Barrierefrei durch Flensburg mit Flensburg-mobil.de
Was für viele ganz selbstverständlich erscheint, stellt für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, oft ein erhebliches Hindernis dar, wenn beispielsweise Stu-fen den Zutritt in ein Restaurant oder ein Geschäft ver-wehren. Gerade für Menschen mit Behinderung können diese vermeintlich kleinen Hürden darüber entscheiden, ob sie Zugang zu einem öffentlichen Gebäude oder einer für Menschen ohne Handicap leicht zu erreichenden Dienstleistung haben.
Flensburg-mobil zeigt ab sofort sehr anschaulich und natürlich barrierefrei, ob ein Gebäude für alle Menschen erreichbar ist. Auf Initiative des städtischen Beauftragten für Menschen mit Behinderung ist von der BeQua mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Flensburg und der Stadt Flensburg ein wirklich umfassender Service entstanden, der mit einfachen Piktogrammen die Zu-gangssituationen darstellt und gezielt über barrierefrei zugängliche Angebote informiert. Die oder der Betroffene kann aufgrund der Beschreibung der Objekte selbst einschätzen, beur-teilen und somit entscheiden, ob dieses Objekt ohne Hilfe erreichbar ist, oder ob eine Begleit-/ Hilfsperson benötigt wird. Flensburg-mobil soll Menschen mit den unterschied-lichsten Behinderungen einen barrierefreien Zugang zu einem vielfältigen Informationsan-gebot ermöglichen, um ihre Lebensqualität zu verbessern.
Neue Haut für den Südermarkt
Barrierefreier Markt: Das Kopfsteinpflaster wird neu verfugt. (meu)
Kopfsteinpflaster wird neu verfugt, die Stolperfallen
Flensburg
Gute Nachricht für Gehbehinderte und Trägerinnen hochhackiger Schuhe: Der Südermarkt bekommt eine neue, glatte Oberfläche. Die tiefen Fugen im Kopfsteinpflaster – böse Falle für schmale Rollstuhlreifen und filigrane Absätze – werden mit Teer und Rollsplitt aufgefüllt.
„Die fünf Jahre alte Oberfläche aus Kunstoffgranulat hat sich als nicht geeignet für einen so stark belasteten Platz erwiesen“, erklärt Rathaus-Sprecher Thomas Hansen. Vor allem das Rangieren mit den schweren Fahrzeugen der Wochenmarkt-Beschicker habe die Fugenmasse über die Jahre gelöst, die Rillen im Pflaster immer weiter vertieft. Wiederholt hatten sich Gehbehinderte über die Stolperfallen beschwert. 60.000 Euro kosten die Arbeiten, die bis Ende kommender Woche abgeschlossen sein sollen.
Quelle: Flensburger Tageblatt Ausg. v. 25.07.2009
Barrierefreier Zob
Zwölf Zentimeter können eine unüberwindliche Hürde sein: So hoch war der Bordstein, der den Übergang vom Fußgängerüberweg vor dem Europa-Haus zum Bahnsteig A am Zob bislang markierte. Zu hoch für Rollstuhlfahrer: Vor zwei Wochen waren bei der Betreibergesellschaft Zob GmbH Beschwerden von gehbehinderten Flensburgern eingegangen, die ohne fremde Hilfe nicht zu ihrem Bus gelangen konnten.
Seit gestern ist das Problem behoben: Unter Regie des Technischen Betriebszentrums, das für die bauliche Unterhaltung des Busbahnhofs zuständig ist, senkten Bruno Neumann und Hans-Joachim Kühn den Bürgersteig an beiden Enden des Steigs auf Rollstuhl-kompatible 1,5 Zentimeter ab. „Eine kleine Kante muss laut Vorschrift bleiben, damit sich Blinde daran orientieren können“, sagt Zob-Hausmeister Horst Schnase.
Quelle: Flensburger Tageblatt Ausg. v. 28.05.2009
Beauftragter für Menschen mit Behinderung
Der Beauftragte vertritt die Interessen der Menschen mit Behinderungen gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung.
Zu seiner Unterstützung beruft er einen beratenden Arbeitskreis, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden, Institutionen und Zusammenschlüssen von und für Menschen mit Behinderung zusammensetzt.
Der Beauftragte
- fördert aktiv die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit ihren unterschiedlichen Behinderungen am gesellschaftlichen Leben und nimmt eine Koordinierungsfunktion ein
- wirkt auf die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderungen hin
- berät Ratsversammlung und Verwaltung in Angelegenheiten von Menschen mit Behinderungen und entwickelt Lösungskonzepte bei Problemen
- ist Ansprechpartner (Wegweiserberatung, Informationsvermittlung) für Menschen mit und ohne Behinderungen und Verbänden und Institutionen in Angelegenheiten, die die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen betreffen
- wirkt aktiv darauf hin, dass geschlechtsspezifische Benachteiligungen von behinderten Frauen verhindert werden
An kommunalen Planungen und Vorhaben, die die Belange von Menschen mit Behinderung betreffen, ist der Beauftragte frühzeitig und umfassend zu beteiligen.
Der Beauftragte nimmt seine Aufgaben weisungsungebunden wahr.
Der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Gerhard Schmitz (erste Reihe, links) seine Stellvertreterin, Astrid Müller (mittlere reihe, Mitte) sowie die Mitglieder des beratenden Arbeitskreises Norbert Wecker, Marita Erichsen, Volker Christiansen, Stefan Grube, Peter Heinrich, Rüdiger Mau sowie Michael Sturm (v.l.n.r.).
Anschrift & Kontakt
Beauftragter:
Gerhard Schmitz
(0171) 6 03 32 42
behindertenbeauftragter@flensburg.de
Stv. Beauftragte
Astrid Müller
behindertenbeauftragte@flensburg.de
Schriftliche Anfragen richten Sie bitte an:
Stadt Flensburg
Beauftragter für Menschen mit Behinderung
über Abteilung Soziale Sicherung
24931 Flensburg
Sprechzeiten
Die telefonische Sprechstunde des Beauftragten Gerhard Schmitz und seiner Vertreterin Astrid Müller findet jeweils donnerstags von 14.00 - 15.00 Uhr und an jedem 4. Montag im Monat - außer an Feiertagen - von 16 bis 17 Uhr unter Tel. (04 61) 85 10 85 statt. Dann können auch gesonderte Termine vereinbart werden. Das Büro für die Sprechstunden befindet sich im Rathaus, Hauptgeschoss, Raum H 52.
Gehörlose Menschen können sich wegen eines Termins per Fax unter der Nummer (0461) 1 68 22 98 bei Frau Astrid Müller melden.



