Oft gesucht:

Unterhaltsvorschuss

Wird dann vom anderen Elternteil nicht wenigstens der übliche Mindestunterhalt gezahlt, verschärft sich diese Situation noch. Dann müssen Alleinerziehende nicht nur den Unterhaltsanspruch Ihres Kindes verfolgen, sondern auch im Rahmen ihrer eigenen Leistungsfähigkeit für den ausfallenden Unterhalt aufkommen. Diese besondere Lebenssituation soll mit der Unterhaltsleistung nach dem Unterhaltsvorschussgesetz erleichtert werden.

Wer erhält Unterhaltsvorschuss?

Berechtigt sind Kinder,

  • die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und
  • im Geltungsbereich dieses Gesetzes bei einem Elternteil leben, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder von seinem Ehegatten dauernd getrennt lebt und
  • nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt vom anderen Elternteil oder, wenn dieser oder ein Stiefelternteil gestorben ist, Waisenbezüge mindestens in Höhe der nach dem Unterhaltsvorschussgesetz vorgesehenen Leistungen erhält.

Wie hoch ist der Unterhaltsvorschuss?

Die Leistung richtet sich nach dem Mindestunterhalt für die betreffende Altersstufe abzüglich des für ein erstes Kind zu zahlenden Kindergeldes. Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils oder Waisenbezüge sind anzurechnen.

Beispiel ab 01.01.2016:

 

  Mindesutnterhalt     Kindergeld    Zahlbetrag   
Bis Vollendung des 6. Lebensjahres 335,00€ 190,00€ 145,00€
Vom 7. bis Vollendung des 12. Lebensjahres 384,00€ 190,00€ 194,00€

Dauer der Leistung

Unterhaltsvorschuss wird grundsätzlich ab Antragsmonat und für längstens 72 Monate gezahlt. Die Zahlung endet spätestens, wenn das Kind 12 Jahre alt wird, auch wenn die Unterhaltsleistung noch nicht 72 Monate gewährt worden ist.

Rückwirkend kann Unterhaltsvorschuss für den Monat vor Antragstellung gezahlt werden, sofern zumutbare Bemühungen erfolgt sind, den anderen Elternteil zu Unterhaltszahlungen zu veranlassen.

Antragstellung

Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz sind schriftlich in der Stelle für Unterhaltsvorschuss im Rathaus der Stadt Flensburg, 2. Etage, Zimmer 205 - 208, zu beantragen, die auch beim Ausfüllen des Antrags hilft.
Vorzulegen sind die Geburtsurkunde des Kindes und der Personalausweis des antragstellenden Elternteils. Weitere ggf. erforderliche Unterlagen können nachgereicht werden.