Vorphase

15. Juli 2021: 28 Modellprojekte Smart Cities für die dritte Staffel ausgewählt

Aktuelle Neuigkeit! Flensburgs Antrag als Smart City ist als eine Bewerbung von 28 aus 94 Modellprojekten ausgewählt worden.

Das BMI fördert seit 2019 Modellprojekte unter dem Titel Smart City.

Neben Groß- und Mittelstädten waren explizit Verbundprojekte aus den ländlichen Räumen aufgerufen, sich als Smart Region zu bewerben. Ziel des Förderprogrammes des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat ist es, lebenswerte und handlungsfähige Modellkommunen zu unterstützen, die eine integrierte Entwicklung im Kontext von Gemeinwohl und Nachhaltigkeit anstreben und diese im Einklang mit den "Smart City Charta" Leitlinien umsetzen.

Die Stadt Flensburg hat einen Antrag für das Förderprogramm "Smart Cities made in Germany" eingereicht. Es ist ein gemeinsamer Verbundantrag mit dem Kreis Schleswig-Flensburg und dem Kreis Nordfriesland.

Ausgangspunkt für die Bewerbung ist der derzeit laufende Strategieprozess zur Erarbeitung einer digitalen Agenda für die Stadt Flensburg, den die Stadt aktuell durchführt (Digitale Modellkommune Flensburg). Dieser Prozess wird im Rahmen des Landesprogramms „Digitale Modellkommune SH“ mit 100.000 EUR von November 2020 bis zum Abschluss Mitte 2022 gefördert.

Die Beantragung von Smart City-Förderung beim BMI wird von der Stabsstelle eGovernment als konsequenter nächster Schritt als ein Ziel des vorgenannten Strategieprozesses angesehen. Das Programm Smart City ist hinsichtlich der zu generierenden Förderung zurzeit das attraktivste Bundesförderprogramm für Digitalisierungsprozesse in Kommunen. Durch einen erfolgreichen Smart City-Antrag könnten die im aktuellen Strategieprozess entstehenden Ansätze zur (digital gestützten) Stärkung der Stadt in die Umsetzung gebracht werden. Die Stadt kann damit einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, sich für Gegenwart und Zukunft technologisch nachhaltig aufstellen.

Die künftige Smarte Grenzregion ist geprägt durch Randlage, Strukturschwäche, Lage zwischen den Meeren, Grenzregion mit Sprach-, Standards- u. Währungsbarrieren, Flensburg vs. ländliche Regionen, demographischer Wandel - mit Auswirkungen auf Stadt-/Regional-/Quartiersentwicklung, u.a. in den Themenfeldern Mobilität (ÖPNV vs. MIV, Pendelverkehre), Nah- und Gesundheitsversorgung (eingeschränkt) und Wohnen (mangelnde Attraktivität in ländl. Regionen). Für diese Themen erwarten wir (erstmals in einem Ost-West-Planungsraum statt Hamburg/Westküste) Lösungen durch die Smart City-/Region-Strategie.

Eine Smarte Grenzregion wird in diesem Programm als Raum verstanden, der sich – auch und gerade durch die intelligente Nutzung von Technologie – ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig entwickelt. Diese Region schließt die dänischen Partner nördlich der Grenze ausdrücklich mit ein.

Das verbindende thematische „Dach“ für den Förderantrag wird durch den gemeinsamen Kulturraum in der Grenzregion und das allumfassende Thema Daseinsvorsorge sowie das ergänzende Zusammenspiel von Stadt und Land in der Region aufgespannt. Unter diesem Dach wollen wir insbesondere folgende Themen in den Blick nehmen:

  • Grüne Energie und vernetzte Mobilität
  • Gesundheit in allen Lebenslagen
  • Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung der Zukunft

Das Programm wird ganz ausdrücklich kein Vorhaben „nur“ aus den drei öffentlichen Verwaltungen, sondern wird in seiner ambitionierten Form nur mit starken Partnern gelingen. Sowohl in der Strategiephase, wie auch in der sich anschließenden Umsetzungsphase werden deshalb Akteure aus allen Lebens- und Tätigkeitsbereichen der Stadt Flensburg mit einbezogen werden.