Nachhaltige Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
Wie können Städte und Gemeinden auf zukünftige Herausforderungen reagieren und wie kann es gelingen, dass möglichst alle davon profitieren?
Diese Frage stellte sich die Stadt Flensburg im Jahr 2021 und beschloss einen Prozess zu starten, der eine Antwort auf diese Frage finden sollte. Der Prozess wurde „Stadtentwicklungsstrategie 2030+“ genannt in Anlehnung an die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs), die nun auf kommunaler Ebene umgesetzt werden sollen. Der Strategieprozess kommt zur rechten Zeit, denn Antworten für die Stadtentwicklung der Zukunft zu finden wird immer dringlicher: Während die Aufgaben, die Städte heute bewältigen müssen umfangreicher und komplexer werden, sind die Möglichkeiten mit denen Kommunen ausgestattet sind, nicht im gleichen Maße „mitgewachsen“. Komplexer gestaltet sich heute auch der Begriff der Daseinsvorsorge, auch in Flensburg. Neben der Versorgung mit verlässlichen, öffentlichen Dienstleistungen, die als Kernauftrag der Daseinsvorsorge gelten, rücken Themen wie die Versorgung mit Wohnraum, Digitalisierung, die Anpassung an den Klimawandel, Soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität in Zeiten einer sich verändernden Umwelt ebenfalls weiter in den Mittelpunkt– Ziel ist eine „gerechte, grüne und produktive Stadt“ der Zukunft. Besondere Herausforderung dabei: bei der Bewältigung dieser schwierigen Herausforderungen sollen Ungleichheiten abgebaut werden und die Verbesserung der Lebensqualität für Alle im Mittelpunkt stehen. Diese Aufgaben zwingen Städte heute vorauszudenken und nachhaltig zu handeln, was auch bedeuten kann neue Wege zu gehen und dabei möglichst alle „mitzunehmen“. Die gemeinschaftlich erarbeitete Stadtentwicklungsstrategie mit einem mutigen, ambitionierten und zukunftsgerichtetem Zielsystem wurde am 02. Mai 2024 durch die Flensburger Ratsversammlung beschlossenen.