Das Radrundum Flensburg besteht aus drei thematischen Radwanderwegen rund um Flensburg und reicht bis in die Anliegergemeinden Harrislee, Handewitt, Jarplund-Weding, Tastrup, Wees und Glücksburg hinein. Das Besondere an diesen Radtouren sind die Themenstationen, die an markanten Stellen über Natur, Ökologie und Geschichte der Region informieren. Das Wegekonzept wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Verein “Arbeiten für die Umwelt e.V.” (AfdU) und der Stadt Flensburg - Fachbereich Umwelt und Planen - entwickelt. Die Touren können anhand der Übersichtskarte selbständig befahren werden. Diese ist als Faltblatt in der Touristinfo, Europahaus Am ZOB, erhältlich. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann den ebenfalls mit Infostationen ausgestatteten Stadtumweltpfad erwandern.
Was ist ein Toteisloch, ein Tunneltal, ein Redder?
Noch nie gehört? Auf dem Radrundum kommt man daran vorbei und bei einer geführten Exkursion gibt es auch noch Erklärungen dazu.
Unterwegs begegnen uns “sprechende Steine” und tote Ulmen - ganz lebendig. Ob im Schäferhaus die Schafe im Haus wohnen? Wir werden sehen und den Neuntöter vielleicht auch (keine Angst, uns tut er nichts, er ist selber in Gefahr). Wo ist das Borkenhäuschen verborgen und was hat es mit der “Stillen Liebe” auf sich?
Viel Spaß auf dem Radrundum!
Wasser
In der Fördestadt und im Umland kommen wir an vielen Stationen des Radrundum mit Wasser in Berührung. Wir erfahren etwas über:
Die Flensburger Förde - im Brackwasser (Wasser mit geringem Salzgehalt) der Ostsee kommen nur wenige, spezialisierte Arten vor. Im Ostseebad und in Solitüde kann man Näheres erfahren
Seen - der aus einem Toteisloch entstandene Niehuuser See, das Wolfsmoor, der Mückenteich und der von Mönchen angelegte Roikier See bieten einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen Lebensraum
Fließgewässer - 23 Bäche gibt es in und um Flensburg, von denen wir die Meynau, die Marienau, die Scherrebek, die Taerbek und die Osbek genauer in Augenschein nehmen.
Landschaften
Steilküste, Wälder, Knicks, halboffene Landschaft, kuppige Endmöränen und flache Geest, die Gegend um Flensburg hat viel zu bieten. Das Radrundum führt uns in:
Wälder - z.B. in Hangbuchenwälder, in den nadelholzreichen Handewitter Forst, in den Buchenmischwald Marienhölzung, durch den Sukzessionswald Twedter Feld und durch Sumpf- und Bruchwälder im Glücksburger Forst
Parks und Gärten - z.B. in den Volkspark, in den Naturerlebnisraum “Schäferhaus” mit dem angrenzenden “Stiftungsland Schäferhaus”, dem größten zusammenhängenden naturnahen Gebiet unserer Region, in den Landschaftspark Twedter Mark oder die Obstwiese an der “Stillen Liebe".
Geschichte und Geschichten
Entlang des Radrundum stoßen wir auf Spuren der Geschichte , die bis in die Steinzeit reichen. Wir erfahren etwas über:
Historische Wege - z.B. den über 5000 Jahre alten Ochsenweg, auch Heerweg oder Pilgerweg genannt, der von gewaltigen Grabhügeln gesäumt war und von Viborg in Dänemark bis nach Wedel an die Elbe führte
Burgen - nur bei genauem Hinsehen kann man die Reste der Turmhügelburg Niehuus oder der Eddeboe in der Marienhölzung erkennen
Gutshöfe - wie Sünderuphof, die den Flensburgern Lebensmittel lieferten
Grenzsteine - z.B. den Wildbahnstein als Markierung des königlichen Jagdreviers und den Ruethstein, der schon in heidnischer Zeit eine Bedeutung hatte.



