Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. beginnt im November
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. setzt seine Spenden europaweit, ja sogar darüber hinaus ein: für Ausstellungen, Jugendbegegnungen, Gedenkveranstaltungen, Erinnerungskultur und Bildungsarbeit. 1919 gegründet, pflegt und erhält der Volksbund Friedhöfe und 830 bestehende Kriegsgräberstätten in 46 Ländern. In Schleswig-Holstein sind rund 33.000 Kriegstote aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auf rund 275 Kriegsgräberstätten beigesetzt. Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um Gräberfelder oder Einzelgräber auf kommunalen oder kirchlichen Friedhöfen. Der Verein bewahrt damit die Erinnerung an die Menschen, die durch Krieg und Gewaltherrschaft ihr Leben verloren haben.
Freiwillige sammeln einen Monat lang Spenden
In diesem Jahr sind in den Wochen rund um den Volkstrauertag wieder Freiwillige mit und ohne Uniform in den Städten unterwegs, um Spenden für die Arbeit des Volksbunds zu sammeln. So beginnt die Haus- und Straßensammlung auch in Flensburg am 1. November und endet am 1. Dezember. Selbstverständlich kann man auch online spenden.
„Brüchiger Frieden“
In ihrem gemeinsamen Aufruf werben die schleswig-holsteinische Landtagspräsidentin und Schirmherrin des Volksbundes, Kristina Herbst, die Innenministerin des Landes, Magdalena Finke, und der Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein, Oberst Michael Skamel, um Unterstützung bei der Gesellschaft. Mit Verweis auf den „brutalen Angriffskrieg“ mitten in Europa betonen sie, wie „brüchig der Frieden ist“ und rufen dazu auf, im Einsatz für Frieden nicht nachzulassen.
Generalinspekteur der Bundeswehr schließt sich Aufruf an
Auch General Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr, geht in seinem Appell auf den Krieg in der Ukraine ein, der länger anhalte, als der Erste Weltkrieg dauerte. Für Angehörige der Bundeswehr sei das Gedenken der Opfer von Krieg, Hass und Gewalt nicht theoretisch, sondern „Verpflichtung, dass wir alles dafür tun, um Frieden zu bewahren und Versöhnung zu fördern“.
Genau dafür setze sich der Volksbund ein, der mit der Suche und Bergung von Kriegstoten, der Pflege der Gräber und der Begleitung von Angehörigen „im Auftrag der Bundesregierung einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft“ leiste, so Breuer. „Vor allem mit seiner Bildungs- und Jugendarbeit fördert er gezielt das Bewusstsein für Frieden, Demokratie und Völkerverständigung.“ Seit jeher unterstütze die Bundeswehr Jahr für Jahr den Volksbund: Ob als Soldatin oder Soldat, Reservistin oder Reservist, zivile Mitarbeiterin oder Mitarbeiter – unzählige Angehörige der Bundeswehr sind bei der Sammlung mit Spendendosen unterwegs.
Erinnerung für spätere Generationen wachhalten
Mit ihrer Spende tragen Bürgerinnen und Bürger dazu bei, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und die Arbeit des Volksbundes für spätere Generationen zu sichern. Denn Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.
Weitere Informationen zur Arbeit des Volksbundes gibt es unter www.volksbund.de.