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Visum und Aufenthaltserlaubnis für Studienzwecke

Hinweis: Die auf dieser Seite angezeigten Informationen stammen nicht von der Stadt Flensburg, sondern aus dem Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein

Studienbewerber/innen aus der EU und den EWR-Staaten benötigen für die Einreise in das Bundesgebiet kein Visum und für den Aufenthalt in Deutschland keinen Aufenthaltstitel.

Wenn Sie als Nicht-Unionsbürger/in die Aufnahme eines Studiums in Deutschland beabsichtigen, müssen Sie grundsätzlich vor der Einreise nach Deutschland zunächst ein Visum beantragen. Dieser Aufenthaltstitel gilt in der Regel drei Monate.

Staatsangehörige Australiens, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, Südkoreas und der Vereinigten Staaten von Amerika können auch ohne Visum einreisen, benötigen aber für einen länger als drei Monate dauernden Studienaufenthalt einen Aufenthaltstitel in Form einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Ausbildung (Studium).

An wen muss ich mich wenden?

Zur Beantragung eines Visums an die in Ihrem Heimatstaat zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Für die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis für Studienzwecke an die Ausländerbehörde des Ortes, an dem Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland nehmen werden/genommen haben.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Einzelheiten über die beizubringenden Unterlagen zur Visumbeantragung können bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung in Erfahrung gebracht werden.

Zur Beantragung des Aufenthaltstitels sind nötig:

  • Zulassungsbescheinigung zum Studium beziehungsweise Immatrikulationsbescheinigung für eine staatliche oder staatlich anerkannte Hochschule/Berufsakademie, wobei das Studium Hauptzweck des Aufenthalts ist,
  • Unterlagen, die die Finanzierung während des Studienaufenthaltes belegen,
  • Nachweis über die Krankenversicherung,
  • gültiger Reisepass,
  • zwei aktuelle Passbilder.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen Gebühren nach §§ 45, 46  Aufenthaltsverordnung (AufenthV) an.

 

Welche Fristen muss ich beachten?

Die deutsche Auslandsvertretung kann das Visum erst ausstellen, nachdem die zuständige Ausländerbehörde in Deutschland ihre Zustimmung erteilt hat. Dieses Zustimmungsverfahren dauert in der Regel bis zu drei Monaten.

Die Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken muss vor Ablauf des Visums beziehungsweise (bei visumfreier Einreise) innerhalb von drei Monaten nach Einreise beantragt werden. Sie wird befristet erteilt und kann bei positivem Studienverlauf verlängert werden.

Rechtsgrundlage

§ 16 Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG)

§§ 45, 46 Aufenthaltsverordnung (AufenthV)

Was sollte ich noch wissen?

Nach Ankunft in Deutschland müssen sich Studienbewerber innerhalb von 14 Tagen bei der Meldebehörde ihres Wohnortes anmelden.

Das Visum/die Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken berechtigt teilweise zur Ausübung einer Beschäftigung für 120 ganze oder 240 halbe Tage im Jahr und für studentische Nebentätigkeiten. In allen anderen Fällen muss die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (auch Ableistung unentgeltlicher Praktika) von der Ausländerbehörde (gegebenenfalls von der Agentur für Arbeit) zugelassen werden. Bitte informieren Sie sich vorab, da bei widerrechtlicher Aufnahme einer Erwerbstätigkeit strafrechtliche Konsequenzen drohen können!

Nach erfolgreichem Abschluss haben ausländische Studienabsolventinnen und Studienabsolventen die Möglichkeit, die ihnen während des Studiums erteilte Aufenthaltserlaubnis um bis zu 18 Monate verlängern zu lassen, um sich einen dem Abschluss angemessenen Arbeitsplatz zu suchen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amt.