Oft gesucht:

Lokales Netzwerk Kind und Familie

Bereits 2007 hat sich in Flensburg das Lokale Netzwerk Kind und Familie gegründet, um sich fallübergreifend über die Zusammenarbeit, die Entwicklung und Koordinierung örtlicher Hilfen zu verständigen und gemeinsam Verantwortung für das gesunde Aufwachsen in Flensburg zu übernehmen. Im Lokalen Netzwerk sind aktuell 37 Institutionen und Akteure aus dem Gesundheitswesen, der Jugendhilfe, Sozialen Einrichtungen und dem Bildungswesen vertreten.

Die rechtlichen Grundlagen für die Zusammenarbeit bilden der § 8 des „Gesetzes zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein“(Landeskinderschutzgesetz) und der §3 des „Gesetzes zur Kooperation im Kinderschutz“ (Bundeskinderschutzgesetz).

Ziel und Zielgruppe

Das Lokale Netzwerk Kind und Familie arbeitet seit 2007 gemeinsam an dem Ziel, das Arbeitsfeld der frühzeitigen Unterstützungsangebote von Familien im präventiven Bereich zu fördern und weiterzuentwickeln. Hierbei steht insbesondere das Thema Gesundheit und die Verbesserung der Rahmendbedingungen von gesundem Aufwachsen für Kinder in Flensburg im Mittelpunkt der Arbeit.

Die Maßnahmen und Bestrebungen des Netzwerkes beziehen sich daher auf werdende Familien sowie Kinder und Jugendliche von 0 – 18 Jahren und deren Familien. Für sie werden Angebote vorgehalten und (weiter-)entwickelt, die sie dabei unterstützen, unter anderem

  • Kompetenzen im Alltag
  • gesundheitsbewusstes Verhalten
  • kognitive und erzieherische Kompetenzen 
  • emotionale Kompetenzen

zu entwickeln und auszubauen.

Aufgaben

Die Aufgaben des Lokalen Netzwerkes Kind und Familie setzen sich aus folgenden Inhalten zusammen:

  • Abstimmung zwischen den Beteiligten zur Erbringung früher und rechtzeitiger Hilfen und Leistungen,
  • Sicherstellung eines engen Informationsaustausches über das bestehende Versorgungssystem und gegenseitige Information z.B. über Angebote und Gesetzesveränderungen
  • Mitentscheidung über strategische Ausrichtungen und (Weiter-) entwicklungen im Bereich der Frühen Hilfen in Flensburg
  • Realisierung der erforderlichen Hilfen und Leistungen
  • Sicherstellung einer zügigen Leistungserbringung bei drohender Kindeswohlgefährdung,
  • Weiterentwicklung von Kooperationsstrukturen
  • Weiterbildung und Fortbildung von Fachkräften und ehrenamtlich tätigen Personen,
  • Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit

Organisation

Die Organisation des Lokalen Netzwerkes wird als gemeinsame Aufgabe der Fachbereiche „Jugend“ und „Soziales und Gesundheit“ verstanden und wird von den Sozialpädagogischen Diensten und den Gesundheitsdiensten und durch die Koordinierungsstelle Frühe Hilfen sichergestellt.

Bisherige Arbeit

aus der bisherigen Arbeit des Lokalen Netzwerks Kind und Familie, sind folgende Ergebnisse erzielt worden:

  • Ein Soziales Frühwarnsystem für Schwangere und Kinder von 0 Jahren bis zur Beendigung des dritten Lebensjahres (2009)
  • Die Öffentlichkeitskampagne „Stärkung der Inanspruchnahme von Hebammenleistungen“ (2009)
  • Die Einrichtung der „Koordinierungsstelle Frühe Hilfen“ (2009)
  • Das Konzept: „Einsatz von Familienhebammen“ (2010)
  • Eine Bedarfsanalyse der Frühen Hilfen für Kinder psychisch- und suchtbelasteter Eltern (2011)
  • Infobroschüre „Informationen zum Lokalen Netzwerk Kind und Familie“ (2012)
  • Planung, Entwicklung und Umsetzung verschiedener Angebote und Projekte, z.B.:  
    • Babysitter-Projekt (2011)
    • Patenschaftsmodell (2012)
    • Patenschatz-Projekt (2014)
    • FGKiKP-Projekt (zum Einsatz von Familien-Gesundheits-Kinderkrankenschwestern) (2014)
  • Durchführung verschiedener Fachtage zu unterschiedlichen Themen, z.B.:
    • „Auswirkungen von Systemveränderungen im Beziehungsdreieck Bildungs-, Hilfe- und Familiensystem“ (November 2012)
    • „Zuversicht und Stärke entwickeln – Anregungen zum Resilienzkonzept in der Arbeit mit Kindern“ (Juni 2014)
    • „Gemeinsam für einen guten Start ins Leben – Chancen der Frühen Hilfen bei sexualisierter und häuslicher Gewalt – informieren, kooperieren, reagieren“ (Oktober 2015)
    • Infoveranstaltung „Frühe Hilfen in Flensburg – gesundes Aufwachsen für alle“ (April 2016)
    • Erarbeitung eines Rahmenkonzeptes zur Durchführung von anonymen Fallberatungen unter Netzwerkpartnern (Infoflyer “Anonyme Fallberatung“) (2015)
    • Entwicklung einer Geschäftsordnung und eines Strukturkonzeptes der Netzwerkarbeit (Download hier) (2015)