Kleingartenentwicklungskonzept

Das Kleingartenentwicklungskonzept ist eine wichtige Leitlinie für die Entwicklung von Siedlungen in Flensburg.

Es gibt Aufschluss darüber, welche Kleingärten eventuell der Entwicklung zur Verfügung stünden - z.B. zu einem Wohngebiet, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Ebenso legt es dar, welche Kleingärten dafür sozusagen "tabu" sind.

Denn Kleingärten haben nach wie vor einen hohen Stellenwert: als Versorgungs- und Freizeitfläche sowie für das soziale Miteinander. Sie sind sind und bleiben daher eine wichtige Säule der planerischen Daseinsvorsorge.

Das Konzept ist am 27.06.2019 durch die Ratsversammlung der Stadt Flensburg beschlossen worden. Das Konzept mit Plänen und Anhängen können Sie über die Links in der rechten Spalte aufrufen.

Ziel des Kleingartenentwicklungskonzeptes

Ziel des Kleingartenentwicklungskonzeptes ist

  • die Ermittlung des zukünftigen Bedarfs an Kleingärten und
  • der zur Sicherung dieser Funktion erforderlichen Maßnahmen.

Wer hat das Konzept erstellt?

Das Konzept wurde erstellt durch

  • das Büro Trüper, Gondesen und Partner (TGP) aus Lübeck
  • mit Unterstützung der Stadt Flensburg und
  • insbesondere der Kleingartenvereine, vor allem des Vereins der Gartenfreunde e.V.

Die Bedeutung/Funktion von Kleingärten

Kleingärten erfüllen eine für die Stadt wichtige Funktion auf dem Gebiet des Landschaftsschutzes und der Stadtökologie. Die gesellschaftliche Bedeutung des Kleingartenwesens dokumentiert sich unter anderem darin, dass dessen Belange in einem eigenen Bundesgesetz und über Festsetzungen in Bebauungsplänen geregelt und gesichert werden. Die Stadt Flensburg hat daher über gesetzliche Erfordernisse hinaus auch weiterhin einen eigenständigen Kleingartenausschuss.

Im Vergleich zur Nachkriegszeit tritt der Aspekt der Nahrungsmittelversorgung gegenüber anderen, nicht minder wichtigen Funktionen zurück. Kleingärten erfüllen stärker als früher wichtige soziale Funktionen für die Pächter und ihre Angehörigen. In verdichteten Stadtquartieren decken sie das Bedürfnis nach Aufenthalt und Betätigung in der Natur. Durch nachlassende Gemeinwesenorientierung des Einzelnen wird es - wie in allen gesellschaftlichen Bereichen - zunehmend schwerer, Personen für gemeinsame Aktionen, Veranstaltungen und Vereinsarbeit zu aktivieren. Das mindert aber nicht die Bedeutung des Kleingartens für den einzelnen Pächter.

Entwicklung des Kleingartenbestands

Über die letzten Jahrzehnte ist die Zahl der Kleingärten zurückgegangen, weil

  • die Bedeutung für die Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln aufgrund verbesserter Versorgungslage und kostengünstigem Angebot nachgelassen hat.
  • der Nachfrage nach Eigenimmobilien mit eigenem Garten mit der Erschließung von Neubaugebieten entsprochen wurde.
  • die allgemeine demographische Entwicklung sich bereits im verstärkten Maße auf das Kleingartenwesen auswirkt, indem das Durchschnittsalter der Pächter aufgrund des aus verschiedenen Gründen fehlenden Nachwuchses ansteigt.

Das Kleingartenwesen hat für die Stadt Flensburg auch weiterhin eine hohe, für die Zukunft abzusichernde Bedeutung.