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Kindertagesbetreuung: Fachinformationen

Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuung 2015 bis 2017

Die Fortschreibung der Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuung 2015 bis 2017 wurde am 19.11.2015 von der Ratsversammlung der Stadt Flensburg einstimmig beschlossen.

Diese bietet neben den Aussagen zur Bevölkerungsentwicklung und der Prognose des zukünftigen Bedarfes an Betreuungsplätzen auch insgesamt einen informativen Überblick der Flensburger Gesamtsituation im Bereich der Kindertagesbetreuung. Aber auch die Herausforderungen, insbesondere in qualitativer Hinsicht, werden aufgezeigt.

Die Planung gibt den Orientierungsrahmen für die weitere Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Flensburg in quantitativer und in qualitativer Hinsicht.

Bedarfsplanung 2015 bis 2017 (PDF, 1.508 KB)

Elternbefragung in Flensburg

Im Sommer 2013 wurden in Flensburg alle Eltern mit Kindern unter drei Jahren zum Betreuungsbedarf befragt. Angeschrieben wurden über 2300 Familien - teilgenommen haben etwa 38%. Die Auswertung der Ergebnisse hat ergeben, dass 42,7% der Flensburger Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsbedarf haben. Eltern benötigen dabei überwiegend eine Betreuung zwischen 20 und 30 Stunden in der Woche.
Die Untersuchung wurde vom Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut und Technische Universität Dortmund durchgeführt. Erhoben wurde der Bedarf in 93 Kommunen.

Ergebnisbericht Elternbefragung (Juli 2014) (PDF, 704 KB)

KiPP - Kita Präventions Projekt

Allen Kindertagesstätten wird in Flensburg ein trägerübergreifendes und unabhängiges Unterstützungsangebot bereitgestellt, um mit den Herausforderungen besser umgehen zu können, die sich aus der zunehmenden Zahl von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten ergeben. Ein multiprofessionelles Expertenteam bietet ressourcenorientiert und weitgehend kostenfrei für alle Kita-Fachkräfte Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten an. Die Trägerschaft des Projektes hat das RBZ Hannah-Arendt-Schule übernommen. Finanziert wird es durch die Stadt Flensburg.

Interessierte Fachkräfte aus den Kindertagesstätten erhalten weitere Informationen direkt beim KiPP-Team unter Tel. 0461 85 1193.

Mehr zum Projekt auf den Seiten der Hannah-Arendt-Schule

 

"In Sprache baden"

Der „Flensburger Arbeitskreis Sprache & Integration“ (FlAkSI) ist ein Zusammenschluss der Sprachexpertinnen, die in den Kindertagesstätten tätig sind, welche an dem Bundesprogramm „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ teilnehmen. In den wöchentlichen Treffen des FlAkSI ist in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren dieser Offensive eine Konzeption zur sprachpädagogischen Arbeit in
Kindertagesstätten entstanden.

Sprachpädagogische Konzeption für Kindertagesstätten (PDF, 1.432 KB)

Elternbeitrag

In Flensburg werden einheitliche Elternbeiträge in allen Kindertagesstätten und auch in der Kindertagespflege erhoben. Diese sind nach der Dauer der Betreuung und dem Alter der Kinder (über und unter drei Jahren) gestaffelt.
Die Beiträge können auf Antrag ermäßigt werden. Für Familien mit geringem Einkommen ist auch eine volle Ermäßigung möglich. Hierfür gilt in Flensburg eine im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Einkommensgrenze, bis zu der kein Beitrag gezahlt werden muss. Darüber hinaus erfolgt für mittlere Einkommen eine Staffelung der Gebühren.

Mehr zum Elternbeitrag

Ausbaustand U3 (Plätze für Kinder unter drei Jahren)

Die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren werden massiv ausgebaut. Seit 2008 sind mit den Fördermitteln von Bund, Land und Stadt, aber auch durch das große Engagement der Kita-Träger etwa 630 neue Plätze entstanden. Davon etwa 130 in der Kindertagespflege.
Die Flensburger Versorgungsquote U3 liegt im Dezember 2013 bei knapp unter 32%.
Dies sind insgesamt 725 Plätze. Etwa 25% der Kinder werden von Tagesmüttern und Tagesvätern betreut.

Bundesweit wird eine Versorgungsquote von 39% angestrebt, die aber in jeder Kommune aufgrund des sehr unterschiedlichen regionalen Bedarfs auch höher oder niedriger sein kann. In Flensburg hat sich die Kommunalpolitik auf eine Versorgungsquote von 45% (1080 Betreuungsplätze) bis zum Jahr 2016 festgelegt. In 2014 kommen durch bereits laufende oder abgeschlossene Bau- und Erweiterungsmaßnahmen weitere 110 bis 120 Plätze hinzu, so dass eine Versorgungsquote von etwa 36% erreicht wird.

Weitere Einzelheiten können der Flensburger Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuung 2014 bis 2016 entnommen werden.

Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuung 2014 bis 2016 (PDF, 2.614 KB)

Kinderförderungsgesetz

Der vierte Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) stellt den bundesweiten Ausbaustand des Betreuungsangebots für unter Dreijährige zum 1. März 2012 dar und behandelt einzelne Fragestellungen der Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung.

Vierter Zwischenbericht zum KiföG (PDF, 1.410 KB)

Bundes- und Landesinvestitionsprogramm U3- und Ü3-Ausbau

Im Rahmen eines weiteren Förderprogramms haben der Bund und das Land Schleswig-Holstein eine Verwaltungsvereinbarung getroffen, um zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei und über drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege neu zu schaffen. In der Förderphase 2015 bis 2018 stehen der Stadt Flensburg voraussichtlich 613.000 Euro aus Bundesmitteln und 412.000 Euro aus Landesmitteln zur Verfügung. Die Bundesmittel können ausschließlich für Maßnahmen im U3-Bereich eingesetzt werden. Die Landesmittel sollen vorrangig für Maßnahmen im Elementarbereich eingesetzt werden.

Nach der Förderrichtlinie des Landes für Investitionskosten zur Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen übernehmen Bund und Land 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben. Eine Beteiligung der Stadt Flensburg steht noch nicht fest. Eine Beschlussvorlage zur Ko-Finanzierung wird im Jugendhilfe- und Finanzausschuss Ende Mai beraten.
Kindertagespflegepersonen erhalten für Ausstattungsinvestitionen und für bauliche Maßnahmen an den Räumen der Tagespflegestelle eine Förderung in Form eines pauschalierten Festbetrags.

Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein zur Umsetzung des Investitionsprogramms (PDF, 27 KB)

Antrag Investitionen (PDF, 14 KB)

Förderung von Kindertagestätten

Die Stadt Flensburg fördert die Betreuung von etwa 3500 Plätzen in allen Kindertagestätten sämtlicher Träger z. Zt. mit fast 15 Mio. Euro jährlich. Darin enthalten sind etwa 2,8 Mio. Euro für Elternbeitrags- und Geschwisterermäßigungen sowie etwa 0,5 Mio. Euro für präventive Zusatzangebote in Kindertagesstätten.
Daneben finanzieren sich Kindertagesstätten noch durch Elternbeiträge, einem Landes- und Bundeszuschuss und einem Eigenanteil des Trägers.

Richtlinie über die Förderung von Kindertagesstätten in der Stadt Flensburg (KiTa-Förderrichtlinie - KiTaFR) (PDF, 60 KB)

Anlage zur Förderrichtlinie (Stand Juni 2014) (PDF, 256 KB)

Förderrichtlinie für Zusatzangebote in Kindertagesstätten (Ri-ZAK) (PDF, 70 KB)

Aufgabenbeschreibung für zusätzliche Personalressource nach § 6 (5) RiZAK (PDF, 164 KB)

Kindertagespflege

Für die Förderung der Kindertagespflege stellt die Stadt Flensburg z. Zt. etwa 1,1 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Tagespflegepersonen erhalten eine laufende Geldleistung von der Stadt Flensburg sowie einen Beitrag zur Alterssicherung, zur Unfallversicherung und zur Kranken- und Pflegeversicherung. Daneben werden die Kosten der Qualifizierung der Tagespflegepersonen zu 90% übernommen und regelmäßige Fortbildungen durchgeführt.
Die Stadt Flensburg erhebt nach einer Gebührensatzung die Elternbeiträge, die sich an den Beiträgen in Kindertagesstätten orientieren.

Kindertagespflege Richtlinie (PDF, 113 KB)

Anlage Kindertagespflege Richtlinie (PDF, 190 KB)

Elternbeitrag Kindertagespflege (PDF, 113 KB)