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Nolde, Heckel und Co für Flensburg

Ex-Fernsehmoderator Rüdiger Wolff schenkt der Stadt seine Kunstsammlung

Der Schauspieler, Sänger und langjährige NDR-Fernsehmoderator Rüdiger Wolff schenkt seine umfangreiche Sammlung seiner Heimatstadt Flensburg. Insgesamt 236 hochkarätige Kunstwerke, zumeist Original- und Druckgrafiken, gehören bald zur Sammlung des Museumsbergs Flensburg.


Rüdiger Wolff dazu: "Es ist mir wichtig, dass meine Sammlung, mein Lebenswerk öffentlich zugänglich wird. Ich habe über 30 Jahre lang gesammelt und lebe mit diesen Bildern. In Flensburg bin ich aufgewachsen, hier hatte ich meine erste Bühnenrolle, meinen ersten Auftritt als Sänger. Nach meinem Tod sollen meine Bilder den Bürgerinnen und Bürgern von Flensburg gehören und ihnen so viel Freude bereiten wie mir."

Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, freut sich: "Gerne habe ich dieses großzügige Geschenk im Namen der Flensburgerinnen und Flensburger angenommen. Unsere städtischen Museen gewinnen dadurch noch weiter an Attraktivität. Herrn Wolff möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen für sein bürgerschaftliches Engagement."


Dr. Michael Fuhr, Direktor der Städtischen Museen, betont die Qualität der geschenkten Kunstwerke: "Die Grafiken, die Rüdiger Wolff in Jahrzehnten zusammengetragen hat, zeugen von großer Kennerschaft. Vor allem die Werke der Brücke-Künstler wie Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde oder Ernst-Ludwig Kirchner ergänzen unsere Expressionisten-Sammlung perfekt. Ein besonderer Schatz sind die Radierungen von Max Beckmann, der in unserer Sammlung bisher kaum vertreten ist, aber auch Arbeiten von anderen großen Künstlern der Klassischen Moderne wie Oskar Kokoschka, Otto Müller oder Lovis Corinth." Horst Janssen, Willi Sitte, Dieter Roth, Alfred Hrdlicka und HAP Grieshaber sind nur einige weitere Namen von Künstlern der Nachkriegszeit, die in der Sammlung Wolff mit wichtigen Werken vertreten sind. Die Bilder sind bereits sehr aufwendig gerahmt und ausstellungsbereit.


So lange der Schauspieler lebt, bleiben die Bilder in seiner Hamburger Wohnung. Künftig wird es dann eine große Sonderausstellung der gesamten Sammlung auf dem Museumsberg geben. Dauerhaft wird ein Teil der Sammlung im Museumscafé, das dann den Namen des Künstlers tragen wird, ausgestellt. Auch seine Musik wird dann dort zu hören sein.