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Vormundschaften und Pflegschaften

Hier erhalten Sie Informationen zu den Themen Vormundschaften und Pflegschaften.

Pflegschaft

Die Pflegschaft des Jugendamtes für ein minderjähriges Kind tritt durch Anordnung des Gerichtes ein,

  • wegen tatsächlicher oder rechtlicher Verhinderung der Eltern oder des Vormundes bei der Wahrnehmung einzelner Angelegenheiten der elterlichen Sorge,
  • wenn eine geeignete Einzelperson nicht zum Pfleger bestellt werden kann.

Die Pflegschaft kann z. B. folgende Wirkungskreise der elterlichen Sorge umfassen:
Wahrnehmung des Aufenthaltsbestimmungsrechts, der Gesundheitsfürsorge, Vertretung des Kindes im Vaterschaftsanfechtungsverfahren.

Vormundschaft

Eine Vormundschaft des Jugendamts tritt

  • kraft Gesetzes mit der Geburt eines Kindes ein, dessen Mutter minderjährig oder nicht geschäftsfähig ist oder wenn Eltern der Adoption ihres Kindes zugestimmt haben, die Adoption aber noch nicht verfügt worden ist,
  • durch Bestellung des Vormundschaftsgerichts ein, soweit eine zum Einzelvormund geeignete Person nicht vorhanden ist und das Kind nicht unter elterlicher Sorge steht.

Anlässe zur Bestellung des Jugendamts zum Vormund können z. B. der Tod der Sorgeberechtigten, Entzug oder Ruhen der elterlichen Sorge sein oder wenn der Familienstand des Kindes nicht zu ermitteln ist.
Als Vormund übernimmt das Jugendamt die umfassende rechtliche Vertretung der Interessen des Kindes. Hierbei erfolgt insbesondere in persönlichen Angelegenheiten und Erziehungsfragen eine enge Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamts, Pflegekinderdienst, Pflegeeltern, Eltern, Einrichtungen der Hilfe zur Erziehung und der Adoptionsvermittlungsstelle.

Rechtsgrundlagen

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) vom 18. August 1896 (RGBl. S. 195) in der zzt. geltenden Fassung
Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) vom 26.06.1990 (BGBl. I S. 1163) in der zzt. geltenden Fassung.

Gebühren

Die Führung der Vormundschaften und Pflegschaften ist kostenlos.