Konkret gibt es für jeden der acht Wandervorschläge:
- Einen Überblick mit Informationen zu Busverbindungen und Takten (genaue Abfahrtszeiten entnehmen Sie bitte den aktuellen Fahrplänen) sowie Streckenlängen, Dauer und Schwierigkeitsgrad der Wanderung, der jede Tour einleitet.
- Eine Karte mit der Route in blauer Linie und Symbolen für Haltestellen, Sehenswürdigkeiten, Thementafeln und Einkehrmöglichkeiten sowie eine Wegbeschreibung in Stichworten, die erläutert, wo es langgeht.
- Kurzinfos zu ausgewählten Begebenheiten und Sehenswürdigkeiten in einer Randspalte.
- Sowie ausführlichere Texte, die besondere Themen behandeln.
Tour 1: »Geschichten an der Grenze«
Gern besuchte Naherholungsgebiete sind das Ostseebad mit kunstvollen Skulpturen in einer Parkanlage und einem Badestrand in Stadtnähe sowie Wassersleben mit einem weiteren attraktiven Strand. Gemütlich mit Blick über die Förde spaziert es sich dazwischen auf einem Uferweg am bewaldeten Hang entlang, an dem Spuren der Erosion zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu beobachten sind. Daran anschließend, jenseits der Grenze im Kollunder Wald, finden sich schon fast alpine Verhältnisse. Bergab und bergauf geht es auf dänischem Boden durch Flensburger Wald – ein Spiegel der deutsch-dänischen Grenzentwicklung. Von hier ergibt sich eine weite Aussicht über die Förde auf das deutsche Ufer, an anderer Stelle reizt ein Blick über ein kleines idyllisches Tal, bevor gegen Ende der ausgiebigen Wanderung das Industriedenkmal Kupfermühle mit kleinem aber feinem Museum zu Betrachtungen anderer Art einlädt: Wie wurde vor Jahrhunderten Metall verarbeitet?
Tour 2: »Sagen & Sänger«
Gern besuchte Naherholungsgebiete sind das Ostseebad mit kunstvollen Skulpturen in einer Parkanlage und einem Badestrand in Stadtnähe sowie Wassersleben mit einem weiteren attraktiven Strand. Gemütlich mit Blick über die Förde spaziert es sich dazwischen auf einem Uferweg am bewaldeten Hang entlang, an dem Spuren der Erosion zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu beobachten sind. Daran anschließend, jenseits der Grenze im Kollunder Wald, finden sich schon fast alpine Verhältnisse. Bergab und bergauf geht es auf dänischem Boden durch Flensburger Wald – ein Spiegel der deutsch-dänischen Grenzentwicklung. Von hier ergibt sich eine weite Aussicht über die Förde auf das deutsche Ufer, an anderer Stelle reizt ein Blick über ein kleines idyllisches Tal, bevor gegen Ende der ausgiebigen Wanderung das Industriedenkmal Kupfermühle mit kleinem aber feinem Museum zu Betrachtungen anderer Art einlädt: Wie wurde vor Jahrhunderten Metall verarbeitet?
Tour 3: »Hörner & Horizonte«
Westlich von Flensburg und Harrislee lädt das Stiftungsland Schäferhaus Nord zur ausgiebigen Naturbeobachtung ein. Aus dem ehemaligen Standortübungsplatz entwickelte sich in den letzten Jahren eine weitläufige Landschaft, in der viele seltene Tier- und Pflanzenarten leben. Von einer erhöhten Aussichtsplattform bietet sich ein weiter Blick über einen großen Teil der mehr als 400 ha umfassenden Halboffenen Weidelandschaft und deren Pfleger: Robuste Galloway-Rinder und Konik-Wildpferde können beim Grasen, bei der Körperpflege oder beim Wechsel ihrer Weideflächen beobachtet werden. Auf geschichtsträchtigen Pfaden oder Reddern – das sind auf beiden Seiten von Knicks gesäumte Wege – kommt man an echten vorgeschichtlichen und nachgebauten Grabhügeln vorbei, kann am Ihlsee eine lauschige Pause einlegen und begegnet vielleicht dem (inzwischen großen) Pony „Kleiner Onkel“.
Ausdauer-Wanderer erwartet am südlichen Ende des Nordteiles der AfdU-Naturerlebnisraum mit weiteren vielfältigen Möglichkeiten, die Natur zu erkunden.
Tour 4: »Wüste im Westen«
Etwas kleiner als der Nordteil, aber noch offener – an wolkenlosen Tagen ist deshalb ein Sonnenhut sehr empfehlenswert – und nicht weniger eindrucksvoll liegt der südliche Teil des Stiftungslandes Schäferhaus westlich von Flensburg. Auch hier lässt der geringe Nährstoffgehalt des sandigen Bodens Trockenrasen mit blütenreichen Pflanzen gedeihen. Diese ungewöhnliche, aber vielfältige Vegetation bietet seltenen bunten Schmetterlingen, der Zauneidechse und einigen vom Aussterben bedrohten Vogelarten Lebensraum. Außerdem weiden auch hier seit Oktober 2003 Galloway-Rinder.
Zur Ergänzung gibt die Ruine des Gutes Jägerslust Anlass zu geschichtlichen Betrachtungen: Einst zweitgrößter landwirtschaftlicher Betrieb Flensburgs und bis 1938 eine jüdische Ausbildungsstätte, ist die Gutsanlage aus dem Jahr 1857 heute als Ruine ein Zeugnis nationalsozialistischer Herrschaft.
Durch eine moderne Wohnanlage, die Gartenstadt Weiche, spaziert man dann zur heiß ersehnten Abkühlung in den Schatten des Waldes am Mückenteich oder in das direkt nebenan gelegene Freibad Weiche.
Tour 5: »Förde & Fischer«
Was wäre Flensburg ohne die Förde?
Die Zeiten, in denen große Handelsschiffe zu Flensburgs Reichtum beitrugen, sind längst vorbei. Wenn nicht gerade eine maritime Großveranstaltung wie Rumregatta oder Dampfrundum unzählige Gaffelsegler oder Dampfschiffe anlockt, präsentiert sich die Förde heute eher beschaulich: Statt Großseglern und schwimmenden Dampfern schieben sich vor den bewaldeten und unbewaldeten Steilküsten weiße Segel von Sport- und Freizeitbooten gemächlich hin und her.
Den malerischen Anblick eines der schönsten Segelreviere Deutschlands ergänzen vereinzelte Fischkutter oder der Museumsdampfer Alexandra.
In manchen der kleinen Buchten haben sich Freizeithäfen eingefügt und je nach Wetterlage laden nach dieser Tour, bei der die Innenförde immer in Sichtweite liegt, schmale Strände mit leuchtend weißem Sand zum (Sonnen-) Baden und Ausruhen ein.
Tour 6: »Wald & Wildnis«
Im Nord-Osten Flensburgs liegt ebenfalls ein schönes, langgezogenes Waldgebiet. Das Twedter Feld mit dem anschließenden Glücksburger Wald kann auf breiten Wegen per Pferd, per Fahrrad oder wie in unserem Falle per Pedes (zu Fuß) erkundet werden. Das teilweise sehr hügelige Gelände wird von mehreren Wasserläufen durchzogen, an denen sich stellenweise wilde Sumpflandschaften mit umgestürzten Bäumen befinden. Ein Paradies für Kröten, Libellen und Molche. Das zweimal gerodete und wieder entstandene Twedterholz ist seit 2003 Naturschutzgebiet. Sehenswert sind auch zwei ökologische Siedlungen, eine davon als Gemeinschaftssiedlung auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne angelegt. Weiter geht es zum Roikiersee, in dem einst Mönche Fische züchteten. Eine Bank am Ufer lädt dazu ein, die vielen Seerosen zu bestaunen und Schmetterlinge, Teichhühner oder auch Reiher zu beobachten: eine erholsame Pause, bevor der Rückweg angetreten wird, der teilweise an einer historischen Bahntrasse entlang führt.
Tour 7: »Wasser mit Weitblick«
Vom Volkspark auf der östlichen Höhe Flensburgs gibt es viele faszinierende Weitblicke. Welcher ist der Schönste? Von der Steilküste sind alte ehrwürdige Gebäude und Kirchen, ein neuer moderner Wohnkomplex, alte Museumsschiffe, die Werft mit modernen Schiffsbauprodukten, der industrieartige Stadtwerke-Komplex, die futuristisch angelegten Klärwerke oder mehr Wasser mit gegenüberliegender Küste und Wald zu sehen. Oder ist der Blick hochoben vom Wasserturm auf den Park selbst mit Schrebergärten und angrenzenden grünen Stadtteilen reizvoller?
Nach einem interessanten Einblick in den Parkhof mit seinen schmucken Backsteinhäusern, einigen architektonischen Details wie Freitreppen, Reliefs, Engelsfiguren und Zierziegeln geht es dann direkt ans Wasser, um die frische Flensburger Brise zu spüren. Die letzten Kilometer bieten eine nähere, andere, aber ebenfalls reizvolle Perspektive auf das gegenüberliegende Altstadtviertel, das Wasser, die Schiffe und die Förde.
Tour 8: »Kulturlandschaft mit Kontrasten«
Die Tour zum, ins und vom Weesrieser Gehölz ist eine der abwechlungsreichsten. Hochhäuser noch in Sichtweite, geht es von Engelsby, einem neueren Stadtviertel, an einigen alten Bauernhäusern vorbei auf einen Redderweg. Rechts und links davon liegen große Felder. Von der weiten, offenen Kulturlandschaft geht es zu einem Rundweg in das schattige Weesrieser Gehölz. Ein Abstecher führt wiederum durch offene Landschaft zum Weesmoor, an dem viele Wasservögel zu beobachten sind.
Vom Wald aus geht es dann noch mal durch offene Landschaft zum jüngsten östlichen Stadtrand. Hier ist die schnelle Vereinnahmung der Natur durch die Zivilisation fast erlebbar. Bis vor wenigen Jahren lag hier rechts und links des Weges noch freies, offenes Gelände.




