Flensburg digital

Zukunft ist ohne Digitalisierung und Vernetzung kaum mehr denkbar!

An wenigen anderen Orten trifft dies so zu wie in Städten, Gemeinden und Regionen, die mit Dynamik und Innovationskraft den Herausforderungen von morgen begegnen wollen.

Um die tiefgreifenden ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen mitzugestalten, führt die Stadt Flensburg vielfältige Digitalisierungsprojekte durch - mit sehr sichtbaren Erfolgen.

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung allgemein in den Städten und Gemeinden kräftig angeschoben. Aber gerade über diese Anschubphase hinweg besteht die Herausforderung, die Nachhaltigkeit der Projekte zu gewährleisten und insgesamt ein Portfolio an Digitalisierungsprojekten aufzubauen, das konsequent auf langfristige kommunale Entwicklungsziele einzahlt.

Dies hat Flensburg schon zuvor und auch ohne die Pandemmie erkannt und eine Stabsstelle für E-Government und Digitalisierung direkt bei der Oberbürgermeisterin angesiedelt.

Seit der Einrichtung dieser Stelle entwickelt die für Digitalisierung verantwortliche Stelle vielfältige Initiativen zur Umsetzung von digitalen Lösungen, Online-Diensten und zum Zwecke der Bürgerfreundlichkeit.

Einen kleinen Einblick in die Aktivitäten gewähren diese Seiten. Bei Fragen oder Anregungen dazu, wenden Sie sich gern an den Chief Digital Officer der Stadt Flensburg, Herrn Dr. Marcus Ott.


Bürgerportal

Das Bürgerportal der Stadt Flensburg ist eine Plattform

… für Bürgerinnen und Bürger

Das Bürgerportal bietet den Bürgerinnen und Bürgern digitalen Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen und Angeboten der digitalen Daseinsvorsorge. Sie können damit rund um die Uhr täglich sowie von jedem beliebigen Ort aus, ihre Anliegen online klären. Über einen personalisierten Account können zahlreiche Behördendienstleistungen in Anspruch genommen und beantragt werden - ohne lange Wartezeiten.

Alle ihre favorisierten, digitalen Dienstleistungen werden auf einer übersichtlichen Pinnwand dargestellt und können aus dem integrierten Angebotskorb individuell erweitert werden. Damit stellt das Bürgerportal eine Plattform für alle „Behördengänge“ dar und erspart den Bürgerinnen und Bürgern viel Zeit und Aufwand. Bis 2023 werden nicht nur die Leistungen des Online-Zugangsgesetzes (OZG-Leistungen) kontinuierlich in das Bürgerportal eingeführt, sondern die Stadt Flensburg erweitert die Liste eigener digitaler Angebote für die Bürgerinnen und Bürger ebenso.

Eine sichere Authentifizierung der Bürger und Bürgerinnen erfolgt schnell und unkompliziert mit dem angebunden Servicekonto. Zudem wird das Bürgerportals DSGVO-konform auf hochsicheren Servern in Deutschland betrieben – Sie müssen daher nicht in Sorge um Ihre Daten sein.

Die ggfs. erforderliche Bezahlung der Behördendienstleistungen kann direkt online für die jeweilige Leistung (Verwaltungsleistungen und Angebote der Daseinsvorsorge) erfolgen. Hierfür werden verschiedene Zahlungswege bereitgestellt.

Eine gesicherte Kommunikation innerhalb des Bürgerportals ermöglicht eine direkte Kontaktaufnahme zwischen Bürger*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen. So können Verwaltungsvorgänge digital und medienbruchfrei bearbeitet werden.

In der Gesamtsicht erhalten Bürgerinnen und Bürger Zugang zu einem zentralen, rund um die Uhr erreichbaren, örtlich unabhängigen und stets aktuellen Dienstleistungsportal Ihrer Kommunen, den digitalen Dienstleistungen von Land und Bund und den Anbietern weiterer nicht-behördlicher Leistungen, wie etwa Stadtwerken oder Unternehmen der Kreislaufwirtschaft.

… für Unternehmen

Das Bürgerportal ist nicht nur für Bürgerinnen und Bürger gedacht, sondern erleichtert auch den Unternehmen deutlich die Verwaltung notwendiger Behördenangelegenheiten und die Kommunikation mit den kommunalen Verwaltungseinrichtungen.

Leistungen, die den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, werden auch Unternehmen in entsprechender Weise angeboten. Dadurch können Unternehmen Zeit und Aufwand sparen und sich verstärkt auf deren Unternehmensgegenstand fokussieren.

Durch die Bereitstellung sog. Unternehmenskonten ist die Nutzung des Bürgerportals nicht nur natürlichen Personen vorbehalten, sondern das Unternehmen wird als rechtliche Person von intern benannten Mitarbeitenden vertreten. Somit ist eine stetige Kommunikation und die Bearbeitung von Behördengängen gesichert.

Digitale Agenda Flensburg

Was ist eine digitale Agenda?

 

Der digitale Wandel erfasst alle Lebensbereiche.

Dies gilt auc hfür die verschiedenen Interessen und Bedarf der EinwohnerInnen und Betriebe der Stadt Flensburg.

Unser Projekt Digitale Agenda geht daher weit über den flächendeckenden Internet-Zugang und den Online-Zugriff auf Verwaltungsleistungen hinaus.

Es fasst auch zahlreiche weitere digitale Angebote zusammen, die die Lebensqualität un die Standortattraktivität der Region befördern. 

 

Welche Themen werden berücksichtigt?

Die Digitale Agenda der Stadt Flensburg versteht sich als Rahmenplanung für die folgenden Themenfelder:

 
 

Wie ist der Zeitplan des Projektes?

Ausgehend von einer umfassenden Aufnahme des aktuellen Standes werden bis Mitte 2021 die digitalen Bedarfslagen jedes Themenfeldes identifiziert.

Auf dieser Basis entwickeln wir bis Ende des 3. Quartals 2021 zielführende Projektansätze für digitale Angebote in jedem Themenfeld.

Aktuell ist die Verabschiedung der Digitalen Agenda zum Jahresende 2021 geplant.


 

Worauf kommt es bei digitalen Angeboten an?

"Genutzt wird nur, was auch gebraucht wird!" - diese Maxime gilt in besonderer Weise für digitale Angebote.

Entscheidend für ihre Nutzung ist nicht, ob sie technologisch brillant, sondern eine konkrete Hilfe sind.

 

Warum ist eine breite Mitwirkung wichtig?

Nur durch die Berücksichtigung der regionalen Bedarfslagen in den verschiedenen Handlungsfeldern können daher Lösungen entstehen, die zur Region passen und akzeptiert werden.

Eine breite Mitwirkung der regionalen ExpertInnen, aber auch der BürgerInnen ist daher erfolgsentscheidend für unsere künftige Digitale Agenda.

 

Welche Mitwirkungsmöglichkeiten bestehen?

Die regionalen Akteure der verschiedenen Handlungsfelder können das Projekt unter der fachlichen Federführung von ThemenpatInnen mit ihrer vertieften Kompetenz und Erfahrung in den Fokus- und Feedbackgruppen unterstützen.

Aber auch interessierte BürgerInnen sind eingeladen, ihre Wünsche und Ideen in unseren Stadtdialogen einzubringen.

 

Bestands- und Bedarfsaufnahme

Bestands- und Bedarfsaufnahme bilden ein wichtiges Element einer kommunalen Digitalen Agenda und die Grundlage jeder Maßnahmenplanung.

 

Zentrale Leitfragen dieser Analyse des IST-Zustandes sowie der Bedarfslagen sind u. a.:

  • Welche digitalen Angebote bestehen bereits und wie haben sie sich bewährt?
  • Falls ihre Nutzung hinter den Erwartungen zurückbleibt: Was sind die Gründe? 
  • Welche etablierten konventionellen Angebote eignen sich für eine digitale Unterstützung?
  • In welchen kommunalen Handlungsfeldern ist der Bedarf an digitalen Angeboten besonders groß?
  • In welchen Bereichen sind die Rahmenbedingungen für rasche digitale Erfolge günstig?
  • Welche InteressenvertreterInnen sind im Projektverlauf zusätzlich einzubeziehen, um zu guten digitalen Lösungen für ein Handlungsfeld zu kommen?
 

Maßnahmen und Handlungsempfehlungen

Kernelement unserer künftigen Digitalen Agenda ist die Definition von Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für einen planmäßigen digitalen Wandel.

Dabei werden konkrete Eckpunkte für die Konzeption digitaler Angebote entwickelt.

Diese erste "Lösungsidee" greift dabei der Feinkonzeption im Rahmen der späteren Realisierung nicht vor, ermöglicht jedoch die Priorisierung des jeweiligen Angebots im Rahmen der Umsetzungsplanung.

Auf diese Weise bietet die Digitale Agenda unserer Stadt ein "Arbeitsprogramm" für jedes Themenfeld, das in einem mehrjährigen Prozess stufenweise realisiert werden kann.


Damit schließt sich der Kreis: Wir setzen um, was unsere Stadt braucht, und gestalten damit den digitalen Wandel zum Nutzen aller BürgerInnen, Vereine, Verbände, Organisationen und Betriebe.

 

Online-Zugangsgesetz

Wenn es um die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen geht, spielen die rund 11.000 Kommunen in Deutschland eine zentrale Rolle. Das liegt daran, dass im föderal strukturierten Deutschland die Kommunen für die Umsetzung einer Vielzahl der Leistungen der "öffentlichen Hand" zuständig sind. Durch viele kommunale Leistungen und Angebote besteht eine besondere Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern wie Unternehmen.

Die Interaktion zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen mit der Verwaltung soll in Zukunft deutlich schneller, effizienter und nutzerfreundlicher werden. Das Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (Onlinezugangsgesetz – OZG) verpflichtet daher Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale auch digital anzubieten.

Flensburg ist, wie jede andere Kommune, demnach von der OZG-Umsetzung stark betroffen. Weil die Kommnalverwaltungen für den Großteil der Verwaltungsleistungen im Vollzug zuständig sind, müssen die OZG-Leistungen auch von diesen digitalisiert werden.

Das OZG verpflichtet (auch) die Stadt Flensburg, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende des Jahres 2022 online anzubieten. Aber nicht jede Kommune muss jede Leistung eigenständig selbst digitalisieren, sondern wird im Sinne des "Einer für Alle"-Prinzips bereits entwickelte Lösungen nachnutzen. Die Koordinierung der OZG-Umsetzung für die Stadt Flensburg fällt in das Programm "digitale agenda FLENSBURG", das von der Stabsstelle für E-Government und Digitalisierung verantwortet wird.

Smarte Grenzregion zwischen den Meeren

15. Juli 2021: 28 Modellprojekte Smart Cities für die dritte Staffel ausgewählt

Aktuelle Neuigkeit! Flensburgs Antrag als Smart City ist als eine Bewerbung von 28 aus 94 Modellprojekten ausgewählt worden.

Das BMI fördert seit 2019 Modellprojekte unter dem Titel Smart City.

Neben Groß- und Mittelstädten waren explizit Verbundprojekte aus den ländlichen Räumen aufgerufen, sich als Smart Region zu bewerben. Ziel des Förderprogrammes des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat ist es, lebenswerte und handlungsfähige Modellkommunen zu unterstützen, die eine integrierte Entwicklung im Kontext von Gemeinwohl und Nachhaltigkeit anstreben und diese im Einklang mit den "Smart City Charta" Leitlinien umsetzen.

Die Stadt Flensburg hat einen Antrag für das Förderprogramm "Smart Cities made in Germany" eingereicht. Es ist ein gemeinsamer Verbundantrag mit dem Kreis Schleswig-Flensburg und dem Kreis Nordfriesland.

Ausgangspunkt für die Bewerbung ist der derzeit laufende Strategieprozess zur Erarbeitung einer digitalen Agenda für die Stadt Flensburg, den die Stadt aktuell durchführt (Digitale Modellkommune Flensburg). Dieser Prozess wird im Rahmen des Landesprogramms „Digitale Modellkommune SH“ mit 100.000 EUR von November 2020 bis zum Abschluss Mitte 2022 gefördert.

Die Beantragung von Smart City-Förderung beim BMI wird von der Stabsstelle eGovernment als konsequenter nächster Schritt als ein Ziel des vorgenannten Strategieprozesses angesehen. Das Programm Smart City ist hinsichtlich der zu generierenden Förderung zurzeit das attraktivste Bundesförderprogramm für Digitalisierungsprozesse in Kommunen. Durch einen erfolgreichen Smart City-Antrag könnten die im aktuellen Strategieprozess entstehenden Ansätze zur (digital gestützten) Stärkung der Stadt in die Umsetzung gebracht werden. Die Stadt kann damit einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, sich für Gegenwart und Zukunft technologisch nachhaltig aufstellen.

Die künftige Smarte Grenzregion ist geprägt durch Randlage, Strukturschwäche, Lage zwischen den Meeren, Grenzregion mit Sprach-, Standards- u. Währungsbarrieren, Flensburg vs. ländliche Regionen, demographischer Wandel - mit Auswirkungen auf Stadt-/Regional-/Quartiersentwicklung, u.a. in den Themenfeldern Mobilität (ÖPNV vs. MIV, Pendelverkehre), Nah- und Gesundheitsversorgung (eingeschränkt) und Wohnen (mangelnde Attraktivität in ländl. Regionen). Für diese Themen erwarten wir (erstmals in einem Ost-West-Planungsraum statt Hamburg/Westküste) Lösungen durch die Smart City-/Region-Strategie.

Eine Smarte Grenzregion wird in diesem Programm als Raum verstanden, der sich – auch und gerade durch die intelligente Nutzung von Technologie – ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig entwickelt. Diese Region schließt die dänischen Partner nördlich der Grenze ausdrücklich mit ein.

Das verbindende thematische „Dach“ für den Förderantrag wird durch den gemeinsamen Kulturraum in der Grenzregion und das allumfassende Thema Daseinsvorsorge sowie das ergänzende Zusammenspiel von Stadt und Land in der Region aufgespannt. Unter diesem Dach wollen wir insbesondere folgende Themen in den Blick nehmen:

  • Grüne Energie und vernetzte Mobilität
  • Gesundheit in allen Lebenslagen
  • Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung der Zukunft

Das Programm wird ganz ausdrücklich kein Vorhaben „nur“ aus den drei öffentlichen Verwaltungen, sondern wird in seiner ambitionierten Form nur mit starken Partnern gelingen. Sowohl in der Strategiephase, wie auch in der sich anschließenden Umsetzungsphase werden deshalb Akteure aus allen Lebens- und Tätigkeitsbereichen der Stadt Flensburg mit einbezogen werden.

Chatbot Govii

Die Stadt Flensburg pilotiert seit Juni 2021 den so genannten „Govii“ – einen Chatbot, der als Ergänzung des Zuständigkeitsfinders kommunal genutzt werden kann. Mit dem Chatbot wird den EinwohnerInnen, aber auch sonst an Flensburgs Verwaltungsleistungen interessierte Personen, ein schlanker Weg angeboten, Leistungen und (Kontakt-)Daten der Stadtverwaltung zu erfragen und zwar täglich 24 Stunden, 7 Tage die Woche.

Aufgrund positiver Erfahrungen in frühen Phasen der Pilotierung, haben sich das Land SH und der ITV.SH im vergangenen Jahr darauf verständigt, den Chatbot vom Anbieter Govii UG weiteren Pilotkommunen in Schleswig-Holstein zur Verfügung zu stellen. Flensburg hat sich als Pilotmitglied für diese 2-jährige Phase beworben. Diese Pilotphase soll allen Beteiligten dazu dienen, mit der Nutzung des Govii breitere Erfahrungen zu sammeln und diesen stetig zu verbessern. Nachdem die Hürden Datenschutz und Vertragswesen genommen wurden, konnte der eigentliche Rollout im März 2021 starten und Flensburg ging im Juni 2021 mit dem Govii online.

Neun weitere Kommunen in Schleswig-Holstein implementieren und testen derzeit die Chatbot-IST-Version, ehe auch diese Kommunen den Chatbot auf ihren jeweiligen kommunalen Webseiten bereitstellen werden. Im Laufe der kommenden Monate werden sich die Pilotkommunen gemeinsam mit der Govii UG und unter Leitung des ITV.SH sowie der Landesvertretung zu Erfahrungen mit dem Chatbot wiederkehrend austauschen mit dem Ziel, den Chatbot und seine Ausgabequalität kontinuierlich zu erhöhen. 

Govii

Interessierte EinwohnerInnen finden den ChatBot auf diesen Seiten zur Digitalisierung und auf der persönlichen Seite der Seite Oberbürgermeisterin rechts unten mit dem Symbol. 

Zunehmend wird Govii auch auf weiteren Seiten von flensburg.de unterstützend und auskunftgebend bereit stehen..