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Kommunale Wohnungspolitik - was kann und muss Flensburg tun? - 28.11.

Einladung zum wohnungspolitischem Hearing zur Entwicklung von Strategien zur Lösung von Ungleichgewichten auf dem Flensburger Wohnungsmarkt

Die Stadt Flensburg lädt alle Interessierten zu einem wohnungspolitischen Hearing mit Workshop am Mittwoch, 28. November von 10-17 Uhr in den Europaraum des Rathauses ein.

 

Trotz beeindruckender Aktivitäten und Fertigstellung erheblicher zusätzlicher Wohnungen spitzt sich die Lage am Wohnungsmarkt zu. Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen haben auf dem Flensburger Wohnungsmarkt erhebliche Schwierigkeiten, angemessenen, qualitativ befriedigenden Wohnraum zu erschwinglichen Mieten zu finden.

 

Welche Möglichkeiten hat die Kommunalpolitik, hier steuernd einzugreifen? Welche Instrumente gibt es und welche möglichen „Nebenwirkungen“ müssen berücksichtigt werden? Was bedeuten beispielsweise die oft gestellten Forderungen nach Quoten für sozialen Wohnungsbau, einem Mietpreisspiegel, einer Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, wenn man das Thema Wohnungspolitik von allen Seiten beleuchtet?

 

Um die ganzheitliche Betrachtungsweise zu gewährleisten, wurden Expertinnen und Experten eingeladen, die in die Veranstaltung einführen.   

 

Gerhard Petermann und Olaf Kühl von der  Investitionsbank Schleswig-Holstein gehen in einem Vortrag der Frage nach, ob die Festlegung einer Quote zum Bau öffentlich geförderter Wohnungen ein Erfolgsgarant ist bzw. wo die Grenzen der Wirtschaftlichkeit für private Investoren liegen.

Anschließen wird Carolin Wandzik, Geschäftsführerin vom  GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung,  die darüber ausführen wird, ob ein Mietenspiegel mittel- und langfristig tatsächlich zu einer Mietpreisdämpfung führt.

Welche besonderen Möglichkeiten ein kommunales Wohnungsbauunternehmen hat, soziale Härten von Gruppen, die besonders unter dem Wohnraummangel und dem damit verbundenen Mietenanstieg leiden, abzufedern, weiß aus Erfahrung Torsten Kerling von der Trave Lübeck.

Dr. Maik Krüger aus dem Innenministerium teilt sein Wissen, wenn es darum geht, ob  die Instrumente der Wohnungsbauförderung greifen und ob das das in der Diskussion befindliche Wohnungssicherungsgesetz zur Bewältigung der Probleme hilft.

Im Anschluss an die Fachvorträge sollen die relevanten Themen in Workshops vertieft werden. Ziel ist es, gemeinsam zu erarbeiten, was Flensburg hinsichtlich der Schärfung der kommunalen Wohnungspolitik tun kann und muss, die Leitlinien zur Steuerung des Wohnungsbau in Flensburg fortzuschreiben, strategische Partnerschaften aufzubauen und zu diskutieren, ob Flensburg weitergehende Hilfen vom Bund oder Land benötigt.

 

Die Stadt freut sich über rege Teilnahme, bittet aus organisatorischen Gründen jedoch um Anmeldung bei Frau Sabine Helbing unter helbing.sabine@flensburg.de