Oft gesucht:

Nikolaus Reiser Stiftung

Junge, schöne Stimmen gesucht!

Du bist jung und stammst aus der Region Flensburg oder wohnst dort?

Du hast eine außergewöhnlich schöne Gesangsstimme?

Du möchtest dieses Talent gern für Deine berufliche Zukunft nutzen?

Doch für die nötige musikalische Ausbildung zur Erfüllung Deines Traums fehlen Dir die finanziellen Mittel?

Dann suchen wir Dich!

Die Nikolaus Reiser Stiftung unterstützt hochbegabte junge Sängerinnen und Sänger aus der Region Flensburg. Sie vergibt jährlich Stipendien. Sie organisiert außerdem Konzerte, bei denen die jungen Talente sich präsentieren können. Bewerbungen zum Vorsingen sind ab 1. Februar eines jeden Jahres möglich. Die Ausschreibung wird in den lokalen Medien sowie auf der Internetseite der Stiftung angekündigt.

NEU: Mindestalter für Bewerberinnen: 14 Jahre - für Bewerber: 16 Jahre!

Bewerbungen sind wieder ab dem 1. Februar 2018 möglich.

Bewerbungsformular (PDF, 229 KB)

Vergaberichtlinien (PDF, 194 KB)

Stiftungskonzert am 2. Februar 2018

Von Tina Turner bis Wagner -
abwechslungsreiches Stiftungskonzert in der Musikschule

Am Sonnabend, den 03. Februar 2018 traten 11 junge Stipendiatinnen und ein Stipendiat der Nikolaus Reiser Stiftung in der Musikschule Flensburg auf. Sie boten ein kurzweiliges, abwechslungsreiches Programm, das trotz der Länge von zwei Stunden keine Längen aufwies.

Zum Auftakt war erst einmal alles anders: Der Pianist fehlte und so animierte die Moderatorin und Geschäftsführerin der Stiftung Mareike Hölker-Grzimek das Publikum zum gemeinsamen Singen. „Schläft ein Lied in allen Dingen“ hallte es im Kanon durch den Saal, als der Pianist schließlich eintraf. Er begleitete dann zuerst die Sängerin Suay Nora Neuburger, die erstmals ein geistliches Lied passend zum Schütz-Jahr von Heinrich Schütz sang. Mit heller Sopranstimme und sicherem Auftritt überzeugte sie das Publikum auch als selbstbewusste Mary Poppins. Aus dem gleichen Musical sang gleich im Anschluss die bereist fertig ausgebildete Musical-Sängerin Carolina Walker „Mrs. Banks zu sein“. Mit ihren 28 Jahren sei sie nun auf Mutterrollen gebucht, so die Künstlerin, die derzeit in Produktionen am Theater in Hagen und in Oldenburg zu sehen ist. Ihr Debut beim Stiftungskonzert gab dann Merle Marie Friede, die gar nicht wusste, was für ein Talent sie hat und von ihrem Musiklehrer an der Ostseeschule Niklas Heitmann entdeckt wurde. Mit ihr fieberten alle anderen Stipendiaten, die während des Konzertes links von der Bühne saßen mit. Von Konkurrenzdruck war nichts zu spüren, es wurde die Einzigartigkeit jedes Auftritts gefeiert. Besonders überraschte an diesem Abend Julietta Hovsepyan mit ihren Darbietungen. Erstmals sang sie eine klassische Arie und später sprang sie als bezaubernde Jeannie aus der Wunderlampe. In beiden Auftritten überzeugte sie nicht zuletzt auch durch ihr schauspielerisches Talent.
Marlene Walker wird wie ihre Schwester schon seit einigen Jahren von der Stiftung unterstützt und sang mit entspannter Eleganz vom Shanty über den südamerikanischen Klassiker „Besame mucho“ bis hin zum frechen, schrillen Musical-Song alles derart überzeugend, dass es Lust auf ein abendfüllendes Programm machte.
Eiken Nonn präsentierte sich mit einer Arie aus ihrer Lieblingsoper. Und Alexander Hasler, der einzige Mann in der Runde, ließ seinen vollen Bass in Musical und Jazz-Nummern erklingen, die das Publikum in melancholische bis hoffnungsvolle Stimmungen versetzten. Mit Kathrin Lorenzen und Sophie Stratmann ging es dann wieder in die klassische Richtung. Beide studieren in der Bach-Stadt Leipzig und sangen gemeinsam ein Duett aus Bachs H-Moll Messe. Ihren Stimmen hörte man die solide klassische Ausbildung an und Sophie Stratmann wird man im April und im Dezember beim Bach-Chor als Solistin erleben können.
Eine echte Soulstimme kam mit Mandy Matthiesen auf die Bühne. Sie wurde begleitet an der Gitarre von ihrem Partner, für den sie manchmal auch einfach so „Simply the Best“ singt. Zuletzt schwebte eine Elfe auf die Bühne, die als Liza Steinbock vorgestellt wurde. Mit erstaunlich kraftvollem Sopran sang sie Hugo Wolf und Mozart und überzeugte mit ihrem souveränen Spiel. Sie entdeckte im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes am Schleswig-Holsteinischen Landestheater ihre Liebe zur Oper.
Zum Abschluss sangen Stipendiaten und Publikum gemeinsam den Irischen Reisesegen.

 

Videoaufzeichnung Stipendiatenkonzert 2018

Flensburger Singezeit

 

In der Musik ist es wie im Sport: Ohne Breite keine Spitze. Daher setzt auch die Nikolaus Reiser Stiftung auf die Breitenförderung. Dazu arbeiten wir mit Grundschulen in Flensburg zusammen. Speziell ausgebildete Fachkräfte singen dort mit den Kindern und vermitteln musikalisches Basiswissen. Jedes Jahr wird von den teilnehmenden Schulen ein einheitlicher Liederkanon eingeübt. Am Ende des Schuljahres gibt es dann große, schulübergreifende Konzerte.

Flensburger Singezeit Konzerte 2018

Die nächsten Flensburger Singezeit Konzerte finden statt

am Mittwoch, den 6. Juni
um 9:00 und 10:30 Uhr
im Stattheater Flensburg

Der Offene Kanal Flensburg schneidet die Flensburger Singezeit Konzerte regelmäßig mit.
Hier geht es zu dem Film der Konzerte 2016:

Ehrung durch den Bundespräsidenten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 9. August 2013 fand das Benefizkonzert des Bundespräsidenten in Lübeck statt.
Das SHMF Festivalorchester und der SHMF Chor spielten unter der Leitung von Rolf Beck für gute Zwecke ein hervorragendes geistliches Programm. Die Eintritts- und Spendeneinnahmen gingen in diesem Jahr an das bundesweit agierende Projekt "Klasse! Wir singen", an den Landesverband der Musikschulen in SH, an den Landesmusikrat SH und an die Nikolaus Reiser Stiftung für ihr Projekt "Flensburger Singezeit". Knapp 10.000 ¤ mehr stehen der Stiftung im nächsten Jahr für die Förderung des Singens an Grundschulen in Flensburg zur Verfügung. Der Stiftungsvorstand Oberbürgermeister Simon Faber und die geschäftsführende Verwaltungsmitarbeiterin Mareike Hölker zeigten sich über diese Anerkennung hocherfreut.

 

Stiftungsvorstand, Geschäftsführung und Beirat

Stiftungsvorstand: Oberbürgermeisterin Simone Lange

Die Aufgabe des Stiftungsvorstands wurde vom Oberbürgermeister auf den Leiter des Fachbereichs Entwicklung und Innovation, Peter Schroeders, delegiert.

Geschäftsführerin: Mareike Hölker, Kulturbüro der Stadt Flensburg

Beirat:
Die inhaltliche Arbeit der Stiftung wird koordiniert durch einen Beirat, der folgende Mitglieder hat:

  • Vorsitz: Hartmut Schröder, Geschäftsführer des Landesmusikrats Schleswig-Holstein
  • stellv. Vorsitz: Max Stark, CDU-Fraktion der Ratsversammlung
  • Gabriel Koeppen, Leiter der Musikschule Flensburg
  • Burkhard Lange-Seynche, SPD-Mitglied
  • Michael Mages, Kirchenmusikdirektor Flensburgs und Leiter des Nikolaichors
  • Wilma Nissen, SSW-Fraktion der Ratsversammlung
  • Bernd Stepputtis, Opernchordirektor des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters
  • Mareike Hölker, Kulturbüro der Stadt Flensburg, Geschäftsführung der Nikolaus Reiser Stiftung
Satzung (PDF, 56 KB)

Haushalt 2018 (PDF, 485 KB)

Nicolaus Reiser und Margaretha Reiser

Nicolaus Reiser war von 1946 bis1950 Bürgermeister der Stadt Flensburg. Der engagierte Kommunalpolitiker hatte stets ein Herz für die Kultur. Reiser war auch Mitbegründer des Nordmark-Sinfonieorchesters, einer Keimzelle des heutigen Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters.

 

 

 

 

Seine Tochter Margaretha Reiser wäre gerne Gesangssolistin geworden, doch aufgrund der Kriegswirren blieb ihr dieser Traum verwehrt. Sie sang lange im NDR-Chor in Hamburg und war dort eine angesehen und geschätzte Kollegin. Bei ihrem Tod vererbte sie ihr gesamtes Vermögen an die Stadt Flensburg – mit dem Auftrag, im Namen ihres Vaters eine Stiftung zu gründen, die talentierten jungen Flensburgerinnen und Flensburgern eine erfolgreiche Gesangsausbildung ermöglichen soll.
Zitat aus ihrem Testament:
„Mein Wunsch: diese Stiftung möge jungen begnadeten Stimm-Besitzern die mittellos sind so wie ich es auch war, u(nd) prädestiniert sind eine ungewöhnliche Sängerlaufbahn zu ergreifen, zu Teil werden und Hilfe auf diesem dornenvollen Weg sein.
Damit möchte ich mich dankbar erweisen für Hilfe, die auch ich erfahren durfte!“

 

Grundsätze guter Stiftungspraxis

Die Nikolaus Reiser Stiftung bekennt sich zu den "Grundsätzen guter Stiftungspraxis" des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und wendet diese an. Immer mehr Stiftungen gestalten ihre Stiftungsarbeit entsprechend den Grundsätzen guter Stiftungspraxis, die am 11. Mai 2006 von der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen einhellig verabschiedet worden sind. Die Grundsätze bieten einen klaren Orientierungsrahmen für effektives und uneigennütziges Stiftungshandeln und gelten für alle gemeinwohlorientierten Stiftungen, unabhängig davon, in welcher Rechtsform sie verfasst sind. Zu ihren wichtigsten Aussagen zählt das Transparenzgebot, welches verdeutlicht, dass die Bereitstellung von Informationen ein Ausdruck der originären Verantwortung jeder gemeinnützigen Organisation gegenüber der Gesellschaft ist.