Die traditionelle Erbsensuppe ist zurück

Der Himmel grau, die Luft kühl - da hilft ein warmes Süppchen: Noch vor dem 1. Advent haben der Standortälteste der Bundeswehr, Kapitän zur See Jens Martin, und der Flensburger Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer den schon traditionellen Erbsensuppenstand nahe der Holmnixe auf dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt eröffnet. Das Gute daran ist nicht nur der Geschmack des wärmenden Mahls aus der Truppenfeldküche aus Jagel - als Beilage gibt es Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Denn Soldatinnen und Soldaten hinter dem Tresen verkaufen die Erbsensuppe nicht, sondern geben sie gegen freiwillige Spenden aus.

817.000 Euro an Spenden seit 1977

Bereits seit 1977 besteht diese Tradition, dass jeweils der Standortälteste der Bundeswehr in Flensburg mit dem jährlichen Erlös zur Unterstützung sozialer Projekte und Einrichtungen in der Stadt beiträgt. Innerhalb dieser 48 Jahre sind inzwischen sagenhafte 817.000 Euro ausgeschüttet worden, darunter an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. oder das Spendenparlament. Die Stadt Flensburg gibt ihren Anteil der Spenden ebenfalls weiter an Vereine und Initiativen. Allein im vorigen Jahr konnte Flensburg mit 10.000 Euro aus dem Erbsensuppenverkauf sieben Projekten unter die Arme greifen. Mit dem diesjährigen Spendenanteil wird die Stadt Vorhaben unterstützen, die das Motto erfüllen: "Alt und Jung gemeinsam - Traditionen bewahren und Zukunft gestalten". Mindestens zwei Akteure müssen sich dafür finden und ihr gemeinsames Projekt bis zum 31. Dezember beantragen. Unterlagen können telefonisch (0461-852522) oder per Mail (pflegeundkultur@flensburg.de) angefordert und eingereicht werden.

Wer die traditionelle Erbsensuppe für den guten Zweck probieren möchte, hat an den nächsten beiden Adventswochenenden, immer  freitags und samstags, ab jeweils 11 Uhr die Chance dazu. Umweltbewusste können statt der Einwegschalen auch ein eigenes Gefäß mitbringen.