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Städtefreundschaften

Auf dieser Seite werden Informationen zu Städten veröffentlicht, zu denen die Stadt Flensburg eine Freundschaft pflegt.

Städtefreundschaft mit Pensa (Russland)

Pensa (russisch Пе́нза, wissenschaftliche Transliteration: Penza) ist eine russische Stadt etwa 550 Kilometer Luftlinie südöstlich von Moskau am Fluss Sura. Sie ist mit 517.311 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1] die größte Stadt in der Oblast Pensa und deren Verwaltungszentrum.

Sie liegt im Föderationskreis Wolga im südlichen Teil der Osteuropäischen Ebene auf der Wolgaplatte. Im Norden grenzt sie an die Republik Mordwinien, im Osten an die Oblast Uljanowsk, im Süden an die Oblast Saratow und im Westen an die Oblast Tambow.

Die Oberfläche der Oblast ist vor allem hügelig, das Klima gemäßigt kontinental. Die durchschnittlichen Monatstemperaturen schwanken zwischen −10,0 °C im Februar und +19,2 °C im Juli. Der Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 4,7 °C. Von Mai bis August schwanken die Tagestemperaturen normalerweise zwischen 21 °C und 26 °C.

Die längsten Flüsse sind die Sura, die Mokscha, der Chopjor und die Pensa, ein 78 km langer Nebenfluss der Sura, die Namensgeberin für die Oblast war.

 

Geschichte

Die russische Besiedlung der Gegend begann im 17. Jahrhundert. Damals entstand beispielsweise die Grenzfestung Pensa (heute die Stadt Pensa) als Wehrsiedlung gegen Tataren und andere dem Zarenreich feindlich gesinnte Völker. 1718 wurde das Gebiet Teil des Gouvernements Kasan. Am 15. September 1780 wurde die Region unter dem Namen Gouvernement Pensa eine eigenständige Verwaltungseinheit. Vom 5. März 1797 bis zum 9. September 1801 gehörte die Gegend zum Gouvernement Saratow. Bis zum Jahr 1928 trug das Gebiet dann wiederum den Namen Gouvernement Pensa. Mit der Neuordnung der Verwaltungseinheiten innerhalb der Sowjetunion kam es zur Oblast Mittlere Wolga (14. Mai 1928 bis 20. Oktober 1929), danach zu deren Nachfolgerin Region (Krai) Mittlere Wolga (bis zum 27. Januar 1935). An jenem Tag erhielt der Krai den neuen Namen Kuibyschewski krai. Dieser wurde am 6. Dezember 1936 zum Oblast Kuibyschew (heute Samara). Von 1937 bis 1939 gehörte das Territorium der heutigen Oblast Pensa zur Oblast Tambow. Am 7. Februar 1939 entstand dann durch Abspaltung von Tambow die Oblast Pensa im heutigen Umfang.

Pensa wurde im Jahre 1663 als Teil der Befestigung zur Sicherung des Russischen Reiches an der südöstlichen Grenze gegen die Angriffe der Krimtataren per Ukas des Zaren Alexei Michailowitsch gegründet. 1716 wurde Pensa Provinzhauptstadt innerhalb des Gouvernements Kasan und 1796 später Hauptstadt des Gouvernements Pensa. Als am 7. Februar 1939 durch Abspaltung von Oblast Tambow die Oblast Pensa entstand wurde die Stadt zu deren administrativem Zentrum bestimmt.

Das Gebiet Pensa ist eine der russischen Provinzregionen, die ins Protokoll der jüngsten Tagung der russisch-spanischen Regierungskommission als besonders aussichtsreichste hinsichtlich der Entwicklung der bilateralen Wirtschaftskooperation eingetragen wurden. Dafür gibt es einige Gründe.

Die geographische Lage des Gebiets ist sehr günstig. Es liegt genau im Zentrum des europäischen Russland. Die Nähe zu den großen Industriezentren Moskau und Samara bietet die Möglichkeit, zugelieferte Roh- und Brennstoffe zu verwenden und eröffnet Kontakte für Kooperation und Absatz von Fertigerzeugnissen.

Das Gebiet verfügt über ein starkes wissenschaftlich-technisches Potential, eine gut entwickelte Industrie und hoch qualifizierte Fachkräfte. All das zusammen macht das Gebiet Pensa attraktiv für Investitionen.

Heute sind in der Region Investoren aus Moskau, Sankt Petersburg, Samara usw. aktiv. Nach Ansicht von Alexander Tschernizow, erster Stellvertreter des Gouverneurs des Gebiets Pensa, hat die Region alle Voraussetzungen, um zu den zukunftsreichsten Objekten für Investitionen aus dem Ausland zu werden.

"Wir sind an privaten einheimischen und ausländischen Investitionen in die Wirtschaft der Region interessiert, um in erster Linie solche Probleme zu lösen, wie Vergrößerung des Exportpotentials und der importersetzenden Produktion, Entwicklung des Maschinenbaukomplexes und der verarbeitenden Industrie sowie Produktion von wissenschaftsintensiven, hochtechnologischen und konkurrenzfähigen Erzeugnissen für den Weltmarkt."

Im Gebiet ist man sich dessen bewusst, dass die Gründung von Joint Ventures für die Zusammenarbeit mit Investoren besonders vorteilhaft ist. Deshalb fördert die Regierung des Gebiets das Meistbegünstigungsregime für Investoren.

"Für uns sind auch Entwicklung der Verkehrs- und der Fernmeldeinfrastruktur, Gründung von Dienstleistungsnetzen, Eröffnung von Hotels und Motels der internationalen Klasse, von Campings, Reisefirmen und Kurorten wichtig", sagte Tschernizow.

Für ein stabiles Wirtschaftswachstum sind Bedingungen für eine massive Entwicklung des Immobilienmarktes notwendig. Deswegen sieht die Investitionsstrategie des Gebiets die Entwicklung und Realisierung eines Hypothekenprogramms vor. "Deshalb sind für uns Erfahrungen anderer Länder in diesem Bereich so wichtig", betonte der Vize-Gouverneur.

Die Investitionsstrategie des Gebiets Pensa ist ein offizielles Dokument der Regierung des Gebiets, das gemeinsam mit einer Gruppe von Beratern und Experten der Nationalen Agentur für direkte Investitionen konzipiert wurde. Der Entwurf des Gebietsgesetzes "Über die Investitionen ins Gebiet Pensa" wird in seiner neuen Fassung die Möglichkeit eröffnen, ausländische Investoren mit Steuervergünstigungen und Haushaltsmitteln zu stimulieren. Die Hauptmethoden dieser Stimulierung sind: Steuervergünstigungen, Haushaltssubventionen für Bankkreditzinssätze, Vergünstigungen bei der Pacht von Grundstücken und beim Mieten staatlicher Immobilien sowie die Entwicklung der notwendigen ingenieurtechnischen und sozialen Infrastruktur auf Haushaltskosten.

Die makroökonomischen Kennzahlen des Gebiets Pensa weisen seit 2002 eine zunehmende Investitionsaktivität in der Region auf: Der Anteil der Investitionen ins regionale Bruttoprodukt machte 2002 15,9 Prozent aus. Seit 2000 werden im Gebiet mehrere größere Investitionsprojekte realisiert.

Investoren aus den Niederlanden haben in Mokschan einen Treibhauskomplex gebaut. Die dort gezüchteten Rosen sollen auf der weltgrößten holländischen Blumenbörse abgesetzt werden. Am Projekt mit den Holländern beteiligte sich auch die regionale Bank "Tarchany". Die Regierung des Gebiets Pensa unterstützte das Projekt mit administrativen und politischen Mitteln.

Gemeinsam mit italienischen Investoren wurde in der örtlichen Fabrik für elektronische Rechenmaschinen die Produktion von Haushaltsgasherden und Heißwassergeräten nach italienischen Lizenzen aufgenommen. Außerdem interessieren sich italienische Unternehmer für die Getreideproduktion in der Region.

Demnächst soll die Fleischproduktion des Gebiets neue Investitionen bekommen. "Das Gebiet Pensa wird einer der nationalen Spitzenreiter in der Produktion von Geflügel- und Schweinefleisch", sagte Igor Babajew, Präsident des Agrarindustriekomplexes des Moskauer Fleischkombinats "Tscherkisowski". 2006 soll die gesamte Jahresproduktion der Pensaer Geflügelfabriken mindestens 40 000 Tonnen Geflügelfleisch betragen, so Babajew. 2008 werde diese Zahl auf 100 000 Tonnen Geflügelfleisch im Jahr steigen.

Um dieses Programm realisieren zu können, soll die Rekonstruktion der Geflügelfabriken auf dem Territorium des Gebiets Pensa ("Wassiljewskaja", "Olchowskaja", "Kuwak-Nikolskaja" und "Pensenskaja") abgeschlossen werden. Die gesamten Investitionen des Kombinats "Tscherkisowski" in dieses Projekt sollen allein 2005-2006 rund 60 Millionen US-Dollar betragen. Außerdem wäre das Kombinat nach Babajews Worten bereit, weitere rund 30 Millionen US-Dollar in die Rekonstruktion der Geflügelfabrik "Saretschenskaja" zu investieren.

Ein weiteres Projekt sieht den Bau einer Insulinfabrik in Pensa vor. Ein entsprechendes Abkommen wurde inzwischen der russischen Pharma-Gesellschaft Biotek und dem chinesischen Unternehmen Dongbao geschlossen. Die Regierung des Gebiets agiert als Garant im Bereich der administrativen und der politischen Betreuung dieses Projekts.

Der Bedarf an Insulinpräparaten in Russland wird bis jetzt zu nahezu 100 Prozent durch den Import gedeckt. Die neue Insulinfabrik soll 12 Millionen Insulin-Flaschen im Jahr herstellen, was rund ein Drittel des russischen Marktbedarfs ausmacht. Die Fabrik soll innerhalb von anderthalb Jahren gebaut und in Betrieb genommen werden. Die Startinvestitionen werden mindestens 20 Millionen Dollar betragen.

Insofern sieht das Gebiet Pensa mit großem Optimismus der Zukunft entgegen und rechnet mit neuen großen Investitionsprojekten mit ausländischer Beteiligung.

Die deutsche Felix Schoeller Gruppe betreibt in der Stadt die Papierfabrik Mayak-Technocell. In Pensa wurden zwischen 1956 und 1964 die historisch bedeutenden Computer der Sowjetunion von Typ Ural gefertigt.

 

Städtepartnerschaften

Pensa listet folgende Partnerstädte auf:

  • Lanzhou, China
  • Békéscsaba, Ungarn, seit 1970
  • Busan, Südkorea, seit 2006
  • Mahiljou, Weißrussland
  • Ramat Gan, Israel, seit 2007

 

Von 1945 bis 1947 bestanden in der Stadt die Kriegsgefangenenlager Nummer 161 und 399 für deutsche Kriegsgefangene

 

Städtefreundschaft seit 2007

Der Kontakt zwischen Pensa und Flensburg entstand vor ca. 10 Jahren, als ein gerade pensionierter Chefarzt unseres Krankenhauses, Dr. Peter Lorenzen, beim Studium seiner Familiengeschichte feststellte, dass sein Großvater bis 1914 Gouverneur in Pensa war. Er reiste damals nach Pensa, wo er mit offenen Armen empfangen wurde, und baute die ersten Kontakte auf.

So wird die Städtefreundschaft mit Pensa von Institutionen – Europa Universität Flensburg und Hochschule Flensburg/ University of Applied Sciences Hochschule, der Krankenhäuser Klinik DIAKO und St. Franziskus, dem Alten Gymnasium in Flensburg, der Firma Meesenburg Sicherheitstechnik und engagierten Privatleuten getragen.

 

Oktober 2017: Wettbewerb der Öko-Projekte "Green Campus/ Green City", gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes in Russland

Anlässlich des 5. Flensburg Pensa Kongresses und des RUS-Jahres der Umwelt unterstützen die DEU-Botschaft-Moskau, die HS Flensburg, die Europa-Universität Flensburg und die Staatliche Universität Pensa einen gemeinsamen DEU/RUS-Wettbewerb zum Thema "Green Campus/ Green City" in Pensa.
Gesucht werden umsetzbare Vorschläge und Konzepte zur Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes an der Universität und Stadt Pensa bis zum 15.10.2017.
Insbesondere werden Vorschläge gesucht zum verbesserten Abfallmanagement, zur Energieeffizienz, eines Mobilitätskonzeptes (z.B. Fahrräder und Elektrofahrzeuge) für die Universität und Innenstadt von Pensa.
Die eingegangenen Vorschläge können direkt realisierbar sein oder werden an die verantwortlichen Gremien weitergeleitet.
Jury: die Professoren der HS Flensburg, der Europa-Universität Flensburg und der Staatlichen Universität Pensa
Preis: Preisgeld 2.000 Euro zur Umsetzung des Projektes oder eines scientific study trip "renewables" zu den Akteuren der HS

Die Projekte werden nach folgenden Kriterien beurteilt:
I. Green Engineering Principles

Projekt...
1. betont die Prinzipien vom sparsamen Umgang, wiederholte Nutzung und der Wiederverwendung von Ressourcen;
2. bezieht sich auf die Verbreitung und Nutzung von erneuerbaren Energien;
3. bezieht sich auf die effizientere Nutzung von Energie.

II. Nachhaltig
Das Projekt setzt Maßstäbe innerhalb der Organisation und schafft eine Basis für zukünftige Innovationen. Das Projekt sollte sowohl in der Durchführung als auch im Ergebnis die drei Säulen der Nachhaltigkeit fördern:
1. Guter Umgang mit der Natur
2. Eine gute Wirkung auf die Gesellschaft
3. Ein wirtschaftliche Basis für einen Erhalt des Projektes schaffen

III. Praktisch
Das Projekt hat direkten Praxisbezug und ist (die Pilotphase) innerhalb des Studiums (6-12 Monate) realisierbar.

IV. Zielorientiert
Das Projekt behandelt ein Problem aus dem Bereich der eigenen Organisation und führt zu Ergebnissen, die den langfristigen Erfolg fördern.

 

5. Pensa-Flensburg-Kongress vom 13-16.09.2017 in Pensa

Städtekooperation Flensburg - Pensa

  • 2017 Gastvorlesungen von Prof. Dr. Henning Stolze – Chefarzt der neurologischen Klinik DIAKO, Prof. Dr. Abderrahman Machraoui, Dr. Chefarzt a.D. der kardiologischen Klinik DIAKO, Dr. Frank Helmig – Chefarzt der psychiatrischen Klinik DIAKO an der medizinischen Hochschule Pensa
  • 11. – 18. Juni 2017 Dozentinnen aus Flensburg zu Gast an der Staatlichen Universität Pensa
  • Juli 2017 4 angehende Ärzte aus Pensa haben ein vierwöchiges Praktikum an der DIAKO und in St. Franziskus-Hospital in Flensburg absolviert.
  • 13.-16.09.2017 5. Pensa-Flensburg Kongress in Pensa
  • 14.09.2017 Delegation aus Flensburg besucht das Gymnasium №44 in Pensa. Kooperation und Austausch zwischen Gymnasium Nr.44 in Pensa (Deutsch ab 3. Klasse) und dem Alten Gymnasium in Flensburg.

  • September 2017 Delegation aus Flensburg besucht den Betrieb „Ochakovo“ Brauerei, den Technopark“ Rameev“, Forschungspark für Kinder und Jugendliche, den Betrieb „Mayak Technocell“
  • Herbst 2017 3 Studentinnen aus Pensa machen ein Auslandssemester in Flensburg
  • Kooperation zwischen den Universitäten: Die Vertreter der Europa Universität Flensburg bereiten gemeinsames Master-Programm mit Doppelabschluss, Entwicklung der Kooperation im Themenbereich „Geschichte“, Entwicklung der Kooperation im Themenbereich „Deutsch als Fremdsprache“ , Entwicklung der Kooperation im Themenbereich „Germanistik“. Die Hochschule Flensburg/ University of Applied Sciences bereiten Themen Entwicklung der Kooperation: akademische Mobilität, gemeinsame Forschungsprojekte, eHealth-Lösungen und innovativen Technologien in Pflegeheimen, um die Lebensqualität demenzbetroffener Menschen, Themen im Biotechnologiebereich.
  • Schüleraustausch 2018 Schüler der 44. Oberschule in Pensa reisen im Mai 2018 nach Flensburg, um den unterbrochenen Austausch mit den Alten Gymnasium in Flensburg wiederzubeleben.

 

Im September 2017 hat der 5. Pensa-Flensburg Kongress wieder in Pensa stattgefunden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtpräsidentin Flensburg¸ 20. September 2017

Vom 13. bis 16. September 2017 besuchte eine 18‐köpfige Delegation aus Flensburg unter Leitung der Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar die russische Stadt Pensa und nahm am 5. Pensa‐Flensburg Kongress teil. Zur Flensburger Delegation gehörten Professoren, Mitarbeiter und Studenten beider Flensburger Hochschulen, Chefärzte und Ärzte der DIAKO und des St. Franziskus Krankenhauses, die ehemalige Vizepräsidentin des Landtages von Schleswig‐Holstein Dr. Gabriele Kötschau und der Begründer der Städtefreundschaft Dr. Peter Lorenzen. Auf dem Kongress wurden verschiedene Themen aus den Bereichen Bildung, Gesundheit und Wirtschaft behandelt. Es ging darum, bestehende Kooperationen zu evaluieren und gegebenenfalls zu vertiefen, sowie neue Kooperationen insbesondere zwischen der Staatlichen Universität Flensburg und der Hochschule Flensburg zu entwickeln.

Prof. Dr. Bosco Lehr, Vizepräsident für Internationales der Hochschule Flensburg, sprach mit dem Rektor der Universität Pensa über den Austausch von Studenten und Dozenten sowie die Entwicklung gemeinsamer Studiengänge. Prof. Dr. Jens Born, Prof. Dr. Antje Labes und Martina Carstensen von der Hochschule Flensburg besuchten zahlreiche innovative Firmen. Das Angebot, Studenten der Hochschule Flensburg ihre Masterarbeiten vor Ort in Pensa schreiben zu lassen, wurde von russischer Seite begrüßt und entsprechende Unterstützung zugesagt.

Prof. Dr. Machraoui, seit zwei Jahren Ehrenprofessor in Pensa, Prof. Dr. Henning Stolze, Dr. Frank Helmig, Dr. Christian Hansen, Dr. Anass ElMakhlouf und Lucy Meyer hielten Fachvorträge vor russischen Medizinstudenten und besprachen mit ihren russischen Kollegen weitere Projekte. Erstmals konnten auch vier angehende Ärzte aus Pensa über ihr vierwöchiges Praktikum im Juli 2017 an der DIAKO und in St. Franziskus‐Hospital berichten. In seinem Vortrag in deutscher Sprache über die Sichtweise deutscher Philologen in Bezug auf Werke der russischen klassischen Literatur begeisterte Dr. Rinke von der Europa‐Universität Flensburg sein zahlreiches russisches Publikum. In den letzten Jahren absolvierten 35 Studenten aus Pensa und 15 Studenten aus Flensburg ein Semester im jeweils anderen Land.

Beim Besuch der 44. Oberschule in Pensa, die für ihren Unterricht in deutscher Sprache mehrfach ausgezeichnet wurde, konnte sich Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar und ihre Begleitung vom hohen Niveau der dort geleisteten pädagogischen Arbeit überzeugen. Um den unterbrochenen Austausch mit dem Alten Gymnasium wiederzubeleben, würden Schüler dieser Schule im Mai 2018 gern nach Flensburg kommen.

In Würdigung der in den letzten 10 Jahren erreichten Zusammenarbeit zwischen Pensa und Flensburg gab die deutsche Botschaft am 13. September 2017 einen festlichen Empfang für die deutschen und russischen Konferenzteilnehmer. Die Botschaftsrätin Ellen von Zitzewitz betonte in ihrer Ansprache, dass der 5. Pensa‐Flensburg Kongress ein ausgezeichnetes Beispiel für die Kooperation zwischen Deutschland und Russland im Bereich der Zivilgesellschaft ist, und hielt eine öffentliche Vorlesung über Umwelt, Klimaschutz und Energiepolitik in Deutschland. Frau von Zitzewitz ermunterte die Administration der Stadt und des Gebiets Pensa, sich um ein von deutscher Seite ausgeschriebenes Pilotprojekt einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Region in Russland zu bewerben. Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar informierte die Regierung des Gebiets Pensa über den Klimapakt Flensburg und eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich des Umweltschutzes. „Im Laufe von 10 Jahren hat sich unsere Freundschaft zu einer Partnerschaft entwickelt, die von interessierten Bürgern beider Städte getragen wird. Mit unserem freundschaftlichen Dialog übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und Friedenssicherung“, hob Swetlana Krätzschmar in ihrem Resümee am Ende des Kongresses hervor.

Der 6. Pensa‐Flensburg Kongress soll turnusgemäß im September 2018 wieder in Flensburg
stattfinden.

Anbei ist die Veröffentlichung über unsere Kooperation auf der Seite des Deutsch- Russischen Forums des Auswärtigen Amtes.

http://www.russlandpartner.de/daten/flensburg-pensa/

http://www.russlandpartner.de/themenfelder/wirtschaft-kommunales/staedtekooperation-flensburg-pensa/

http://www.russlandpartner.de/projekt-des-monats/

 

4. Pensa-Flensburg Kongress in Flensburg

4. Pensa-Flensburg Kongress im September 2016 in Flensburg wurde eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten der beiden Städte beschlossen, die auch auf die Hochschule Flensburg- University of Applied Sciences ausgedehnt werden soll. Zwischen den beiden Krankenhäusern DIAKO und St. Franziskus und der Medizinischen Hochschule in Pensa wurde ein Vertrag unterzeichnet, der u.a. vorsieht, dass noch mehr medizinisches Personal den jeweiligen Partner zwecks Hospitation besuchten kann.

Als Zeichen der Städtefreundschaft wurde gemeinsam mit dänischen Freunden auf dem Hochschulcampus einen Gravensteiner Apfelbaum gepflanzt. Gravenstein, heute Grasten, liegt nur wenige Kilometer entfern auf der dänischen Seite der Grenze.
Im Übrigen stand der Gravensteiner Apfel Pate, als Steve Jobs ein Logo für seine Firma Apple suchte. Er hat sich damals als Student auf einer Apfelplantage in Kalifornien etwas dazuverdient. Es war eine Plantage mit Gravensteiner Apfelbäumen, die russische Auswanderer aus Sewastopol Ende des 19. Jahrhunderts mit nach Amerika gebracht hatten.

 

3. Pensa-Flensburg-Kongress vom 07.-10.09.2014 in Pensa

 

2. Pensa-Flensburg-Kongress vom 07.-10.09.2014 in Flensburg

Flensburg und die zentralrussische Stadt Pensa kooperieren schon seit sieben Jahren miteinander. Dieser zweite Pensa-Flensburg-Kongress steht unter der Schirmherrschaft der Stadt Flensburg. Ziel ist es, die Städtefreundschaft im europäischen und globalen Rahmen zu reflektieren und zu erweitern. Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählen Bürger und Institutionen beider Städte. Alle interessierten Flensburgerinnen und Flensburger sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen.