Stadtverwaltung zufrieden mit der Bilanz des Hochwasser-Wochenendes

Die erwartete Sturmflut erreichte in der Nacht vom Freitag, 9. Januar, auf den Samstag mit knapp über 1,30 Metern ihren Höchststand. Seit dem frühen Abend trat die Förde mehrmals über die Ufer am Hafen und setzte unter anderem die Schiffbrücke teilweise unter Wasser.

Die Bilanz nach dem Wochenende sieht dennoch positiv aus. Nach den Erfahrungen mit der Jahrhundertflut im Oktober 2023 hatte die Stadtverwaltung vorsorglich und frühzeitig zuvor das Vorgehen und Öffentlichkeitsarbeit mit dem kleinen Krisenstab aus Berufsfeuerwehr, Technischen Betriebszentrum (TBZ) koordiniert. Alle Akteure verfolgten die Prognosen der Pegelstände des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie des Dänischen Meteorologischen Instituts genau und informierten Anrainer*innen und die Gesamtbevölkerung entsprechend.

Rundfunk und Presse zeigten enormes Interesse, an den vorbereitenden Maßnahmen in Flensburg: Auf dem Hof der Feuerwache konnten sie sich von der großen Nachfrage nach kostenlosen Sandsäcken überzeugen und am Hafen von der Wirksamkeit der Pumpen. Fast 700 Sandsäcke gaben die Feuerwehrleute aus. Das TBZ war mit insgesamt 100 Personen im Einsatz, 80 davon im Winterdienst. Mobile und stationäre Pumpen, die 24 Stunden lang arbeiteten, sorgten nach Auskunft von Anrainern spürbar für Entlastung. Das bedeutete auch, dass Sperrungen erst später als sonst üblich eingerichtet werden mussten. Die mobile Schutzwand, deren Errichtung erst im Dezember 2025 bei einer nächtlichen Übung geprobt worden war und die insbesondere die Zob-Kreuzung von Wasser freihalten soll, stand bereit, wurde jedoch nicht gebraucht.

Am Nachmittag und Abend gab Oberbürgermeister Fabian Geyer vor Ort unterschiedlichen Medien Auskunft und machte sich ein umfassendes Bild der Lage. Sein Dank gilt Berufsfeuerwehr und TBZ für besonnenes Handeln, aber auch den Anrainern, die eigenverantwortlich gut Vorsorge getroffen haben. Fabian Geyer betont die Bedeutung des Bevölkerungsschutzes. Sein Fazit: „Die seit der letzten großen Sturmflut von 2023 in der Verwaltung erarbeiteten zusätzlichen Maßnahmen wie Sandsackausgabe, mobile Pumpen und Abwehrsysteme haben gegriffen.“