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Strategieentwicklungsprozess

Der Hauptausschuss der Stadt Flensburg hatte beschlossen, für die strategische Ausrichtung der zukünftigen Arbeit neue Ziele zu definieren. Aus diesem Beschluss leitet sich der Strategieprozess ab, der inzwischen mehrere Phasen durchlaufen hat. Beginnend mit einer repräsentativen Bürgerbefragung im Januar 2010 wurden Handlungsfelder abgeleitet, die in Arbeitsgruppen zusammengesetzt aus Politik, Verwaltung und externen Experten und moderiert von der Fachhochschule Flensburg weiter bearbeitet wurden.

Der Prozess wurde nach einiger Zeit des Stillstands nach dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Simon Faber erneut aufgegriffen. Diesmal bekam ein so genanntes Kreativteam, bestehend aus vier Verwaltungsmitarbeitern den Auftrag, die Ansätze wieder aufzugreifen und unterstützt durch eine Reihe von Interviews einen Zwischenbericht zu fertigen.

Diesen nahm der Hauptausschuss im Dezember 2011 schließlich zur Kenntnis. Im März und April 2012 wurden dann die zehn strategischen Handlungsfelder zu sechs Themengruppen zusammengefasst und von regionalen und überregionalen Experten bewertet und ergänzt. Diese Expertenanhörungen fanden bewusst ohne die Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik statt. Die Ergebnisse der Expertenhearings wurden jeweils im Hauptausschuss vorgestellt.

In der Einwohnerversammlung am 29.05.2012 stellte Oberbürgermeister Faber nochmals in Kurzform den aktuellen Stand allen interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern und der Ratsversammlung vor. Am 08.11.2012 hat die Ratsversammlung in ihrer Sitzung über den beteiligungsfähigen Strategieentwurf beschlossen.

Bürgerbeteiligung bei den "Flensburg Dialogen"

Nicht nur Profis und Spezialisten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung gestalten die neue Strategie der Stadt Flensburg. Jetzt kamen auch die Experten für das Leben vor Ort – die Bürgerinnen und Bürger – zu Wort, um im Rahmen der „Flensburg-Dialoge“ ihre Ideen und Wünsche einzubringen und Flensburg damit fit für die Zukunft zu machen.

Mit Professionalität zu den Ergebnissen

Begleitet wurden die Flensburg-Dialoge von externen Moderatoren der Unternehmensberatung Rambøll Management Consulting. Um einen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen, wurden unter Berücksichtigung demographischer Kriterien nach dem Zufallsprinzip 2000 Flensburgerinnen und Flensburger eingeladen, von denen sich 150 zu einer der vier dezentralen Veranstaltungsabende in den Stadtteilen Mürwik, Weiche, Nordstadt und Engelsby anmeldeten.

 

Ergiebige Dialoge in entspannter Atmosphäre

Zum Auftakt des Abends begrüßte Oberbürgermeister Faber alle Teilnehmer, die im Anschluss die ihrer Meinung nach wichtigsten Zukunftswünsche für Flensburg formulierten. Entsprechende Post-Its ordneten sie dann an vorbereiteten Ergebniswänden den 6 übergeordneten Themenfeldern „Wirtschaft“, „deutsch-dänische Kulturregion“, „Klimaschutz und erneuerbare Energien“, „Bildung für alle“, „Tourismus“ und „Wachstum der Region“ oder der Metaplanwand „Weitere“ zu.

Anschließend erläuterte OB Faber in einem Kurzinterview mit Rambøll die Zielsetzung des Abends, worauf die Gäste gebeten wurden, sich für insgesamt 3 der 6 Themen zu entscheiden und an einem ersten der hierfür eingerichteten Thementische Platz zu nehmen. 

Hier wurden dann in Gruppen die bereits gesteckten Globalziele unter Anleitung von Stadtmitarbeitern eingehend konkretisiert und diskutiert, bevor die Teilnehmer zum nächsten Thementisch wechselten.

„Die Methode des ‚Welt Cafés‘ hat frischen Wind in die Veranstaltungen ge-bracht. Hierdurch haben wir viele Teilnehmer mit unterschiedlichsten Hintergründen ohne Berührungsängste an einen Tisch zusammen gebracht, um sich intensiv über Themen austauschen, die für alle von Belang sind“, freut sich Oberbürgermeister Simon Faber über die gelungene Veranstaltungsreihe.

Die ausführliche Dokumentation der vier Abende finden Sie weiter unten bei den Downloads zum Strategieprozess)

Nächste Schritte

Am 25. April 2013 wurde die Flensburg-Strategie von der Ratsversammlung einstimmig verabschiedet. Seit dem 15. August 2013 liegt die strategische Steuerung beim Leiter der Stabsstelle Büro für Grundsatzangelegenheiten.

Zukünftig sollen feste Maßnahmen und Projektpläne für die Umsetzung entwickelt werden. Das übergeordnete Strategiecontrolling soll zukünftig im Rahmen einer jährlichen Klausur von Verwaltung und Politik stattfinden.