Oft gesucht:

Nikolaus Reiser Stiftung

Junge, schöne Stimmen gesucht!

Du bist jung und stammst aus der Region Flensburg oder wohnst dort?

Du hast eine außergewöhnlich schöne Gesangsstimme?

Du möchtest dieses Talent gern für Deine berufliche Zukunft nutzen?

Doch für die nötige musikalische Ausbildung zur Erfüllung Deines Traums fehlen Dir die finanziellen Mittel?

Dann suchen wir Dich!

Die Nikolaus Reiser Stiftung unterstützt hochbegabte junge Sängerinnen und Sänger aus der Region Flensburg. Sie vergibt jährlich Stipendien. Sie organisiert außerdem Konzerte, bei denen die jungen Talente sich präsentieren können. Bewerbungen zum Vorsingen sind ab Januar eines jeden Jahres möglich. Die Ausschreibung wird in den lokalen Medien sowie auf der Internetseite der Stiftung angekündigt.

 

Stipendiaten:KONZERT am 30. Januar 2016

Stipendiaten:KONZERT am 30. Januar 2016

Buntes Programm mit schönen Stimmen

Stipendiaten der Nikolaus-Reiser-Stiftung bewiesen ihr Können

FLENSBURG

Im großen und voll besetzten Saal der Musikschule Flensburg zeigten auch in diesem Jahr jugendliche Sängerinnen und Sänger, die von der Nikolaus-Reiser-Stiftung zum Teil bereits seit mehreren Jahren gefördert werden, in einem Stipendiaten-Konzert ihr Können. Geschäftsführerin Mareike Hölker führte durch ein stilistisch buntes Programm. Sie kündigte angehende Künstler an, die sich in unterschiedlichen Abschnitten auf dem Weg ihrer Gesangskarriere befinden und mit zwei bis drei Darbietungen auch neue Experimente wagen, von denen einige erlebt werden konnten. Darunter waren musikalische Beiträge, welche Popmusik und Musicals berührten und andere, die sich dem klassischen Operngesang und Kunstlied verschrieben haben. Am Flügel begleitete Kapellmeister Peter Geilich alle Stücke des Abends.

Zunächst durfte die jüngste aufstrebende Teilnehmerin Suay Nora Neuburger ihre beiden Stücke zum Besten geben, wovon eines aus dem Walt-Disney-Streifen „Die kleine Meerjungfrau“ stammte. Im Bereich der Popmusik und Jazzgesang bewegten sich Julietta Hovesepyan („The Winner takes it all“), Alexander Hasler („Gloomy Sunday“), der zudem das „Libera me“ von Gabriel Fauré sang, sowie Lena Baute, die unter anderem mit dem schwierig zu intonierenden, trotzdem ausdrucksvoll gesungenen Song „Fever“ von Peggy Lee sehr beeindruckte.

Lara-Ann Fischer überzeugte nicht nur mit der liebestrunkenen Arie des Cherubino „Non so più“ aus „Figaros Hochzeit“ von Mozart, womit sie die ersten Bravi erntete, sondern auch im „Schwestern-Duett“ von Brahms mit Kathrin Lorenzen, die mit weiteren Kunstliedern wie Brahms’ „Meine Liebe ist grün“ das begeisterte Publikum aufs Angenehmste erfreute. Sie studiert inzwischen in Leipzig Kirchenmusik. Professionell auch der Lied- und Operngesang von Jonas Böhm – seit 2009 in der Förderliste der Stiftung – der mit der Ballade „Der arme Peter“ von Schumann bereits wie ein viel gefeierter und gesuchter Sänger mit bestens ausgebildeter, sonorer Stimme glänzte.

Allein und zu zweit kamen Marius Rothe und Pia Carlotta Hansen an die Reihe. Nach dem Titel „Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche“ brachten beide charmant mit herrlich witziger, dramaturgischer Einlage die beiden Duette „Wunderbar“ aus „Kiss me Kate“ von Cole Porter und Mozarts „Bei Männern welche Liebe fühlen“ aus der „Zauberflöte“ zu Gehör und ernteten dafür frenetischen Applaus. Als „Zugabe“ durfte nun auch das Publikum in ein Abschiedslied einstimmen.

Werner Bodendorff


Flensburger Tageblatt, 2. Februar 2016

Impressionen vom Stipendiaten:KONZERT 2016:

 

Flensburger Singezeit

 

In der Musik ist es wie im Sport: Ohne Breite keine Spitze. Daher setzt auch die Nikolaus Reiser Stiftung auf die Breitenförderung. Dazu arbeiten wir mit Grundschulen in Flensburg zusammen. Speziell ausgebildete Fachkräfte singen dort mit den Kindern und vermitteln musikalisches Basiswissen. Jedes Jahr wird von den teilnehmenden Schulen ein einheitlicher Liederkanon eingeübt. Am Ende des Schuljahres gibt es dann große, schulübergreifende Konzerte.

Flensburger Singezeit Konzerte 2016

Liederkanon Flensburger Singezeit 2015/16

Gelungenes Zusammenspiel - 4. Flensburger Singezeit – Konzerte im Stadttheater

„Die Kinder haben großartig gesungen und konnten alle Strophen auswendig. Aber einige Lehrer haben gar nicht mitgesungen, sie sind nicht einmal aufgestanden. Was ist denn da los?“ wollte Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar nach dem Konzert wissen. Alles in allem war sie jedoch begeistert von dem Konzert. Auch der Oberbürgermeister lobte die Veranstaltung: „Die Singezeit heute war ein gutes Erlebnis, die dramaturgische Verknüpfung und die Einheitlichkeit durch Band und musikalische Leitung durch Frau Wieland machten daraus ein kleines Gesamtkunstwerk.“

Zweimal haben jeweils 400 Kinder den Zuschauerraum des Stadttheaters mit Leben und Gesang erfüllt. Beide Konzerte um 9:00 und 10:30 Uhr wurden moderiert von Knut Keller, der zunächst nur aus dem Off zu hören war. Für die Moderation hat er den Flensburger Jungen Viggo erfunden, der gerne mal eine Reise machen möchte, aber sich nicht so richtig traut. Anfänglich war nur Viggos Stimme zu hören und seine Gedanken, was die Kinder dazu veranlasste, ruhig und gespannt zuzuhören. Ganz still wurde es zwischendurch im Saal. Umso größer war der Kontrast zu der Klangfülle und Lautstärke in den Liedern. Mit guter Stimmführung und Textsicherheit beeindruckten die Kinder die Zuhörer im zweiten Rang. Nur dort blieben bei so vielen Akteuern noch einige Plätze für Gäste frei.

Angeleitet wurden die Kinder von Sylvia Wieland, die mit mit großem Hallo von den Kindern begrüßt wurde. Die meisten Kinder begleitet sie durch das ganze Schuljahr und bereitet sie für die Konzerte vor. Sie führte die Kinder mit klaren Bewegungen durch die Lieder und sorgte für den guten Gesamtklang.

Der Band bestehend aus Martin Deters (Gitarre), Dennis Arp (Bass), Herbert Wendt-Friedrichsen (Akkordeon) und Ralph Schmedeke (Perkussion) zeigte große Spielfreude und ging immer wieder in Dialog mit den Kindern. Musikalisch boten sie einige Überraschungen, pfiffen plötzlich, grüßten am Ende vom Flensburg-Lied mit nordischem „Moin Moin“ und zitierten in einem Intro elegant Metallica.

Auf die Frage, ob sie denn alle gerne Freund sein und in Freiden leben wollen antworteten alle Kinder mit einem lauten „Ja“. Und am Ende lagen sich beim alljährlichen Abschiedslied „Nehmt Abschied Brüder“ alle in den Armen.

Im kommenden Schuljahr soll die Singezeit fortgeführt werden. Weitere Projektpartner werden noch gesucht.

 

Der Offene Kanal Flensburg hat die Konzerte im vergangenen Jahr mitgeschnitten und war auch in diesem Jahr wieder dabei. Hier geht es zu den Aufzeichnungen von 2016:

 

Ehrung durch den Bundespräsidenten

Am 9. August 2013 fand das Benefizkonzert des Bundespräsidenten in Lübeck statt.
Das SHMF Festivalorchester und der SHMF Chor spielten unter der Leitung von Rolf Beck für gute Zwecke ein hervorragendes geistliches Programm. Die Eintritts- und Spendeneinnahmen gingen in diesem Jahr an das bundesweit agierende Projekt "Klasse! Wir singen", an den Landesverband der Musikschulen in SH, an den Landesmusikrat SH und an die Nikolaus Reiser Stiftung für ihr Projekt "Flensburger Singezeit". Knapp 10.000 ¤ mehr stehen der Stiftung im nächsten Jahr für die Förderung des Singens an Grundschulen in Flensburg zur Verfügung. Der Stiftungsvorstand Oberbürgermeister Simon Faber und die geschäftsführende Verwaltungsmitarbeiterin Mareike Hölker zeigten sich über diese Anerkennung hocherfreut.

 

Stiftungsvorstand, Geschäftsführung und Beirat

Stiftungsvorstand: Oberbürgermeister Simon Faber

Die Aufgabe des Stiftungsvorstands wurde vom Oberbürgermeister auf den Leiter des Fachbereichs Entwicklung und Innovation, Peter Schroeders, delegiert.

Geschäftsführerin: Mareike Hölker, Kulturbüro der Stadt Flensburg

Beirat:
Die inhaltliche Arbeit der Stiftung wird koordiniert durch einen Beirat, der folgende Mitglieder hat:
  • Vorsitz: Christoph Kalies, Musikjournalist und Lehrer
  • Michael Mages, Kirchenmusikdirektor Flensburgs und Leiter des Nikolaichores
  • Gabriel Koeppen, Leiter der Musikschule Flensburg
  • Mareike Hölker, Vertreterin des Kulturbüros der Stadt Flensburg
  • Wilma Nissen, SSW-Fraktion der Ratsversammlung
  • Hartmut Schröder, Geschäftsführer des Landesmusikrats Schleswig-Holstein
  • Max Stark, CDU-Fraktion der Ratsversammlung
  • Bernd Stepputtis, Opernchordirektor des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters
  • Burkhard Lange-Seynsche, SPD-Mitglied
Satzung (PDF, 56 KB)

Haushalt 2014 (PDF, 1.104 KB)

 

Nicolaus Reiser und Margaretha Reiser

Nicolaus Reiser war von 1946 bis1950 Bürgermeister der Stadt Flensburg. Der engagierte Kommunalpolitiker hatte stets ein Herz für die Kultur. Reiser war auch Mitbegründer des Nordmark-Sinfonieorchesters, einer Keimzelle des heutigen Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters.

 

 

 

 

Seine Tochter Margaretha Reiser wäre gerne Gesangssolistin geworden, doch aufgrund der Kriegswirren blieb ihr dieser Traum verwehrt. Sie sang lange im NDR-Chor in Hamburg und war dort eine angesehen und geschätzte Kollegin. Bei ihrem Tod vererbte sie ihr gesamtes Vermögen an die Stadt Flensburg – mit dem Auftrag, im Namen ihres Vaters eine Stiftung zu gründen, die talentierten jungen Flensburgerinnen und Flensburgern eine erfolgreiche Gesangsausbildung ermöglichen soll.
Zitat aus ihrem Testament:
„Mein Wunsch: diese Stiftung möge jungen begnadeten Stimm-Besitzern die mittellos sind so wie ich es auch war, u(nd) prädestiniert sind eine ungewöhnliche Sängerlaufbahn zu ergreifen, zu Teil werden und Hilfe auf diesem dornenvollen Weg sein.
Damit möchte ich mich dankbar erweisen für Hilfe, die auch ich erfahren durfte!“

 

Grundsätze guter Stiftungspraxis

Die Nikolaus Reiser Stiftung bekennt sich zu den "Grundsätzen guter Stiftungspraxis" des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und wendet diese an. Immer mehr Stiftungen gestalten ihre Stiftungsarbeit entsprechend den Grundsätzen guter Stiftungspraxis, die am 11. Mai 2006 von der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen einhellig verabschiedet worden sind. Die Grundsätze bieten einen klaren Orientierungsrahmen für effektives und uneigennütziges Stiftungshandeln und gelten für alle gemeinwohlorientierten Stiftungen, unabhängig davon, in welcher Rechtsform sie verfasst sind. Zu ihren wichtigsten Aussagen zählt das Transparenzgebot, welches verdeutlicht, dass die Bereitstellung von Informationen ein Ausdruck der originären Verantwortung jeder gemeinnützigen Organisation gegenüber der Gesellschaft ist.