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Kleingartenentwicklungskonzept

Kleingärten erfüllen eine für die Stadt wichtige Funktion auf dem Gebiet des Landschaftsschutzes und der Stadtökologie. Die gesellschaftliche Bedeutung des Kleingartenwesens dokumentiert sich u.a. darin, dass dessen Belange in einem eigenen Bundesgesetz und über Festsetzungen in Bebauungsplänen geregelt und gesichert werden. Die Stadt Flensburg hat daher über gesetzliche Erfordernisse hinaus auch weiterhin einen eigenständigen Kleingartenausschuss.

Im Vergleich zur Nachkriegszeit tritt der Aspekt der Nahrungsmittelversorgung gegenüber anderen, nicht minder wichtigen Funktionen zurück. Kleingärten erfüllen stärker als früher wichtige soziale Funktionen für die Pächter und ihre Angehörigen. In verdichteten Stadtquartieren decken sie das Bedürfnis nach Aufenthalt und Betätigung in der Natur. Durch nachlassende Gemeinwesenorientierung des Einzelnen wird es - wie in allen gesellschaftlichen Bereichen - zunehmend schwerer, Personen für gemeinsame Aktionen, Veranstaltungen und Vereinsarbeit zu aktivieren. Das mindert aber nicht die Bedeutung des Kleingartens für den einzelnen Pächter.

Über die letzten Jahrzehnte ist die Zahl der Kleingärten zurückgegangen, weil
• die Bedeutung für die Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln aufgrund verbesserter Versorgungslage und kostengünstigem Angebot nachgelassen hat.
• der Nachfrage nach Eigenimmobilien mit eigenem Garten mit der Erschließung von Neubaugebieten entsprochen wurde.
• die allgemeine demographische Entwicklung sich bereits im verstärkten Maße auf das Kleingartenwesen auswirkt, indem das Durchschnittsalter der Pächter aufgrund des aus verschiedenen Gründen fehlenden Nachwuchses ansteigt.

Das Kleingartenwesen hat für die Stadt Flensburg auch weiterhin eine hohe, für die Zukunft abzusichernde Bedeutung.

Ziel des Kleingartenentwicklungskonzeptes ist die Ermittlung des zukünftigen Bedarfs an Kleingärten und der zur Sicherung dieser Funktion erforderlichen Maßnahmen. Das Kleingartenwesen ist und bleibt eine wichtige Säule der planerischen Daseinsvorsorge und hat auch weiterhin einen hohen Stellenwert als Versorgungs- und Freizeitfläche und soziales Angebot.

Das durch das Büro Trüper, Gondesen und Partner (TGP) aus Lübeck mit Unterstützung der Stadt Flensburg und insbesondere des Vereins der Gartenfreunde e.V. erstellte Konzept ist am 07.05.2009 durch die Ratsversammlung der Stadt Flensburg beschlossen worden.