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Beschulung und Betreuung

Das ZkE hält ein differenziertes Bildungs- und Unterstützungsangebot für Kinder und Jugendliche vor, die aufgrund ihrer persönlichen Voraussetzungen und ihrer Lebenssituation sowie der von ihnen ausgebildeten Erlebens- und Verhaltensweisen einer vorübergehend besonderen schulischen Förderung bedürfen.

Es werden drei Lerngruppen für Jungen und eine für Mädchen des Sek-1-Bereichs mit jeweils sechs Plätzen und zwei Lerngruppen für Grundschulkinder mit jeweils vier Plätzen angeboten.

Ziele

Grundlage sind die Ressourcen des Kindes und der Familie. Die Kinder werden nach individuellen Zielsetzungen unterrichtet, wobei nicht primär die Aufarbeitung schulischer Defizite, sondern vielmehr die Stärkung der Persönlichkeit im Vordergrund stehen soll, um eine möglichst schnelle und erfolgreiche Reintegration zu ermöglichen.
Bei Jugendlichen der Klassenstufe 9 wird das Erreichen des Bildungsziels der Hauptschule angestrebt.
Alle Kinder der Orientierungs- und Sekundarstufe 1 werden sozialpädagogisch betreut. Die Eltern verpflichten sich verbindlich zu regelmäßigen Familiengesprächen.

Zielgruppe

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche der Stadt Flensburg, die Unterstützungsbedarf in der sozialen und emotionalen Entwicklung haben und deren inklusive Beschulung vorübergehend unterbrochen werden muss, insbesondere bei

● Langzeitabsentismus
● einem stark gestörten Beziehungsdreieck Schüler - Schule - Familie
● Gefährdung von Bildungszielen

Zugang

Der Zugang erfolgt ausschließlich über das Beratungsteam des ZkE.

Verlauf/Durchführung

Im Aufnahmegespräch werden unter der Teilnahme des Beratungsteams,
der Familie der Schülerin bzw. des Schülers sowie der Lehrerkräfte
des ZkE und der Stammschule Ziele und Perspektiven der Beschulung und Betreuung vereinbart. Die Schülerinnen und Schüler werden dem ZkE nicht zugewiesen. Die Aufnahme ist für Eltern und Schülerinnen und Schüler freiwillig, die Teilnahme an allen Aktivitäten danach aber verpflichtend.
Die Regelschule bleibt in der Verantwortung. Eine möglichst zeitnahe Reintegration wird angestrebt.

Parallel zur Beschulung und Betreuung in einer Lerngruppe finden
Beratungsgespräche mit der Familie statt (nach Bedarf als System und/oder als Einzelpersonen in Form von Hausbesuchen und/ oder Einzel- oder Gruppenbetreuungsmaßnahmen).

In Form von Bilanzgesprächen, die ca. alle 8-10 Wochen stattfinden sollen, und unter Einbeziehung eines Förderplans werden die vereinbarten Ziele überprüft sowie Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler dargestellt.

Die individuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler entscheidet über den Zeitpunkt der Reintegration an die Herkunftschule oder an eine alternativ gewählte Regelschule. Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 besteht die Möglichkeit, die zentralen Abschlussprüfungen für den Hauptschulabschluss im ZkE zu absolvieren.