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Das Tor zum Norden



Bild: Hafen3 Unmittelbar an der deutsch-dänischen Grenze, am Ende der rund 35 km langen Flensburger Förde, liegt die Fördestadt Flensburg.

Flensburg - das steht für eine sympathische Stadt mit anheimelnder Atmosphäre; der Reiz der Mischung aus weltoffener Hafen- und Handelsstadt und traditioneller Beschaulichkeit bestimmen den Charme und das Erleben dieser Stadt, die geprägt ist durch ihre unmittelbare Beziehung zum Wasser und die Begegnung zweier Kulturen. Im unmittelbaren Einzugsgebiet der Fördestadt leben 400.000 Deutsche und Dänen, davon allein rund 89.000 in Flensburg, dem wirtschaftlichen, kulturellen und touristischen Oberzentrum der Region.

Neben der Bedeutung Flensburgs als maritimes Zentrum an der Ostsee, hat die Stadt als “Tor zum Norden” zudem eine wichtige Brückenfunktion im deutsch/skandinavischen Raum. Mehrere hundert Millionen Euro werden jährlich im Grenzhandel umgesetzt.

Bild: Segler Die Stadt bietet ihren Gästen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung - die Erholung vom hektischen Alltag beginnt “direkt vor der Haustür”. Ganz vorn steht das Segeln oder Surfen in einem der schönsten Segelreviere Europas. Badestrände und Yachthäfen am 150 Kilometer langen deutsch-dänischen Fördeufer bilden einen wunderschönen Natur- und Erlebnisraum. Zahlreiche Segelhäfen entlang des Feriengebietes Flensburger Förde, in denen 17 Segelclubs beheimatet sind, waren in den vergangenen Jahren nicht nur Ziel von vielen tausend Gastseglern, sondern auch Ausgangspunkt vieler bedeutender Regatten. Segelyachten, Ausflugsschiffe und Fähren kreuzen zwischen dem deutschen und dänischen Ufer. Der Gastseglerhafen lädt zum Törn direkt in das Herz Flensburgs ein. Über 200 km herrliche Rad- und Wanderwege umschließen die Flensburger Förde.

Nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im Handball ist Flensburg Spitze. Die SG Flensburg-Handewitt spielt seit Jahren an der Spitze der Handball-Bundesliga und bei den Internationalen Turnieren mit. Die “Hölle-Nord” ist unter Handballfans in der Bundesrepublik und im benachbarten Dänemark bekannt und bei den gegnerischen Mannschaften gefürchtet.

Bild: Nordermarkt Zahlreiche Attraktionen machen Flensburg zu einem beliebten Ausflugsziel vieler in- und ausländischer Besucher. Allein wegen der umfangreichen Altstadtsanierung, die Flensburg weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat, lohnt sich ein Spaziergang durch die lebendige Stadt mit ihrer unverwechselbaren Baukultur. Eine frische Brise, klare Wolken, saubere Luft und jahrhundertelange Schifffahrt, Hafen und Handel prägen die traditionsreiche Fördestadt. Über 400 Jahre wurde Flensburg von der dänischen Krone regiert und ist heute gleichermaßen im deutschen wie im dänischen Kulturraum verwurzelt.

Die dänische Minderheit diesseits und die deutsche Minderheit jenseits der Grenze leben heute, nach Jahrzehnten nationaler Gegensätze, mit der jeweiligen Bevölkerungsmehrheit in einem harmonischen und fruchtbaren Miteinander. Ihre gesellschaftliche Integration bei gleichzeitiger Wahrung ihrer kulturellen Identität ist Vorbild für das vereinte Europa. Deutsch und dänisch bestimmen hier die Lebensart; was lag also näher, als Flensburg auch für den Sitz des Europäischen Forschungszentrums für Minderheitenfragen (ECMI - European Centre for Minority Issues) auszuwählen. Über die Grenze hinweg arbeiten die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland sowie die Stadt Flensburg auf deutscher und Sønderjyllands Amt auf dänischer Seite in der “Region Sønderjylland-Schleswig” zusammen.

Das Miteinander und die gegenseitige Befruchtung unterschiedlicher Kulturen geben nicht nur unserer Stadt ihren besonderen Reiz, sondern eröffnen auch der Wirtschaft ein breites Aktionsspektrum.

Bild: Stadtwerke Flensburg Beleuchtet Nicht nur eine jahrhundertealte und florierende Rum- und Spirituosenindustrie, eine Werft im Aufwind und ein breites Spektrum an Dienstleistungsangeboten prägen das Gesicht der Stadt Flensburg, innovative Unternehmen im Bereich umweltorientierter Technologie gewinnen immer mehr an Gewicht. Namhafte Betriebe der Kühl- und Wärmetechnik, der Elektrotechnik, der Nachrichtentechnik, des Maschinenbaus, der feinmechanischen Industrie, der Papierverarbeitung, des Versandhandels sowie Reedereien haben sich in Flensburg niedergelassen. Insgesamt sind in Flensburg über 6.000 Gewerbebetriebe mit ca. 36.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und über 50.000 Erwerbstätigen ansässig.

Die Wirtschafts- und Regionalentwicklungsgesellschaft (WIREG) Flensburg/Schleswig unterstützt gemeinsam mit der Stadt Flensburg und ihren Nachbarn die ansässigen und ansiedlungswilligen Unternehmen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Handewitt wurde es möglich, neue Gewerbeflächen im Gebiet der Wirtschaftsentwicklungsgemeinschaft (WEG) Flensburg/Handewitt für die künftige Weiterentwicklung des Standortes auszuweisen

Bild: Holmhof Flensburg ist eine der wenigen Städte, die im 2. Weltkrieg unzerstört blieben. Entsprechend groß ist der Bestand an historischer Bausubstanz aus allen Epochen. Die historische Altstadt, geprägt von deutscher und dänischer Baukultur, legt Zeugnis ab von der über 700jährigen Geschichte Flensburgs. Nach dem Motto “Neues Leben in alten Höfen” sind historische Gassen und traditionsreiche Kaufmannshöfe mit moderner Nutzung zu einem interessanten städtischen Erlebnisraum gestaltet worden. Viele kleine Restaurants und Boutiquen, Handwerksbetriebe, Cafés und Galerien prägen das neue Leben in den alten Höfen.

Zwischen der “Roten Straße” und dem “Nordertor” befindet sich zudem eine der abwechslungsreichsten Shopping-Meilen des ganzen Nordens. Die über einen Kilometer lange Einkaufsstraße mit ihren rund 500 Ladengeschäften sowie der Holmpassage und der Flensburg-Galerie liegt inmitten der historischen Altstadt und zieht im Sommer tausende von Besuchern in die Fördestadt. Am Stadtrand laden der ”Förde Park” und der “Citti-Park” zum Einkaufsbummel ein.

Bild: Rumregatta-fest Doch nicht nur eine gemütliche Atmosphäre findet man in der historischen Handelsstadt mit ihren urigen Gasthäusern und gemütlichen Kneipen, auch das kulturelle Angebot der Fördestadt lässt sich sehen. Ob es das Schleswig-Holsteinische Landestheater und Sinfonieorchester, die Niederdeutsche Bühne oder auch das dänisch-sprachige “lille teater” ist - alle bieten anspruchsvolle Unterhaltung, im Sommer ergänzt durch das “Schleswig-Holstein Musik Festival” und die “Flensburger Hofkulturtage”. Aber die Flensburger verstehen auch zu feiern. Neben der traditionellen “Rumregatta” der historischen Berufssegler, dem “Flensburger Klassiker-Festival” mit alten Yachten, der traditionellen Apfelfahrt und dem Seglerfest “Flensburg-Nautics” - die alle weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind - lockt insbesondere das “Flensburger Dampf-Rundum”, ein Treffen alter Dampfschiffe und Dampfmaschinen, Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet und dem europäischen Ausland in die Fördestadt.

Bild: Campus Luftbild Flensburg verfügt über ein ausgezeichnetes schulisches Angebot und hat sich zu einer Hochschulstadt mit wachsender Bedeutung entwickelt. Zur Zeit sind rund 4.200 Studentinnen und Studenten an der Universität Flensburg eingeschrieben. Hinzu kommen die rund 3.000 Studierenden der Fachhochschule Flensburg. Insgesamt nutzen also ca. 7.200 Studentinnen und Studenten ein zukunftsorientiertes Bildungsspektrum in Flensburg. Sie lassen sich in an der Fachhochschule u.a. zu qualifizierten Ingenieuren, Informatikern und Betriebswirten ausbilden. Der hier ebenfalls angesiedelte Studiengang “Nautik und Schiffsbetriebstechnik” ist dabei einer der modernsten Studiengänge der Bundesrepublik Deutschland. Die Universität Flensburg bietet weitere hervorragende Studienmöglichkeiten. Erst vor einigen Jahren wurde der länderübergreifende deutsch-dänische Studiengang “Betriebliche Bildung und Management” eingerichtet.

Bild: Marineschule Muerwik Eng verbunden mit der Fördestadt sind auch das Flottenkommando in Glücksburg, die Marineschule Mürwik und die Schule für Strategische Aufklärung. Allein in der Marineschule Mürwik wurden seit Beginn des Jahrhunderts Tausende von Seeoffizieren - auch aus vielen anderen Ländern - ausgebildet.


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