Scherrebektal
Die Besonderheit des Scherrebektales stellt die muldenförmige Ausprägung dar. Die jahrhundertlange Nutzung dieses Talraumes durch die Landwirtschaft und insbesondere durch die Weidehaltung von Rindvieh hat den ursprünglichen Charakter dieses Talraumes überwiegend erhalten. Der Talraum ist naturräumlich bereits dem östlichen Hügellang zuzuordnen, wobei der Übergang zur Geest nicht weit westlich im Bereich Weiche nachzuvollziehen ist.
Mit der weiteren Entwicklung des Ortsteiles Weiche durch Gewerbe- und Wohnbauflächen wurde für die landwirtschaftlichen Flächen in diesem Talraum eine Zuordnung zur Regelung der natur-schutzrechtlichen Eingriffs-Ausgleichs-Thematik vorgenommen.
Aus diesen Beweggründen heraus hat 2001 die Stadt Flensburg rd. 38,00 ha landwirt-schaftliche Flächen von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein erworben. Damit wurde die Stadt Flensburg überwiegender Eigentümer des gesamten Talraumes. Somit ergab sich die Möglichkeit, durch weitere Zuordnungen von Ausgleichsmaßnahmen eine Förderung von Naturschutz, Landschaftspflege und Landschaftsbild vorzunehmen.
In den Jahren 2007 und 2008 fanden in diesem Rahmen biotopgestaltende Maßnahmen statt, um aus ehemals intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen eine reichhaltigere Struktur und eine erhöhte Vielfalt an Flora und Fauna hervorzurufen in Begleitung mit einer extensiven Weidenutzung. Die vorhandenen Knicks sollen erhalten bleiben, sodass sich hier im Gegensatz zum Stiftungsland Schäferhaus keine halboffene Weidelandschaft sondern eine Weidelandschaft mit der Parzellenstruktur der Verkoppelung aus 1770 ergibt. Ein ehemals vorhandener landwirtschaftlicher Feldweg nimmt heute die Erschließung für die Naherholung wahr.