Betreuungsrecht

Rechtliche Betreuung

Warum eine rechtliche Betreuung?

Erwachsene jeden Alters können durch einen Unfall, durch Krankheit oder Behinderung in die Lage geraten, ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Nicht automatisch können sich Ehegatten untereinander gesetzlich vertreten oder Eltern für ihre erwachsenen Kinder oder diese für ihre Eltern einspringen. Dies ist nur möglich, wenn zuvor entsprechende Vollmachten erteilt wurden oder noch erteilt werden können. Ist dies aber nicht der Fall und reichen andere Hilfen nicht aus, so kommt die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung in Betracht.

Wer kann eine rechtliche Betreuung anregen?

Den Antrag auf Bestellung eines gesetzlichen Betreuers kann der Betroffene selbst, oder jede andere Person aus dem sozialen Umfeld (Angehörige, Ärzte, Nachbarn usw.) stellen.


An wen muss ich mich wenden?

Die Betreuung ist an dem für den Wohnort zuständigen Amtsgericht anzuregen:

Betreuungsgericht

Amtsgericht Flensburg
Südergraben 22 , 24937 Flensburg
Telefon: 0461 - 89 0

Die Betreuungsbehörde informiert Sie gerne. Hier stehen Ihnen zur Verfügung

Frau Thiesen, Raum 713
A, O, R, U
Tel. 0461 - 85 29 43

Frau Delfs, Raum 710
B, K, Q, V
Tel. 0461 - 85 27 35

Frau Siems, Raum 702
H, I, P
Tel. 0461 - 85 24 05

Frau Brandt, Raum 711
C, L, M, T, X, Y, Z
Tel. 0461 - 85 27 46

Frau Kühn, Raum 709
D, G, J, W
Tel. 0461 - 85 29 38

Frau Bost, Raum 708
E, N
Tel. 0461 - 85 16 91

Frau Guntermann, Raum 712
F, S
Tel. 0461 - 85 19 74

Herr Zerwas, Raum 714
Verwaltung
Tel. 0461 - 85 24 02

Wer entscheidet über die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung?

Die Entscheidung, ob eine Betreuung eingerichtet wird oder nicht, trifft das zuständige Betreuungsgericht.

Wer wird zum Betreuer bestellt?

Grundsätzlich sind die Wünsche der betroffenen Person bei der Auswahl des Betreuers zu berücksichtigen. In der Regel wird eine ehrenamtliche Betreuungsperson aus dem sozialen Umfeld zum Betreuer bestellt, wenn dies dem Wunsch des Betroffenen entspricht und die Person geeignet ist, die Aufgabe zu übernehmen. Je nach Regelungsbedarf kommen aber Vereinsbetreuer oder selbständige Berufsbetreuer in Frage.

Das könnte Sie auch interessieren:

Vorsorge: Wahrung der Selbstbestimmung

Leistungsbeschreibung

Mit der Einrichtung einer rechtlichen Betreuung kann einer volljährigen Person, die aus Krankheits- oder Altersgründen ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, Hilfe gewährt werden. Ehepartner, Kinder oder nahe Verwandte können die hilfsbedürftie Person in einer solchen Situation nicht automatisch rechtlich vertreten. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gibt es nämlich kein gesetzliches Vertretungsrecht von Eheleuten untereinander oder von Kindern gegenüber ihren Eltern.

Der hilfsbedürftigen Person kann daher eine Betreuung an die Seite gestellt werden, die für sie in genau vom Gericht festgelegten Bereichen (Aufgabenkreisen), Rechtshandlungen vornehmen darf. Dabei sind die Wünsche der hilfsbedürftigen Person zu beachten, solange dies auch ihrem Wohl entspricht. Aufgabenkreise sind beispielsweise Wohnungs- und Vermögensangelegenheiten oder Gesundheitssorge.

Diese Form der staatlichen Rechtsfürsorge ist grundsätzlich vorgesehen für Menschen, die nicht bereits mit einer Vorsorgevollmacht für den Fall einer späteren Hilfebedürftigkeit vorgesorgt haben. Denn, soweit eine Vorsorgevollmacht besteht, kann die oder der Bevollmächtigte für die hilfsbedürftige Person tätig werden.

Die Informationen in diesem Abschnitt stammen nicht von der Stadt Flensburg, sondern aus dem Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein.

An wen muss ich mich wenden?

An das Betreuungsgericht.
Das Betreuungsgericht finden Sie beim Amtsgericht am Wohnsitz des Hilfebedürftigen.

Die hilfsbedürftige Person kann selbst einen Antrag auf Bestellung einer Betreuung stellen. Auch Dritte, z.B. Familienangehörige, Nachbarn oder Bekannte können die Bestellung einer Betreuung anregen. Das Gericht prüft dann, ob und für welche Bereiche eine Betreuung erforderlich ist. Vor Einrichtung der Betreuung findet in aller Regel eine Anhörung mit der hilfsbedürftigen Person und einer bzw. einem medizinischen Sachverständigen statt.

Die Informationen in diesem Abschnitt stammen nicht von der Stadt Flensburg, sondern aus dem Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein.

Rechtsgrundlage

  • §§ 1896 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB),
  • §§ 271 ff. Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG).

Die Informationen in diesem Abschnitt stammen nicht von der Stadt Flensburg, sondern aus dem Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein.

Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen zum Betreuungsrecht, zur Vorsorgevollmacht und zu Gerichten finden Sie auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).

 

Die Informationen in diesem Abschnitt stammen nicht von der Stadt Flensburg, sondern aus dem Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein.