In dem Leitfaden, der als CD-Rom vorliegt und beim Fachbereich 4, Umwelt und Planen, bezogen werden kann, sind alle Schritte beschrieben und Hilfsmittel zusammengefasst, die zur Durchführung eines Öko-Audits oder eines Öko-Audits light an Schulen notwendig sind.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen schnellen Überblick über den Leitfaden sowie zum Plan-Do-Check-Act-Verfahren, einer Methode, die Ihnen - im Falle einer Durchführung eines Öko-Audits - das Planen, Durchführen und Überprüfen von Umweltmaßnahmen erleichtern soll.
Aber zuerst wird noch die Frage geklärt: Wie wird Öko-Audit definiert? Die Antwort ist eine Ergänzung zum rechts stehenden Link:
Was ist ein Öko-Audit?
Information für Einsteiger
Definition des Begriffes Öko-Audit
Im folgenden wird die Definition aus dem ZEIT-Lexikon, Bd. 15, Seite 214 zitiert:
„Ein Öko-Audit oder Umweltaudit ist eine regelmäßige, systematische Untersuchung und Bewertung der Aktivitäten eines Unternehmens bezüglich ihrer Umweltauswirkungen auf technischem und organisatorischem Gebiet durch spezielle externe Gutachter. Ziel des Umweltaudits ist es, durch einen Soll-Ist-Vergleich Stärken und Schwächen des Unternehmens im Umweltschutz zu erkennen und Verbesserungsempfehlungen zu formulieren. Rechtsgrundlage ist das Umweltgesetz vom 7. 12. 1995, das auf der EWG-Verordnung vom 29. 6. 1993 basiert.
Voraussetzung für die freiwillige Teilnahme von gewerblichen Unternehmen sind die Etablierung und Umsetzung eines Umweltmanagementsystems, regelmäßige Durchführung von Umweltbetriebsprüfungen und öffentliche Bereitstellung von Informationen über den betrieblichen Umweltschutz (Umwelterklä-rung). Das Öko-Audit mündet in eine Gültigkeitserklärung (Zertifizierung), die Voraussetzung für die Eintragung in einem Standortregister (Umweltregister) ist. Die in das Register eingetragenen Unternehmen sind berechtigt, die von der EU genormte Teilnahmeerklärung für die (nicht produktbezogene) Werbung zu verwenden.“
(vgl. auch: Was ist ein Öko-Audit?)
Für ein Schulaudit wurden diese Regeln im Wesentlichen übernommen, aber an den schulischen Betrieb angepasst und vereinfacht.
Das Öko-Audit für Schulen, das Schulaudit, ist also eine Strategie, die jede Schule anwenden kann, die sich für den Umweltschutz engagieren möchte. Sowohl eine Schule, die bereits umfangreiche Erfahrungen im Umweltschutz hat, als auch eine Schule, die noch ganz am Anfang steht, kann am Öko-Audit teilnehmen. Es gibt kein vorgeschriebenes Einstiegsniveau und kein definiertes Ziel, dass durch den Umweltschutz erreicht werden muss. Jede Schule setzt sich ihre Ziele nach den eigenen Möglichkeiten.
Dabei gilt: Besser klein anfangen als gar nicht anfangen.
Die Motivation, am Öko-Audit teilzunehmen
Als Bildungseinrichtung sind Schulen aufgefordert, Verständnis für Natur und Umwelt zu schaffen sowie die Bereitschaft zur Mitwirkung am Erhalt der Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen zu fördern. Um diese Anforderungen in und außerhalb des Unterrichts umzusetzen, haben sich sechs Flensburger Schulen entschieden, mit Unterstützung der Stadt Flensburg den Umweltschutz an ihren Schulen durch die Teilnahme am Öko-Audit zu fördern und gleichzeitig ihre Erfahrungen in einem Leitfaden anderen Schulen zur Nachahmung zur Verfügung zu stellen.
Verpflichtungen, die sich daraus ergeben
Über das Öko-Audit verpflichten sich diese Schulen,
- den Umweltschutz aktiv und eigenverantwortlich zu fördern und die Umweltleistung der Schule zu verbessern. Umweltleistung steht dabei für den Beitrag zum Umweltschutz.
- den Umweltschutz über das Curriculum fest in den Unterricht zu integrieren und, wo möglich, thematische Inhalte auf die Belange der Schule anzupassen.
- den Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern.
- umweltrechtliche Vorschriften, den Umgang mit Gefahrstoffen und Notfallvorsorge einzuhalten.
- die Ziele im Umweltschutz durch organisatorische Maßnahmen zu unterstützen.
- die Verbesserung und die Wirksamkeit regelmäßig auf Wirksamkeit und Erfolg der getroffenen Regelungen zu überprüfen.
Was man über den Leitfaden wissen sollte
Der Leitfaden ist das Nachschlagewerk für die Umsetzung des Öko-Audits und des Plan-do-check-act-Kreislaufs. Der Leitfaden beschreibt Arbeitschritte und Ansprechpartner und bietet zahlreiche Hilfsmittel, durch die der Audit-Kreislauf fest in den Schulalltag integriert und dadurch leichter handhabbar wird. Neben den Checklisten, Übersichten, Vorlagen zum Ausfüllen und Fragebögen für die Bestandsaufnahme, die die Arbeit im schulischen Umgang erleichtern und vereinheitlichen, enthält er ein Managementhandbuch, eine Powerpoint-Präsentation und zwei begleitende Vorträge, die die Überzeugungsarbeit an der Schule zugunsten der Durchführung eines Öko-Audits unterstützen sollen. Damit ist der Leitfaden einerseits für alle gemacht, die sich im Öko-Audit-Prozedere befinden und eine Orientierung, ein Nachschla-gewerk brauchen. Andererseits soll er allen Interessierten einen fundierten Einblick in den Prozess bieten, der mit dem Durchlaufen eines Öko-Audits verbunden ist und den Einstieg in diesen erleichtern. Alle Unterlagen stehen als Dateien auf CD-Rom zur Verfügung und können schulspezifisch bearbeitet und angepasst werden.
Der Leitfaden ist in vier Hauptkapitel gegliedert:
Im Hauptkapitel „Einführung“ finden Sie zahlreiche Einstiegsmaterialien, um sich mit dem Thema „Öko-Audit an Schulen“ näher vertraut zu machen. Hier sind auch die Power-Point-Präsentation und der Einstiegsvortrag gespeichert. Außerdem enthält das Verzeichnis eine detaillierte Beschreibung der Arbeitsschritte Plan-Do-Check-Act.
Nach der Einführung ist die CD-Rom in zwei Verzeichnisse aufgeteilt, die sich dem Öko-Audit und dem Öko-Audit light widmen. Zum Schluss bietet das Verzeichnis „Anhang“ den Zertifizierungsstandard für das Öko-Audit light sowie ein Benchmarking. Das ist eine vergleichende Aufstellung von Schulen auch außerhalb Flensburgs, die ein Öko-Audit durchgeführt haben. Hier werden Verbrauchswerte für Heiz- und elektrische Energie, Wasser und Papier sowie die anfallenden Abfallmengen verglichen.
Der Inhalt des Verzeichnisses „Öko-Audit“ ist folgendermaßen gegliedert:
- Kapitel 1 beschreibt die Datenerhebung und die Vorgehensweise zu Bewertung der Aspekte.
- Kapitel 2 erweitert die Bestandsaufnahme durch eine Befragung und Fragen nach Umweltschutz im Unterricht.
- Kapitel 3 beschreibt den Rechtscheck, der die Rechtssicherheit prüft und relevante Vorschriften für die Schule erfasst, zusammenstellt und in der Umsetzung organisiert.
- Kapitel 4 beschreibt die Erstellung des zusammenfassenden Berichts, in dem die Ergebnisse aus den Kapiteln 1-3 dargestellt werden.
- Kapitel 5 beschreibt die Erarbeitung der Umweltpolitik, die die langfristige Entwicklungsperspektive der Schule aufzeigt.
- Kapitel 6 beschreibt die Erarbeitung des Umweltprogramms, das dem Zielen und Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Termine die Verbesserung der Umweltleistung bewirkt.
- Kapitel 7 beschreibt die Erstellung des Managementhandbuchs, das Verantwortlichkeiten und Abläufe beschreibt, die das Öko-Audit und seine Ziele unterstützen.
- Kapitel 8 beschreibt das Interne Audit, mit der die Schule die Umsetzung des Öko-Audit, die Zielerreichung und die Wirksamkeit des Auditkreislaufs überprüft und bei Verbesserungspotenzialen Korrekturmaßnahmen einleitet.
- Kapitel 9 beschreibt die Anforderung an die Umwelterklärung und eine mögliche Begutachtung durch einen zugelassenen Umweltgutachter.
Die Kapitel 1 bis 9 sind in zwei Verzeichnisse unterteilt:
- 1. Verzeichnis - Arbeitsbögen (mit Arbeitshinweisen) zur Bearbeitung.
- 2. Verzeichnis – Beispielen aus den Flensburger Projektschulen soweit vorhanden.
Für alle, die sich für das Öko-Audit light entscheiden wollen, bietet das entsprechende Verzeichnis „Öko-Audit light“ Hilfe. Es gliedert sich in:
- Kapitel 1 beschreibt die Datenerhebung und die Vorgehensweise zu Bewertung der Aspekte.
- Kapitel 2 erweitert die Bestandsaufnahme durch eine Befragung und Fragen nach Umweltschutz im Unterricht.
- Kapitel 3 beschreibt den Rechtscheck und die Delegation von Aufgaben, die gesetzlich gefordert sind.
- Kapitel 4 beschreibt die Erstellung des zusammenfassenden Berichts, in dem die Ergebnisse aus den Kapiteln 1-3 dargestellt werden.
- Kapitel 5 beschreibt die Erarbeitung der Umweltpolitik, die die langfristige Entwicklungsperspektive der Schule aufzeigt.
- Kapitel 6 beschreibt die Erarbeitung des Umweltprogramms, das dem Zielen und Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Termine die Verbesserung der Umweltleistung bewirkt.
- Kapitel 7 beschreibt die Erstellung des Managementhandbuchs, das Verantwortlichkeiten und Abläufe erklärt, die das Öko-Audit und seine Ziele unterstützen.
- Kapitel 8 beschreibt das Interne Audit, mit der die Schule die Umsetzung des Öko-Audit, die Zielerreichung und die Wirksamkeit des Auditkreislaufs überprüft und bei Verbesserungspotenzialen Korrekturmaßnahmen einleitet.
Die Kapitel 1 bis 8 sind in zwei Verzeichnisse unterteilt:
- 3. Verzeichnis - Arbeitsbögen (mit Arbeitshinweisen) zur Bearbeitung.
- 4. Verzeichnis –Beispielen aus den Flensburger Projektschulen soweit vorhanden.




