Langzeitprojekte begleiten & fortführen
Wir setzen zudem zahlreiche fortlaufende Projekte um, welche einen langfristigen Wandel zu der Gleichstellung von Männern und Frauen sowie zu Geschlechtergerechtigkeit in Flensburg vorantreiben. Beispiele sind:
- Der von der Petuh-Tante Hilke Rudolph geführte Stadtrundgang „Starke Frauen im Norden – grenzenlos“ erinnert seit 2020 mehrmals jährlich an bekannte Flensburgerinnen, die sich mit ihrem Wirken über gesellschaftliche, moralische und sprachliche Grenzen hinweggesetzt haben. So erhalten Flensburger*innen und Tourist*innen gleichermaßen einen Einblick in ganz spezielle Lebensentwürfe, mit denen eindrucksvolle Meilensteine für die Gleichberechtigung von Frauen in Flensburg geschaffen wurden. Sie sind interessiert? Melden Sie sich bei uns und sichern sich einen Platz!
- Aktionsplan geschlechtergerechte Stadt: Am 07.02.2019 ist Flensburg als erste Kommune Schleswig-Holsteins der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beigetreten. 2021 stellte das Gleichstellungsbüro darauf aufbauend den ersten »Aktionsplan geschlechtergerechte Stadt« fertig. Darin sind sieben konkrete Ziele in vier Bereichen enthalten. Diesen sind etliche Maßnahmen zugeordnet, welche in einem Zeitraum von 2 Jahren umgesetzt werden sollen. Die Umsetzung ist gegenwärtig pausiert, wird jedoch schnellstmöglich wieder aufgegriffen, sobald personelle und finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.
- Kommunale Umsetzung der Istanbul-Konvention: Im Februar 2024 wurden erste Maßnahmen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Flensburg politisch beschlossen. Der Beschluss beinhaltet u.a. die Einrichtung einer Istanbul-Konvention Koordinierungsstelle mit einem Sachkostenbudget von 25.000 € / Jahr sowie eine kommunale Förderung von ProFamilia für die psychosoziale Beratung von queeren Menschen, die Gewalt oder Queerfeindlichkeit erlebt haben. Alle Maßnahmen gelten für zunächst drei Jahre. Die Etablierung der Koordinierungsstelle erfolgt voraussichtlich im Herbst 2024. Dieser Beschluss basiert auf einem 1,5-jährigen Prozesses, während dem das Gleichstellungsbüro eine Facharbeitsgruppe leitete, um bestehende Maßnahmen sowie Angebotslücken zu identifizieren.
- „Sich sicher fühlen – sich frei bewegen“: Mit dieser Aktion werden Flensburger*innen ermutigt, der Stadtverwaltung Hinweise zu geben, in welchen Bereichen der Stadt sie sich unsicher fühlen. Das Gleichstellungsbüro verteilte hierzu 5.000 Postkarten im gesamten Stadtgebiet und richtete die E-mail-Adresse sicherfuehlen@flensburg.de ein. Haben Sie dahingehend Erfahrungen gemacht? Sie sind weiterhin eingeladen, uns mitzuteilen, wo in der Stadt Sie sich besonders sicher oder unsicher fühlen.
- Diskriminierungsfreie Werbung: Werbung nimmt eine prägende Rolle in unserer Gesellschaft ein und beeinflusst unterschwellig unsere Werte und Denkmuster. Werbetreibende in Flensburg werden daher aufgefordert, ausschließlich verantwortungsvolle Werbung in der Öffentlichkeit zu zeigen. Einwohner*innen der Stadt sind eingeladen, sich an das Gleichstellungsbüro zu wenden, wenn sie diskriminierender Werbung in ihrem Alltag begegnen. Unser Flyervermittelt Ihnen dazu weitere Hinweise und die konkrete Vorgehensweise. Fällt Ihnen etwas auf? Beteiligen Sie sich gerne und schreiben uns!