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Pressemitteilung: “Infoveranstaltung Frühe Hilfen in Flensburg - gesundes Aufwachsen für alle“

Am 15.04.16 fand in der Bürgerhalle des Rathauses eine Infoveranstaltung zu den Frühen Hilfen in Flensburg und dem Gesundheitsziel „Gesund aufwachsen“ statt.

Mit über 100 Teilnehmern und Besuchern startete die Veranstaltung mit einem „Markt der Möglichkeiten“, auf dem sich 20 Institutionen und Projekte aus den Frühen Hilfen und der Gesundheitsförderung in Flensburg an Infoständen präsentierten.

Herr Bendixen, Leiter des Fachbereichs Jugend, Soziales, Gesundheit der Stadt Flensburg lobte in seinem Grußwort die bereits geleistete Arbeit Flensburgs in den Frühen Hilfen und der Gesundheitsförderung. Er betonte, dass dies nur durch die gute Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung und das gemeinsame Selbstverständnis, dass Investitionen in Prävention wichtig und notwendig sind, machbar gewesen sei und er sich wünsche, dass dieses Selbstverständnis auch in Zukunft die gemeinsame Arbeit trage.

Bei den anschließenden Vorträgen hob zunächst Herr Böttinger, Amtsleiter der Frühen Hilfen und des Präventionsnetzwerkes im Ortenaukreis die wichtige Bedeutung der Frühen Hilfen für den Kinderschutz und das gesunde Aufwachsen aller Kinder hervor und zeigte am Beispiel des Landkreises Ortenaukreis, wie entscheidend die Verortung und ein übergreifendes Gesamtkonzept der Frühen Hilfen für eine bessere Versorgung und Unterstützung für Familien ist.

Im Anschluss daran hielt Frau Prof. Dr. Thyen, vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck in ihrem Vortrag ein Plädoyer für einen sensiblen Umgang in Kinderschutzfragen. Entscheidend für eine gute Zusammenarbeit und gelingende Kommunikation mit der Familie sei immer eine wertschätzende Haltung und ein Begegnen auf Augenhöhe. Zudem müssten Jugendhilfe und Gesundheitswesen trotz vieler struktureller Hindernisse, wie den unterschiedlichen Gesetzesgrundlagen und verschiedener Berufslogiken eng zusammenarbeiten, um die Familien auch in den Übergängen der Hilfesysteme gut zu begleiten. Ein entscheidender Schritt dafür sei das Verständnis für den jeweils anderen Arbeitsbereich.

In der Abschlusspräsentation stellte Frau Radeke, Koordinatorin der Frühen Hilfen stellvertretend für die Mitglieder des Lokalen Netzwerkes Kind und Familie die bisherige Entwicklung des Netzwerkes und einzelne Arbeitsergebnisse vor. Im Lokalen Netzwerk Kind und Familie engagieren sich seit 2007 aktuell 37 Institutionen und Akteure aus den Bereichen der Jugendhilfe, des Sozialwesens und des Gesundheitswesens gemeinsam, um die Frühen Hilfen für Familien immer weiter zu verbessern und damit das gesunde Aufwachsen zu unterstützen. So sind aus der Netzwerkarbeit über die Jahre verschiedene Angebote, wie der Einsatz von Familienhebammen erwachsen, aber auch Frühwarnsysteme wurde entwickelt, eine Hebammenkampagne gestartet und verschiedenste Qualifizierungs- und Weiterbildungsveranstaltungen für Fachkräfte organisiert.

Frau Dr. Bethge, Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes und Herr Kraus, Gesundheitsplaner der Stadt Flensburg, rundeten die Präsentation mit ausgewählten Beispielen, Präventiver Arbeit in Flensburg und ihre Einbettung in die städtische Gesamtplanung ab und zeigten auf, wie z.B. die Kindergarteneingangsuntersuchung, die Jugendzahnpflege, die Jugendfilmtage, das Projekt „du weißt wo´s langgeht“ oder die Gestaltung von Spielplätzen zusammenwirken und zu dem gesamtstädtischen Gesundheitsziel „gesund aufwachsen“ beitragen.

„Flensburg ist in der präventiven Arbeit gerade für die Jüngsten auch im Bundesvergleich sehr gut aufgestellt“, betonte Horst Bendixen in der abschließenden Zusammenfassung. „Dieses Engagement gibt den Kindern bessere Bildungs- und Zukunftsperspektiven und wird sich auch langfristig finanziell für den städtischen Haushalt positiv bemerkbar machen“, ist er sich sicher.