Velorouten-Markierung | Teststrecke Teilabschnitt Veloroute 3
Stand: 24.06.2024
Bei der Stadt Flensburg sind mehrere Stellen für ein freiwilliges ökologische Jahr (FÖJ) angesiedelt. Lorenz Seibt macht sein FÖJ in der Verkehrsplanung und beim ADFC Flensburg. Er hat sich während seines Jahres mit dem Veloroutenkonzept von Flensburg, dass 2018 beschlossen wurde, auseinandergesetzt und stellt dies im folgenden dar.
"Im Rahmen meines freiwilligen ökologischen Jahres habe ich daran gearbeitet, selbstständig ein Markierungskonzept am Beispiel der Stadt Flensburg zu erarbeiten, wie es sie in vielen anderen deutschen Städten, wie in Hamburg und Hannover, gibt.
Ziel meines Projektes ist es, die Radwegeverbindungen mittels einer funktionalen Gestaltung sichtbar zu machen und für die Zukunft relevante Markierungen zu testen. Hintergrund soll eine leicht verständliche Wegeführung sein, für die es keine baulichen Anpassungen bedarf. Die Markierungen tragen dazu bei, die Veloroute im aktuellen Zustand selbst besser wahrzunehmen und die Vorteile einer schnellen Radverbindungen, aber auch bisherige Schwächen (die es zukünftig zu verbessern gilt), zu ermitteln.
Mit der Inspiration von anderen Städten und deren Vorgehen, habe ich zwei eigenst entworfene Designkonzepte im Arbeitskreis Masterplan Mobilität (27.03.2024) vorstellen dürfen, die dann in Kleingruppen überarbeitet wurden. Dabei standen die Bedürfnisse für eine Veloroutenmarkierung im Vordergrund. So wurde zum Beispiel hervorgehoben, dass das Radsymbol von besonderer Bedeutung wäre und sich im Design wiederfinden sollte. Ein weiterer Aspekt war der Schriftzug des jeweiligen Ortes, wo die Route hinführt, der das Wort Veloroute ersetzen soll. Letztendlich hat ein Design am meisten überzeugt, mit dem ich weiterarbeiten konnte.
Zu diesem Zwecke wird ein Teil der geplanten Veloroute 3 (Handewitt - Flensburg - Husby), testweise mit Markierungen versehen. Dies soll ab dem 24.06.2024 zwischen Marienallee und Flugplatzweg erfolgen. Zum Abschluss meines Jahres freue ich mich sehr darüber, die Markierungen zu testen. Dabei spielen dann auch Faktoren eine Rolle, wie lange die Sprühfarbe auf unterschiedlichen Untergründen hält und ob sie ihren Zweck erfüllt, Radfahrer*innen entlang der geplanten Veloroute zu leiten.
Da es sich bei den Markierungen um temporäre Sprühkreide handelt, kann die Farbe recht schnell wieder verschwinden. Innerhalb der ersten zwei Wochen wird es zudem die Möglichkeit geben, Feedback abzugeben, indem man vor Ort angebrachte QR-Codes einscannt. Die Evaluation innerhalb dieses Pilotvorhabens wird dabei helfen, die Anwendbarkeit zu verbessern.
Inwiefern die angebrachten Markierungen zukünftig sinnvoll sind und ob sie in das Markierungs- und Beschilderungskonzept der Stadt Flensburg passen werden, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Einen Mehrwert haben die Markierungen auf jeden Fall. Die Markierungen sind hier aber nur ein Test, der sich auf mein freiwilliges ökologisches Jahr beschränkt, welches Ende Juli endet und sich nicht unbedingt so im Stadtbild wiederfinden muss. Schließlich sind die Velorouten hier noch in der Entstehungsphase."
Lorenz Seibt (FÖJler)
Bei einem freiwilligen ökologischen Jahr handelt es sich um einen Freiwilligendienst, ähnlich einem freiwilligen sozialem Jahr (FSJ), bei dem junge Menschen die Gelegenheit bekommen, sich für ein Jahr einer gemeinnützigen Arbeit zu widmen und dabei erste Erfahrungen am Arbeitsmarkt zu sammeln. Dabei können sie unterstützend tätig sein, aber auch in Form von Projektarbeiten, ihre Ideen umsetzen. Die beiden Einsatzstellen bei der Stadt Flensburg haben die Schwerpunkte Radverkehrsplanung und Klimaschutzmanagement.