Städtepartnerschaft: Gäste aus Słupsk schwärmen für Flensburg

Autor/in: Antje Walther

Die farbenfrohen Kreationen auf den Mitbringseln erinnern an manche Streetart in Flensburg. Und tatsächlich ist Straßenkunst bei weitem nicht die einzige Gemeinsamkeit, die Flensburg und die polnische Partnerstadt Słupsk verbindet. Auch die Nähe zum Wasser und Festivals, auf die die Stadt stolz sein kann, zeichnen die 86.000 Einwohner zählende Hochschulstadt aus.

Geburtsort der "polnischen Pizza"

Mateusz Marecki stellte den Gastgebern im Flensburger Rathaus, darunter Oberbürgermeister Fabian Geyer und Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäck, seine Heimatstadt in Fakten und Bildern vor. Außerdem sei Słupsk die Geburtsstadt der ersten „polnischen Pizza“ und von Heinrich von Stephan, dem Erfinder der Postkarte, wusste Marecki zu berichten.

Der Berater der Bürgermeisterin von Słupsk bei der Beförderung und kultureller Bildung ist Mitglied der vierköpfigen Delegation, die mit ihrem Gegenbesuch weiterführt, was ein kleines Team aus der Stadtverwaltung in Flensburg im vorigen Jahr wieder aufgenommen hat: die Wiederbelebung der Städtepartnerschaft. Diese besiegelten Flensburg und Słupsk im Juni 1988.

Zusammenarbeit in Bildung und Kultur

„Lassen Sie uns ein neues Kapitel schreiben“, hieß es ermunternd von den polnischen Gästen, die von der Schönheit Flensburgs schwärmten. Ihr Interesse gilt insbesondere der Kooperation auf den Gebieten Bildung und Kultur. Das spiegelte sich auch im Besuchsprogramm unter Federführung von Bela Bergemann, der im Rathaus unter anderem für die deutsch-dänische Zusammenarbeit und die Städtepartnerschaften verantwortlich ist.

Mateusz Marecki, außerdem Gymnasialdirektor Dr. Wojciech Gajewski, Maciej Swornowski, stellvertretender Kulturzentrumsdirektor, und Maciej Banachowski, der Manager und Leiter der Słupska Sinfonietta, zeigten sich beeindruckt von der Infrastruktur der Fridtjof-Nansen-Schule. Auch Austausche mit Jugendorchestern und dem Sydslesvigsk Forening (SSF), der kulturellen Hauptorganisation der dänischen Minderheit, standen auf der Agenda.

Rundgang der Gäste durchs Rathaus und Ehrenamtsmesse

Nach der Eintragung ins Gästebuch der Stadt Flensburg, um die „Partnerschaft und Freundschaft“ zu dokumentieren, so OB Geyer, folgte die polnische Delegation in den Ratssaal. Hier sprachen Verwaltungschef und Stadtpräsidentin anlässlich der Langen Nacht der Demokratie über die Lage der Kommunen, Beteiligung und Städtepartnerschaften. Nach der Eröffnung sahen sich die Gäste auf der Ehrenamtsmesse um und machten sich ein Bild an den Ständen der Ratsfraktionen und Hilfsorganisationen. Fabian Geyer hofft, im nächsten Jahr nach Słupsk zu reisen.