Oft gesucht:

Entwicklung im Bahnhofsumfeld

Am 9. Mai 2015 findet deutschlandweit der erste Tag der Städtebauförderung statt. Flensburg macht mit und nimmt insbesondere das Bahnhofstal in den Blick. Hier entsteht ein neues Quartier und Sie können es mitgestalten.

Am 09.05.2015 findet von 10:00 bis 17:00 Uhr eine Planungswerkstatt mit Gebietsbegehung in der „Alten Bahnpost“ im Sanierungsgebiet Südstadt: Bahnhofsumfeld statt. Flensburgerinnen und Flensburger sind eingeladen, einen Tag in die Rolle des „Städtebauförderers“ zu schlüpfen und ihre Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung des Sanierungsgebietes: Südtsadt Bahnhofsumfeld einzubringen. Für den bevorstehenden Wettbewerb im Bereich des Bahnhoftals werden Anregungen gesucht: Was möchten Sie den Wettbewerbsteilnehmenden mitgeben? Was ist Ihnen im Bahnhofstal wichtig, das bei der zukünftigen Entwicklung des Gebietes unbedingt beachtet werden soll? Die Ergebnisse der Planungswerkstatt sollen in die Wettbewerbsauslobung zum Bahnhofstal einfließen.

Die Stadt Flensburg beabsichtigt in den kommenden Jahren umfangreiche Baulandentwicklungen im Bahnhofsumfeld umzusetzen. Hierzu hat die Ratsversammlung der Stadt Flensburg mit Beschluss vom 14.02.2013 die Festlegung des Sanierungsgebietes „Südstadt: Bahnhofsumfeld“ und entsprechende Sanierungsziele sowie einen Rahmenplan beschlossen.


Es ist vorgesehen, das vorhandene innenstadtnahe Quartier städtebaulich aufzuwerten und zu einem attraktiven Wohn- und Lebensstandort weiter zu entwickeln. Im Gebiet lassen sich insgesamt ca. 700 neue Wohneinheiten realisieren, allein ca. 400 Wohneinheiten auf den mehr als 10 ha umfassenden Brachflächen im Herzstück des Sanierungsgebietes, dem Bahnhofstal. Weitere Handlungsfelder im Bahnhofsumfeld sind die Verkehrserschließung, die Aufwertung der Gewerbesituation, Denkmalschutz und die Grünräume. Für die konzeptionelle Entwicklung des Gebietes sollen u.a. städtebauliche Wettbewerbe durchgeführt werden. Die Koordination des Sanierungsprozesses übernimmt die Flensburger Gesellschaft für Stadterneuerung.

Hochbaulicher Realisierungswettbewerb Bahnhofstraße

Mit dem Wettbewerb soll ein wesentlicher Beitrag für die Behebung der strukturellen und städtebaulichen Herausforderungen im nördlichen Teil des Bahnhofsumfeldes geleistet werden. Das Wettbewerbsgebiet befindet sich inmitten der städtebaulichen Achse zwischen dem Flensburger Bahnhof sowie der Flensburger Innenstadt, östlich der Bahnhofstraße zwischen Helenenallee und Munketoft.

Für die Gäste aus dem Umland, die über die K 8 in die Stadt kommen und für Bahnreisende stellt sich die Achse als Stadteingang dar. Die Achse wurde in den späten 1920er Jahren als Verbindung vom Hauptplatz der Stadt, dem Südermarkt, zum Bahnhof angelegt. Sie wird heute dem Anspruch eines repräsentativen Stadteingangs städtebaulich, gestalterisch und funktional nicht gerecht. Die Bahnhofstraße wird ebenfalls als Verbindung zwischen dem Campus der Flensburger Universität und der Fachhochschule sowie der Innenstadt genutzt.

Ziel des Wettbewerbes ist, an dieser Stelle eine Ergänzung der vorhandenen Wohnbebauung mit unterschiedlichen Haustypen und Wohnformen zu entwickeln sowie eine Kindertagesstätte und weitere dienstleistungsorientierte Nutzungen zu integrieren. Im Rahmen dieses Wettbewerbs ist eine in der Bausubstanz qualitativ hochwertige Lösung mit urbanem Charakter und attraktiven Freiräumen zu entwickeln. Sie soll städtebaulich, architektonisch, funktional, sozial und wirtschaftlich überzeugen und deren Realisierung anschließend an das Wettbewerbsverfahren begonnen werden.

Der Wettbewerb wurde im September 2014 ausgelobt. Es nahmen acht Büros bzw. Bürogemeinschaften an dem Wettbewerb teil. Das Preisgericht tagte am 15.12.2014 und vergab zwei erste Preise an die Büros Architekten Asmussen und Partner, Flensburg und ADEPT APS, Kopenhagen. Die Büros wurden um Nachbesserungen gebeten, die im Februar 2015 in einer weiteren Preisgerichtssetzung bewertet wurden. Der 3. Preis ging an LRW Architekten Stadtplaner, Hamburg.

18. Februar 2015 tagte das Preisgericht erneut, um die Überarbeitungen der beiden erstplatzierten Architekturbüros Architekten Asmussen & Partner GbR, Flensburg und ADEPT APS, Kopenhagen zu bewerten. Die Empfehlung der Preisgerichts fiel auf den Entwurf des jungen dänischen Architekturbüros ADEPT APS, Kopenhagen.

Die Selbsthilfe-Bauverein eG folgt als Bauherrin der Empfehlung des Preisgerichtes und wird die Pläne des dänischen Architekturbüros ADEPT Aps umsetzen. SBV-Vorstandsvorsitzender Raimund Dankowski: „Die Entwürfe eröffnen uns die einmalige Chance, das Stadtbild an dieser wichtigen Stelle zwischen Bahnhof und Fußgängerzone mit hohem kreativen Niveau neu zu gestalten – und zu prägen.“

Die Pläne sowie das Preisgerichtsprotokoll vom 18.02.2015 werden in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.


Protokoll der Preisgerichtssitzung am 15.12.2014 (PDF, 1.870 KB) 


Preisträger und Entwürfe (Stand Dezember 2014)

ADEPT aps, Kopenhagen, Dänemark (PDF, 9.529 KB) 

Architekten Asmussen & Partner GmbH, Flensburg (PDF, 11.885 KB) 

LRW Architekten Stadtplaner, Hamburg (PDF, 8.934 KB)

 

Beteiligungsprojekt Eckener Schule

In Zusammenarbeit von Bürgermeister Brüggemann mit der Eckener-Schule beschäftigen sich zwischen April und Oktober 2014 Schülerinnen und Schüler des Kurses „Wirtschaft & Politik“ der 11. Jahrgangsstufe einerseits mit der lokalpolitischen Praxis in Flensburg und wirken andererseits inhaltlich bei der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes mit.


Nach einem selbständigen Quartiersrundgang der Schülerinnen und Schüler wurden in einer ersten Unterrichtseinheit Grundlagen zum Sanierungsprozess und zu den damit verbundenen politischen Abläufen und Beteiligungsmöglichkeiten vermittelt. In Gruppenarbeit und einer Plenumsdiskussion wurden die Eindrücke des Rundganges ausgewertet, Konfliktsituationen identifiziert und Lösungsvorschläge gesammelt.

Darauf folgte eine Recherchephase, in der die Schülerinnen und Schüler mit der Politik Kontakt aufnahmen, um deren Leitlinien für die Stadtentwicklungsplanung zu ermitteln. Auf Grundlage der Impulse der Politik bzw. selbstständiger Auseinandersetzung mit dem Gebiet vertieften die Schülerinnen und Schüler die ersten Ideen und bildeten eigene Positionen zur zukünftigen Entwicklung des Bahnhofsumfeldes. In einer Unterrichtseinheit wurden diese Ansätze vorgestellt diskutiert.

Der Kurs hat die Entwicklungsvorschläge im September 2014 auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Fraktionen geprüft. Die Arbeitsergebnisse, Empfehlungen für den weiteren Sanierungsprozess und die Erfahrungen in dem Beteiligungsprojekt wurden am 30.9. dem SUPA vorgestellt.

Projektbeteiligte sind: Eckener-Schule, Planungspolitische Sprecher der Flensburger Ratsfraktionen, SUPA, Bürgermeister H. Brüggemann, Fachbereich Entwicklung und Innovation / Stadt und Landschaftsplanung, Flensburger Gesellschaft für Stadterneuerung

Unterlagen für die Ausschussitzung am 28.10.2014

 

Gender Mainstreaming im Bahnhofsumfeld

Die Stadt Flensburg hat im Herbst 2013 beschlossen, bei der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet „Südstadt: Bahnhofsumfeld“ den Gender Mainstreaming – Aspekt bei den Planungen verstärkt einzubeziehen.


Beabsichtigt wird hiermit die Zielsetzung, die unterschiedlichen Lebensbedingungen und Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern verschiedenen Alters, unterschiedlicher Herkunft und sozialer Zugehörigkeit zu berücksichtigen und ihnen bei diesem Vorhaben gerecht zu werden. Es ist Ziel, die bestehenden politischen Beschlüsse und Handlungsaufträge zur Implementierung des Gender Mainstreaming Aspektes über die bisherige Planungspraxis, die diese belange bereits berücksichtigt, modellhaft (umzusetzen) und anhand konkreter Maßnahmen in die Praxis umzusetzen.

Gender Mainstreaming ist eine effektive Strategie zur konsequenten Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Im Sinne des Diversity – Ansatzes sind im Zuge des Gender Mainstreaming auch die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit besonderen Herausforderungen, Gehörlose, ältere Menschen, Kinder und Jugendliche zu berücksichtigen.

Was bisher geschah: Bericht vom 14.10.2014  |  PDF  2.103 kB 

Unterlagen zum Beschluss zur Anwendung von Gender Mainstreaming im Bahnhofsumfeld am 1.10.2013

 

Bauleitplanverfahren

Zur Umsetzung der Sanierungsziele sind Bauleitplanverfahren auf verschiedenen Planungsebenen erforderlich. Planbereiche der Verfahren, Planungsziele und Verfahrensstände sind nachstehend aufrufbar.

 

73. Änderung des Flächennutzungsplanes + 41. Änderung des Landschaftsplanes „Wohnmobilplatz am Bahnhof“

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung am 18.09.2014(PDF, 3.046 KB)

Unterlagen zum Entwurfs- und Auslegungsbeschluss am 17.03.2015 einschließlich der Plan- und Begründungsentwürfe

 

70. Änderung des Flächennutzungsplanes + 38. Änderung des Landschaftsplanes „Bahnhofsumfeld“

GeltungsbereicheFrühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung am 18.09.2014 (PDF, 3.046 KB)

Unterlagen zum Aufstellungsbeschluss am 15.08.2013 einschließlich Planbereichsskizzen

 

53. Änderung des Flächennutzungsplans + 33. Änderung des Landschaftsplans + Bebauungsplan „Wohnprojekt Freiland“ (Nr. 273)

Unterlagen zum Entwurfs- und Auslegungsbeschluss am 01.09.2015 einschließlich der Plan- und Begründungsentwürfe

Unterlagen zur öffentlichen Auslegung vom 14.09.2015 bis 14.10.2015 mit Gutachten und umweltbezogenen Informationen