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1946 - 1989

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Die Nachkriegsjahre sind durch den wirtschaftlichen Wiederaufbau geprägt, es entwickelt sich eine gute nachbarliche Beziehung zu Dänemark und ganz Skandinavien. Das Zusammenleben der Deutschen und Dänen mit Minderheiten auf beiden Seiten der Grenze entwickelt sich zu einem Modell für ein Europa der Zukunft.

Tabellarische Darstellung:

1945-1970 • Die Auswirkungen der nationalsozialistischen Diktatur und des Krieges sind langfristig geprägt durch den geistig-moralischen Zusammenbruch Deutschlands, den Neuaufbau einer Demokratie und die Herausbildung einer starken dänischen Minderheit, kurzfristig durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch und das Einströmen von Vertriebenen und Flüchtlingen.
• 1948: Währungsreform,
• 1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Von erheblicher Bedeutung für die Stadtentwicklung sind der Eintritt der Bundesrepublik in die EWG (1957), die Mitgliedschaft Dänemarks in der EFTA (1960), die Entstehung der EG (1967), vor allem der Zollunion der EG (1968) und der Beitritt Dänemarks in die EG (Vollmitglied seit 1978).
• Schriftsprache: hochdeutsch.
• Umgangssprache: hochdeutsch, niederdeutsch, hochdänisch (rigsdansk).
1946 • Eröffnung der Pädagogischen Hochschule.
1950 • Eröffnung eines Rundfunkstudios (NWDR) am Deutschen Haus.
• Zur Volkszählung am 13.9. werden 102.832 Einwohner festgestellt.
1952 • Verlegung des Kraftfahrt-Bundesamtes von Bielefeld nach Flensburg.
1953 • Die Kreisbahn (Kleinbahn Flensburg - Kappeln) stellt ihren Betrieb ein.
1958 • Das Danfoss-Zweigwerk nimmt seine Produktion auf. Es ist die bedeutendste einer ganzen Reihe von dänischen Firmen, die sich unmittelbar südlich der Grenze im (EWG) EG-Bereich ansiedeln, teils in Flensburg, teils in Harrislee.
1961 • Volkszählung. Durch Umsiedlungsprogramme in den 50er Jahren ist die Einwohnerzahl auf 98.464 zurückgegangen.
1962 • Inbetriebnahme des neuen Wasserturmes am Volkspark und des neuen Klärwerkes Kielseng.
1964 • Fertigstellung des Rathauses 'Am Pferdewasser'.
1965 • Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bezieht einen Neubau in Mürwik.
1967 • Eröffnung der Sporthalle der dänischen Minderheit 'Idrætshallen' an der Moltkestraße.
1968 • Fertigstellung der Umgehungsstraße West (bis 1987 BAB 205, jetzt B 200).
• Der Holm wird Fußgängerzone.
1969 • Aufnahme der ersten Fernwärmelieferungen durch die Stadtwerke.
1970 • Volkszählung am 27.5.: 95.476 Einwohner.
1973 • Inbetriebnahme des Müllkompostwerkes.
• Einstellung des Straßenbahnbetriebes.
• Schließung des Seegrenzschlachthofes.
1975 • Erster Spatenstich zum Ausbau der Fachhochschule Flensburg (Neubauten an der Kanzleistraße).
1976 • Einrichtung einer geschlossenen Fußgängerzone Holm - Große Straße - Nordermarkt (verkehrsberuhigte Zone).
• Festlegung des ersten Konzeptes für die Altstadtsanierung.
• Erste Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt beginnen.
1978 • Einweihung des Autobahnabschnittes (BAB 7) von Jagel bis Dänemark einschl. Grenzübergang 'Ellund'.
• Neues Hauptzollamt an der Waldstraße 20 wird bezogen.
• Die Bundesbahnstrecke Flensburg - Niebüll wird eingestellt.
1979 • Verfügungsbauten (I. BA) am 'Hochschulgelände' Kanzleistraße werden eingeweiht und von der Fachhochschule Flensburg bezogen.
1980 • Beginn der Bauarbeiten für ein Schulzentrum an der Nikolaiallee/Zur Exe (jetzt Friesische Lücke).
1981 • Fertigstellung des neuen Postamtes in der Bahnhofstraße.
1983-1987 • Nach der Ölkrise 1973/74 nochmals gestiegene Rohstoffpreise lösen eine weltweite Wirtschaftsschwäche aus, die Flensburg wegen seiner unausgewogenen Wirtschaftsstruktur besonders heftig und nachhaltig trifft. Die Arbeitslosenquote erhöht sich bis 1987 auf über 17% - das sind mehr als 6.000 Arbeitslose in der Stadt. Für Sozialausgaben werden fast 45% des städtischen Etats benötigt. Mehrfach werden vom Magistrat Haushalts-Ausgabesperren angeordnet.
• Für die Harmstorf-Werften, und damit auch für die FSG, wird Vergleichsantrag gestellt; ein Konkursverfahren schließt sich an.
1983 • Neue Streckenführung der B 200 - mit Autobahnanschlussstelle Süd - wird dem Verkehr übergeben.
• Eröffnung einer Freien Waldorf-Schule.
1984 • Neubau Städt. Pflegeheim 'Valentinerhof' wird eingeweiht.
• Flensburg feiert sein 700-jähriges Stadtjubiläum mit großem Stadt- und Hafenfest.
• Eröffnung des Schiffahrtsmuseums im alten Zollpackhaus.
1985 • Die 'Nordische Universität' wird - auf privatwirtschaftlicher Basis - eingerichtet (1989 durch Beschluss der Landesregierung aufgelöst).
• Einbeziehung der gesamten nördlichen Altstadt und der Altstadtteile St. Johannis und St. Jürgen in das Sanierungsgebiet (insgesamt: ca. 96 ha).
1986 • Erste Einkaufspassage (Holm-Passage) wird eröffnet.
1987 • Volkszählung am 25.5.: 86.554 Einwohner.
1988 • Eine weitere größere Ausbaustufe der Fachhochschule Flensburg wird eingeweiht.
• Der Neubau des Fernmeldeamtes an der Eckernförder Landstraße wird fertiggestellt.
• Der erste Bauabschnitt eines 'Technologie- und Gewerbezentrums' (TGZ) an der Lise-Meitner-Straße wird in Betrieb genommen.
1989 • Inbetriebnahme des 215 m hohen neuen Sendemastes am Fuchsberg im Stadtteil Engelsby (der bisherige, 216 m hohe Sendemast im Stadtteil Fruerlund wird 1989/90 demontiert).
• Inbetriebnahme der 'Städt. Frauen- und Kinderklinik' am Marienhölzungsweg.
• Schließung des städt. allgem. Krankenhauses 'Klinik Ost'.


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