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Kindertagesbetreuung: Fachinformationen

Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuung bis 2019

Die Fortschreibung der Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuung bis 2019 wurde am 18.01.2018 von der Ratsversammlung der Stadt Flensburg einstimmig beschlossen.

Diese bietet neben den Aussagen zur Bevölkerungsentwicklung und der Prognose des zukünftigen Bedarfes an Betreuungsplätzen auch insgesamt einen informativen Überblick der Flensburger Gesamtsituation im Bereich der Kindertagesbetreuung. Aber auch die Herausforderungen, insbesondere in qualitativer Hinsicht, werden aufgezeigt.

Die Planung gibt den Orientierungsrahmen für die weitere Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Flensburg in quantitativer und in qualitativer Hinsicht.

Kita Bedarfsplanung bis 2019 (PDF, 1,6 MB)

Elternbefragung in Flensburg

Im Sommer 2013 wurden in Flensburg alle Eltern mit Kindern unter drei Jahren zum Betreuungsbedarf befragt. Angeschrieben wurden über 2300 Familien - teilgenommen haben etwa 38%. Die Auswertung der Ergebnisse hat ergeben, dass 42,7% der Flensburger Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsbedarf haben. Eltern benötigen dabei überwiegend eine Betreuung zwischen 20 und 30 Stunden in der Woche.
Die Untersuchung wurde vom Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut und Technische Universität Dortmund durchgeführt. Erhoben wurde der Bedarf in 93 Kommunen.

Ergebnisbericht Elternbefragung (Juli 2014) (PDF, 704 KB)

KiP - Kita-Prävention Flensburg

Allen Kindertagesstätten wird in Flensburg ein trägerübergreifendes und unabhängiges Unterstützungsangebot bereitgestellt, um mit den Herausforderungen besser umgehen zu können, die sich aus der zunehmenden Zahl von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten ergeben. Ein multiprofessionelles Expertenteam bietet ressourcenorientiert und weitgehend kostenfrei für alle Kita-Fachkräfte Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten an. Die Trägerschaft hat das RBZ Hannah-Arendt-Schule übernommen. Finanziert wird es durch die Stadt Flensburg.

Interessierte Fachkräfte aus den Kindertagesstätten erhalten weitere Informationen direkt beim KiP-Team unter Tel. 0461 85 1193.

Mehr zum Angebot auf den Seiten der Hannah-Arendt-Schule

 

"In Sprache baden"

Der „Flensburger Arbeitskreis Sprache & Integration“ (FlAkSI) ist ein Zusammenschluss der Sprachexpertinnen, die in den Kindertagesstätten tätig sind, welche an dem Bundesprogramm „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ teil genommen haben. In den wöchentlichen Treffen des FlAkSI ist in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren dieser Offensive eine Konzeption zur sprachpädagogischen Arbeit in
Kindertagesstätten entstanden.

Sprachpädagogische Konzeption für Kindertagesstätten (PDF, 1.432 KB)

Elternbeitrag

In Flensburg werden einheitliche Elternbeiträge in allen Kindertagesstätten und auch in der Kindertagespflege erhoben. Diese sind nach der Dauer der Betreuung und dem Alter der Kinder (über und unter drei Jahren) gestaffelt.


Die Beiträge können auf Antrag ermäßigt werden. Für Familien mit geringem Einkommen ist auch eine volle Ermäßigung möglich. Hierfür gilt in Flensburg eine im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Einkommensgrenze, bis zu der kein Beitrag gezahlt werden muss. Darüber hinaus erfolgt für mittlere Einkommen eine Staffelung der Gebühren.

Mehr zum Elternbeitrag

Ausbaustand U3 (Plätze für Kinder unter drei Jahren)

Die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren werden massiv ausgebaut. Seit 2008 sind mit den Fördermitteln von Bund, Land und Stadt, aber auch durch das große Engagement der Kita-Träger etwa 736 neue Plätze entstanden. Davon etwa 209 in der Kindertagespflege.
Die Flensburger Versorgungsquote U3 liegt im Dezember 2017 bei 36,4%.
Dies sind insgesamt 948 Plätze. Etwa 22% der Kinder werden von Tagesmüttern und Tagesvätern betreut.

Bundesweit wird eine Versorgungsquote von 39% angestrebt, die aber in jeder Kommune aufgrund des sehr unterschiedlichen regionalen Bedarfs auch höher oder niedriger sein kann. In Flensburg hat sich die Kommunalpolitik auf eine Versorgungsquote von 43% (10106 Betreuungsplätze) bis zum Jahr 2019 festgelegt. Bis 2019 kommen durch bereits laufende oder abgeschlossene Bau- und Erweiterungsmaßnahmen weitere 107 Plätze hinzu, so dass eine Versorgungsquote von etwa 40,8% erreicht wird.

Weitere Einzelheiten können der Flensburger Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuung 2015 bis 2017 entnommen werden.

Kita Bedarfsplanung bis 2019

Kinderförderungsgesetz

Das Kinderförderungsgesetz (KiföG) ist am 16. Dezember 2008 in Kraft getreten und stellt einen entscheidenden Schritt hin zu einem bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Angebot der Betreuung für Kinder unter drei Jahren dar.

Das Gesetz enthält unter anderem folgende wichtige Regelungen:

  • Seit dem 1. August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr.
  • Die Bundesregierung setzt auf ein vielfältiges Betreuungsangebot und stärkt dabei auch die Kindertagespflege. Dazu werden klare Standards festgesetzt, zum Beispiel zur Anzahl der betreuten Kinder.

Die Finanzierung des Ausbaus der Kinderbetreuung steht auf einer soliden Grundlage: Der Bund hat sich seit 2008 durch mehrere Investitionsprogramme mit insgesamt 5,95 Milliarden Euro am Ausbau beteiligt. Seit 2015 beteiligt er sich dauerhaft jährlich mit 845 Millionen Euro sowie in den Jahren 2017 bis 2018 mit 945 Millionen Euro an den Betriebskosten. Im vierten Investitionsprogramm stellt der Bund in den Jahren 2017 bis 2021 zusätzlich 1,126 Millionen Euro bereit. 

Seit 2016 werden die jeweils letztverfügbaren Daten zum bundesweiten Ausbaustand und Bedarf in der Kindertagesbetreuung in der Publikation "Kindertagesbetreuung Kompakt" veröffentlicht.

Kindertagesbetreuung kompakt 2016 (PDF, 579 kB)

Bundes- und Landesinvestitionsprogramm U3- und Ü3-Ausbau

Im Rahmen eines weiteren Förderprogramms haben der Bund und das Land Schleswig-Holstein eine Verwaltungsvereinbarung getroffen, um zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei und über drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege neu zu schaffen.

Nach der Förderrichtlinie des Landes für Investitionskosten zur Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen übernehmen Bund und Land 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben. 25% der zuwendungsfähigen Kosten werden von der Stadt Flensburg übernommen. Für zukünftige Zuweisungen müsste eine Beschlussvorlage zur Ko-Finanzierung im Jugendhilfe- und Finanzausschuss beraten werden.
Kindertagespflegepersonen erhalten für Ausstattungsinvestitionen und für bauliche Maßnahmen an den Räumen der Tagespflegestelle eine Förderung in Form eines pauschalierten Festbetrags.

Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein zur Umsetzung des Investitionsprogramms (PDF, 27 KB)

Antrag Investitionsprogramm 2017-2020 (PDF, 14 kB)

Förderung von Kindertagestätten

Die Stadt Flensburg fördert die Betreuung von etwa 3900 Plätzen in allen Kindertagestätten sämtlicher Träger z. Zt. mit fast 15 Mio. Euro jährlich. Darin enthalten sind etwa 2,8 Mio. Euro für Elternbeitrags- und Geschwisterermäßigungen sowie etwa 0,5 Mio. Euro für präventive Zusatzangebote in Kindertagesstätten.
Daneben finanzieren sich Kindertagesstätten noch durch Elternbeiträge, einem Landes- und Bundeszuschuss und einem Eigenanteil des Trägers.

Richtlinie über die Förderung von Kindertagesstätten in der Stadt Flensburg (KiTa-Förderrichtlinie - KiTaFR) (PDF, 60 KB)

Anlage zur Förderrichtlinie (Stand Juni 2017) (PDF, 256 KB)

Förderrichtlinie für Zusatzangebote in Kindertagesstätten (RiZAK) (PDF, 70 KB)

Kindertagespflege

Für die Förderung der Kindertagespflege stellt die Stadt Flensburg z. Zt. etwa 1,1 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Tagespflegepersonen erhalten eine laufende Geldleistung von der Stadt Flensburg sowie einen Beitrag zur Alterssicherung, zur Unfallversicherung und zur Kranken- und Pflegeversicherung. Daneben werden die Kosten der Qualifizierung der Tagespflegepersonen zu 90% übernommen und regelmäßige Fortbildungen durchgeführt.
Die Stadt Flensburg erhebt nach einer Gebührensatzung die Elternbeiträge, die sich an den Beiträgen in Kindertagesstätten orientieren.

Kindertagespflege Richtlinie (PDF, 113 KB)

Anlage Kindertagespflege Richtlinie (PDF, 190 KB)

Elternbeitrag Kindertagespflege (PDF, 113 KB)