Implementierung & Förderung geschlechtergerechter Sprache

Die Sprachen der Welt befinden sich in ständigem Wandel und können immer wieder neu auch als Symbol der jeweiligen Realität dienen, in der wir leben. Sprache kann Ausdruck gesellschaftlicher (Macht-) Verhältnisse sein und ein Spiegel unseres Zusammenlebens. Deshalb ist ein reflektiver Umgang mit der Sprache sehr bedeutend.

Immer mehr sich als weiblich identifizierende Personen nehmen Rollen und Berufe ein, die über Jahrhunderte ausschließlich für Männer vorgesehen waren. Neben der „Prinzessin“, „Magd“ und „Hebamme“ gibt es nun auch Ärztinnen, Professorinnen und Kanzlerin(nen).

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 10. Oktober 2017 wurde zudem die Änderung des Personenstandsrechtes beschlossen: Seit dem 1. Januar 2018 wird mit der 3. Geschlechtsoption offiziell anerkannt, dass es Menschen gibt, die sich nicht in die binären Kategorien „Mann“ und „Frau“ einordnen lassen. Dies unterstreicht die Bedeutung von guten und diskriminierungsfreien Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft.

Eine moderne Verwaltung, die demokratische Grundsätze beachtet, ist durch den gesetzlichen Handlungsauftrag nun aufgefordert, den gesellschaftlichen Realitäten auch sprachlich Ausdruck zu verschaffen.

Die Stadt Flensburg hat sich daher entschieden, sowohl in der internen als auch der externen Kommunikation das Gender-Sternchen (*) oder genderneutrale Bezeichnungen zu verwenden.

Wenn Sie sich näher mit diesem Thema beschäftigen wollen, werfen Sie gern einen Blick in unseren Leitfaden für gendergerechte Sprache!