnehmen, Innehalten und Aushalten. Darum, nicht sofort zu reagieren.
Ohne richtig oder falsch. Dafür mit Neugier, Mut und Präsenz.
Konkret:
Zwei Gruppen à 8 Personen
Einzelne und gemeinsame wohlwollende Erfahrungsräume
Zwei erfahrene Experiment-Durchführende
Ein Ziel: Eine Pause entstehen lassen – zwischen dem Gesagten und dem eigenen Impuls zu reagieren.