In Schleswig-Holstein gibt es so manchen Ort, an dem um 20 Uhr die Bürgersteige hoch geklappt werden. „Bonjour Tristesse” wird man in Flensburg jedoch kaum zu hören bekommen. Hier kann man sich rund um die Uhr amüsieren – wenn man will.
Es ist nicht die schlechteste Voraussetzung für einen unterhaltsamen Abend, wenn er mit der Qual der Wahl beginnt. Flensburg hat vom Städtischen Theater über die Niederdeutsche Bühne bis zur experimentellen Pilkentafel viele Bühnen für viel Kultur. Das „Kühlhaus” und das „Roxy” bedienen musikalische Bedürfnisse jenseits des Mainstream, im „Max” und den kleinen Clubs tanzt der Zeitgeist. Zu den Hofkulturtagen treten jeden Sommer Künstler aus aller Welt vor der Kulisse der für Flensburg so typischen Kaufmanns- und Handwerkerhöfe auf. Cineasten kommen im (preisgekrönten) Programmkino oder im modernen Kinoplex auf ihre Kosten. Nach dem Kulturgenuss lockt eine Vielzahl von Kneipen und Restaurants. Flensburgs „Küste” hat sich längst vom „Nachtjacken-Viertel” zu einem unterhaltsamen Quartier entwickelt, in dem man bis zur Morgendämmerung norddeutsch essen und brasilianisch tanzen kann.
Wer sportlichen Nervenkitzel bevorzugt, sollte sich eine Jahreskarte für die Handballbundesliga besorgen. Die SG Flensburg-Handewitt hat mit ihrem Spitzenhandball dem äussersten Norden europaweit einen guten Namen verschafft, und seitdem es die Campushalle mit ihren 6000 Plätzen gibt, bekommt man manchmal für die Heimspiele sogar noch einen Platz. Apropos Campushalle: Hier wird mehr geboten als nur Handball. Der beeindruckende Bau ist Bühne für Show- und Rockstars. Und wer weiß, vielleicht flimmert eines Abends „Wetten, dass” aus der Flensburger Campushalle über die Mattscheiben.
...hat den Grund fürs Bauen!




