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Grenzpendeln

Vorteil eines Wohnsitzes in unserer deutsch-dänischen Region ist, dass der Arbeitsmarkt nicht an der Grenze halt macht, so dass Jobangebote und -gesuche sich auch grenzüberschreitend ausgleichen können. Beratung rund ums Grenzpendeln liefert das Infocenter im Regionskontor Padborg, das auch regelmäßig Außensprechzeiten in Flensburg anbietet.

Grenzpendeln zwischen Deutschland und Dänemark

Der Arbeitsmarkt im deutsch-dänischen Grenzgebiet ist seit je her durch große konjunkturelle Unterschiede gekennzeichnet. Läuft der Beschäftigungsmotor in einem Land auf Hochtouren, ist es oftmals im anderen Land sehr ruhig. Daher gibt es stets Arbeitnehmer, die im Nachbarland Arbeit suchen und finden.

Im Jahr 2003 waren es rund 1.700, 2012 ca. 5.800 in der Region Sønderjylland-Schleswig und bis zu 8.000 in ganz Dänemark. Gleichzeitig geht man von rund 1.200 in Dänemark wohnenden Arbeitnehmern aus, die als Pendler in Deutschland arbeiten.

Was genau ist eigentlich ein Grenzpendler?

Der Begriff Grenzpendler wird heute synonym mit dem Ausdruck Grenzgänger verwandt. Diese Unterscheidung hatte früher eine steuerrechtliche Bedeutung, die jedoch heute nicht mehr beachtet wird. Nach den geltenden Regeln ist ein Grenzpendler ein Arbeitnehmer, der mindestens einmal pro Woche aus dem Arbeitsland in sein Wohnland zurückkehrt. Hier behält er seinen Lebensmittelpunkt bei und ist daher durch besondere europäische Gesetzgebung sozial abgesichert.

Mobilitätsbarrieren trotz Arbeitnehmerfreizügigkeit

Trotz Arbeitnehmerfreizügigkeit und europäischer Vorschriften zur sozialen Sicherung existieren verschiedene Barrieren, die Arbeitnehmern Probleme bereiten: mangelnde Sprachkenntnisse, keine Kenntnisse des anderen Arbeitsmarktes, der anderen Kultur sowie fehelnde Kenntnisse des sozialen Sicherungs- und Steuersystems sind hier nur beispielhaft zu nennen. (s.u.: Mobilitätsbarrierenbericht)

Beratungsstelle: Das Infocenter im Regionskontor in Padborg

Aufgrund der teilweise komplexen rechtlichen Situation von Grenzpendlern ist es dringend anzuraten, sich vor Beschäftigungsaufnahme im anderen Land über die wichtigsten Fragen zu Arbeitsrecht, Steuer- und Sozialversicherunsgrecht beraten zu lassen. Alle Fragen in diesem Zusammenhang beantwortet den deutschen und dänischen Interessenten das "Infocenter im Regionskontor Sønderjylland-Schleswig" vollkommen kostenlos.

Die Mitarbeiter des Infocenters bieten aber auch regelmäßig Außensprechenzeiten in Flensburg an, so dass Flensburger sich auch direkt vor Ort informieren können.